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PRONAR Tandem-Muldenkipper 20 t, 22,6 m³ ohne Aufsätze, 40 km/h

Description

PRONAR Tandem-Muldenkipper 20 t, 22,6 m³ ohne Aufsätze, 40 km/h

Serienmäßige Ausrüstung

  • Tandem-Fahrwerk mit Starrachsen und Parabelfederung, Achsabstand 1.360 mm
  • Hydraulische Heckklappe mit automatischer Verriegelung und Gummidichtung
  • Universal-Deichsel zur Unten- und Obenanhängung mit starrer Zugöse Ø 40
  • Gefederte Deichsel mit zwei Stahlfedern und Höhenverstellung
  • Teleskopstützfuß mit Getriebe
  • 2-Leiter-Druckluftbremse, Trommelbremse 406 × 120 mm
  • Kurbelbremse
  • Vorderwand mit perforiertem Sichtfenster und PLEXI-Scheibe
  • Kornschieber in der Rückwand
  • Aufstiegsleiter und Trittstufen
  • LED-Beleuchtungsanlage 12 V mit seitlichen Umrissleuchten, Rücklichter mit Schutzgitter
  • Metallabdeckung über den Rädern
  • Hinterer Unterfahrschutz, homologiert und klappbar
  • Keile mit Halter
  • Lackierung: Fahrgestell rot RAL 3000, Bordwände grün RAL 6010

Technische Daten

HerstellerPRONAR
ProduktartTandem-Muldenkipper, Heckkipper
Zul. Gesamtgewicht20.000 kg
Technisch zul. Gesamtgewicht (innerbetrieblich)21.000 kg
Eigengewicht5.200 kg
Nutzlast14.800 kg
Ladevolumen22,6 m³ ohne Aufsätze / 30,3 m³ mit Aufsätzen 600 mm
Muldengröße innen L × B5.700 × 2.240 – 2.300 mm
Gesamtmaße L × B × H7.760 × 2.550 × 2.930 mm
Bordwandhöhe1.750 mm
Blechstärke Boden / Bordwände4 / 4 mm
Plattformhöhe1.180 mm
Spurweite1.960 mm
AufhängungParabelfederung
Stützlast3.000 kg
Bereifung385/65 R 22,5 RE
Zul. Geschwindigkeit40 km/h
Kippsystemheckseitig, Kippwinkel 50°
TeleskopzylinderHublänge 2.400 mm, Ölbedarf 29 l, Betriebsdruck 200 bar
Erforderliche Schlepperleistung104 PS / 76,4 kW

Hinweis: Alle aufgeführten Parameter gelten bei Einzelzulassung in Deutschland.

Produktbeschreibung

Tandem-Heckkipper mit 1,75 m Muldenhöhe

Der gefederte Zweiachser trägt 14.800 kg und fasst 22,6 m³ – ohne jeden Aufsatz. Mit den optionalen 600-mm-Aufsätzen wächst das Volumen auf 30,3 m³.

22,6 m³ ohne Aufsätze – das ist der Kern

Die Mulde ist 1.750 mm hoch. Zum Vergleich: Der T669 derselben Reihe hat 1.200 mm, der T679 nur 1.000 mm Grundhöhe.

Was die durchgehend hohe Wand bringt:

  • Kein Umbau nötig. Wer überwiegend Getreide, Mais und Silage fährt, braucht keine Aufsätze an- und abzubauen.
  • Stabilere Mulde. Eine durchgehende 1,75-m-Wand aus 4-mm-Blech ist steifer als eine niedrige Wand mit aufgesetztem Rahmen.
  • Dichter. Keine Fuge zwischen Mulde und Aufsatz, durch die feines Material austritt.
  • Weniger Verschleiß. Aufsteckrahmen scheuern an den Pfosten, Gummidichtungen ermüden.

14.800 kg Nutzlast bei 22,6 m³

Das Verhältnis ergibt eine rechnerische Grenze von rund 0,65 t/m³.

  • Getreide (0,7 – 0,8 t/m³) – die Nutzlast ist vor dem Volumen erreicht.
  • Maissilage (0,6 – 0,7 t/m³) – beides läuft etwa gleichzeitig voll.
  • Hackschnitzel und Grüngut – hier begrenzt das Volumen, und die Aufsätze bringen den entscheidenden Zuwachs.

Die Aufsätze mit einklappbaren Seitenbordwänden

Das ist ein durchdachtes Detail: Die optionalen 600-mm-Aufsätze haben Scharniere, die das Einklappen der Seitenbordwände ermöglichen.

Warum das im Alltag zählt: Bei 2.350 mm Gesamtaufbauhöhe wird das Überladen vom Häcksler schwierig, und in niedrigen Hallen passt der Wagen nicht mehr durch. Eingeklappt bleibt die Höhe beherrschbar, ohne die Aufsätze demontieren zu müssen.

Die Aufsätze haben zudem ein perforiertes Sichtfenster mit PLEXI-Scheibe.

Hydraulische Heckklappe mit Gummidichtung

Die Klappe wird hydraulisch angehoben und verriegelt sich automatisch – der Fahrer bleibt sitzen.

Die Gummidichtung hält feine Güter zurück. Bei Getreide, Kompost und feuchtem Material ist das der Unterschied zwischen dichter Fuhre und Spur auf der Straße.

Gefederte Deichsel mit Höhenverstellung

Zwei Stahlfedern und Höhenverstellung gehören zur Serienausstattung. Die Federung entkoppelt Zugfahrzeug und Anhänger – das schont Kupplung, Rahmen und Fahrer, gerade bei 40 km/h.

Die Höhenverstellung erlaubt die Anpassung an unterschiedliche Kupplungshöhen – bei wechselnden Zugfahrzeugen ein praktischer Vorteil. Eine Kugelkupplung K80 für 4.000 kg ist als Zusatzausrüstung erhältlich.

Universal-Deichsel für oben und unten

Der Wagen passt an Schlepper mit Zugmaul in Bockhöhe ebenso wie an solche mit Hitch-Kupplung – ohne Umbau.

Nachlaufachse als Option

Die hintere Nachlaufachse mit hydraulischer Sperrung verkleinert den Wendekreis und schont die Grasnarbe.

Warum das auf Grünland zählt: Starre Achsen radieren in der Kurve und reißen die Narbe auf – jede beschädigte Stelle ist ein Ertragsverlust über Jahre.

Bremsanlage

Serienmäßig 2-Leiter-Druckluftbremse mit Trommelbremse 406 × 120 mm und Kurbelbremse. Optional ALB oder ALB Premium.

Warum ALB sinnvoll ist: Leer wiegt der Wagen 5,2 Tonnen, beladen 20 – fast das Vierfache. Ohne lastabhängige Regelung blockieren die Räder im leeren Zustand. Für die EU-Typgenehmigung ist der ALB ohnehin Teil des Pakets.

Kornschieber und Sichtfenster

  • Der Kornschieber in der Rückwand lässt Getreide dosiert ab, ohne dass die ganze Heckklappe geöffnet werden muss.
  • Das perforierte Sichtfenster in der Vorderwand zeigt den Füllstand während der Fahrt – bei 1,75 m Wandhöhe die einzige praktikable Kontrolle.

Zulassung

ZulassungswegZul. GesamtgewichtNutzlast
Einzelzulassung DE20.000 kg14.800 kg
innerbetrieblich (technisch)21.000 kgca. 15.800 kg
EU-Typgenehmigung, 40 km/h18.000 kgca. 12.800 kg

Der Unterschied ist erheblich: Zwischen Einzelzulassung und EU-Typgenehmigung liegen 2.000 kg Nutzlast. Die EU-Ausführung erlaubt dafür wahlweise 3.000 oder 4.000 kg Stützlast.

Zusätzliche Ausrüstung

  • AT- oder EU-Typengenehmigung inkl. Dokumenten
  • Kugelkupplung K80 für 4.000 kg Stützlast
  • Hydraulischer Stützfuß, einfachwirkend oder klappbar (ohne Aufpreis)
  • Hintere Nachlaufachse mit hydraulischer Sperrung
  • Aufsätze 600 mm mit Sichtfenster und einklappbaren Seitenbordwänden
  • 2-Leiter-Druckluftbremse mit ALB oder ALB Premium
  • Auslaufgosse
  • Ersatzrad
  • Warndreieck für langsame Anhänger

Einsatzgebiete

Ackerbaubetriebe, Getreide- und Maisernte, Lohnunternehmen, Biogasanlagen, Hackschnitzel- und Kompostlogistik, Kartoffel- und Rübenernte, Kommunen.

Hinweise zum Betrieb

  • Zulassungsweg vor der Bestellung klären – zwischen Einzelzulassung und EU-Typgenehmigung liegen 2.000 kg.
  • Stützlast des Zugfahrzeugs prüfen: bis zu 3.000 kg, mit K80 bis 4.000 kg.
  • Beim Kippen auf ebenen, tragfähigen Untergrund achten – bei 1,75 m Muldenhöhe liegt der Schwerpunkt hoch.
  • Mulde nicht unter Freileitungen anheben.
  • Vor dem Kippen prüfen, ob die Heckklappe frei öffnen kann.
  • Nach dem Entladen prüfen, ob die Mulde geleert ist.
  • Die technisch zulässigen 21.000 kg gelten nur innerbetrieblich.
  • Gummidichtung an der Heckklappe regelmäßig prüfen.
  • Radmuttern nach den ersten Betriebsstunden und danach regelmäßig nachziehen.

Häufige Fragen

Wie viel fasst der Kipper ohne Aufsätze?

22,6 m³. Die Mulde ist 1.750 mm hoch – damit braucht der Wagen für die meisten Erntegüter keine Aufsätze.

Wie viel kann er laden?

14.800 kg bei 20.000 kg zulässigem Gesamtgewicht. Innerbetrieblich sind technisch 21.000 kg zulässig, mit EU-Typgenehmigung 18.000 kg.

Was unterscheidet die XL-Ausführung?

Die höhere Mulde: 1.750 mm statt 1.200 mm beim Standardmodell derselben Reihe. Damit fasst sie 22,6 statt rund 15 m³ ohne Aufsätze.

Was ist das Besondere an den Aufsätzen?

Sie haben Scharniere, die das Einklappen der Seitenbordwände ermöglichen. Damit lässt sich die Aufbauhöhe reduzieren, ohne die Aufsätze zu demontieren.

Warum ist eine durchgehende Mulde besser als Aufsätze?

Sie ist steifer, dichter und verschleißärmer – keine Fuge zwischen Mulde und Aufsatz, kein Scheuern an den Pfosten, keine ermüdenden Gummidichtungen. Und es entfällt der Umbau.

Welchen Schlepper brauche ich?

104 PS beziehungsweise 76,4 kW und eine Kupplung für 3.000 kg Stützlast. Für das Kippen werden 29 Liter Öl bei 200 bar benötigt.

Wie weit kippt die Mulde?

50° nach hinten.

Lohnt sich die Nachlaufachse?

Auf Grünland ja. Starre Achsen radieren in der Kurve und reißen die Narbe auf – jede beschädigte Stelle ist ein Ertragsverlust über Jahre. Zudem verkleinert sie den Wendekreis.