PRONAR Muldenkipper Tandem 20 t, dreiseitig, 23 m³, Pendelklappen
€27,200.00
PRONAR Muldenkipper Tandem 20 t, dreiseitig, 23 m³, Pendelklappen
Serienmäßige Ausrüstung
- Tandem-Fahrwerk mit Starrachsen, Achsabstand 1.360 mm
- Mulde mit je zwei Pendelklappen links und rechts, mit Zentralverriegelung
- Hydraulische Heckklappe mit automatischer Verriegelung und Gummidichtung
- Aufsätze 600 mm mit perforiertem Sichtfenster und PLEXI-Scheibe, in Stahlpfosten eingesetzt, mit Spannseilen und vorderem vertikalem Aufsatz; Gummidichtung an der Verbindungsstelle zwischen Aufsätzen und Mulde
- Vorderwand mit perforiertem Sichtfenster und PLEXI-Scheibe
- Universal-Deichsel zur Unten- und Obenanhängung mit starrer Zugöse Ø 40 (DIN 11026)
- Gefederte Deichsel mit Gummistoßdämpfern
- Hydraulischer Schrägstützfuß
- 2-Leiter-Druckluftbremse, Trommelbremse 406 × 120 mm
- Kurbelbremse
- LED-Beleuchtungsanlage 12 V mit seitlichen Umrissleuchten, Rücklichter mit Schutzgitter
- Kornschieber in der Rückwand
- Klappbare Aufstiegsleiter und Trittstufen
- Kunststoff-Kotflügel auf der Hinterachse
- Hinterer Unterfahrschutz, homologiert und klappbar
- Keile mit Halter
- Lackierung: Fahrgestell schwarzgrau RAL 7021, Bordwände grün RAL 6010
Technische Daten
| Hersteller | PRONAR |
|---|---|
| Produktart | Tandem-Muldenkipper, dreiseitig |
| Zul. Gesamtgewicht | 20.000 kg |
| Technisch zul. Gesamtgewicht (innerbetrieblich) | 21.000 kg |
| Eigengewicht | 6.310 kg |
| Nutzlast | 13.690 kg |
| Ladevolumen | 15 m³ ohne Aufsätze / 23 m³ mit Aufsätzen 600 mm |
| Muldenlänge innen unten / oben | 5.500 / 5.700 mm |
| Muldenbreite innen vorne / hinten | 2.200 / 2.250 mm |
| Gesamtmaße L × B × H | 7.300 × 2.550 × 3.150 mm |
| Bordwandhöhe | 1.200 + 600 mm |
| Blechstärke Boden / Bordwände | 5 / 4 mm |
| Plattformhöhe | 1.350 mm |
| Spurweite | 1.960 mm |
| Aufhängung | Parabelfederung |
| Stützlast | 2.000 kg |
| Bereifung | 385/65 R 22,5 RE |
| Zul. Geschwindigkeit | 40 km/h (60 km/h als Option) |
| Kippsystem | dreiseitig (hinten, rechts, links) |
| Kippwinkel rückw. / seitl. | 50 / 45° |
| Teleskopzylinder | Hublänge 2.400 mm, Ölbedarf 29 l, Betriebsdruck 200 bar |
| Erforderliche Schlepperleistung | 104 PS / 76,4 kW |
Hinweis: Alle aufgeführten Parameter gelten bei Einzelzulassung in Deutschland.
Produktbeschreibung
Muldenkipper mit dreiseitiger Kippfunktion
Der gefederte Tandem trägt 13.690 kg und fasst 15 m³, mit den serienmäßigen 600-mm-Aufsätzen 23 m³. Er kippt nach hinten sowie zu beiden Seiten – bei einem Muldenkipper dieser Größe eine Besonderheit.
Muldenkipper und Dreiseitenkipper in einem
Das ist der Kern dieses Fahrzeugs. Normalerweise muss man sich entscheiden:
- Ein Muldenkipper hat eine geschlossene, stabile Mulde mit hohen Wänden – aber er kippt nur nach hinten.
- Ein Dreiseitenkipper kippt in drei Richtungen – aber seine Bordwände sind niedriger und leichter gebaut.
Dieser Wagen verbindet beides: 1.200 mm hohe Muldenwände aus 4-mm-Blech, ein 5-mm-Boden und trotzdem die Seitenentladung.
Pendelklappen statt öffnender Bordwände
Die konstruktive Lösung dahinter: Statt die ganze Seitenwand zu öffnen, hat die Mulde je zwei Pendelklappen links und rechts mit Zentralverriegelung.
Warum das die stabilere Bauart ist: Eine durchgehende, zu öffnende Seitenwand von 1,2 m Höhe bräuchte massive Scharniere und würde die Mulde schwächen. Pendelklappen sind kleiner, die tragende Struktur der Mulde bleibt erhalten – und die Zentralverriegelung fasst beide Klappen einer Seite zusammen.
Drei Kippvarianten zur Wahl
| Ausführung | Kipprichtungen |
|---|---|
| HR | hinten und rechts |
| HL | hinten und links |
| HRL | hinten, rechts und links |
Diese Ausführung kippt in alle drei Richtungen. Für wen sich das lohnt: Betriebe, die auf beiden Straßenseiten abladen – Kommunen beim Streugutverteilen, Lohnunternehmer mit wechselnden Baustellen, Betriebe mit beidseitigen Mieten.
15 oder 23 m³
Die serienmäßigen Aufsätze von 600 mm steigern das Volumen um mehr als die Hälfte.
Die Rechnung: 13,7 Tonnen Schotter passen in gut 8 m³ – ohne Aufsätze ist der Wagen bei schwerem Material passend dimensioniert. Getreide füllt dagegen rund 18 m³, Silage über 20 m³. Erst mit Aufsätzen wird die Nutzlast bei leichtem Material ausgenutzt.
Durchdachte Aufsätze
Die Aufsätze sind keine einfachen Aufsteckrahmen:
- In Stahlpfosten eingesetzt und mit Spannseilen gesichert.
- Perforiertes Sichtfenster mit PLEXI-Scheibe – der Blick in die Mulde während der Fahrt.
- Vorderer vertikaler Aufsatz – er schließt die Mulde nach vorne ab.
- Gummidichtung an der Verbindungsstelle zwischen Aufsätzen und Mulde – das hält feines Material zurück, das sonst genau dort austritt.
Gefederte Deichsel mit Gummistoßdämpfern
Die Federung entkoppelt Zugfahrzeug und Anhänger. Die Gummistoßdämpfer nehmen zusätzlich die Lastwechsel auf, die beim Anfahren und Bremsen zwischen den Fahrzeugen entstehen.
Als Zusatzausrüstung gibt es eine gefederte Deichsel für 3 Tonnen Stützlast – sie erhöht das zulässige Gesamtgewicht auf 21.000 kg.
60 km/h als Option
Die Ausführung für 60 km/h ist inklusive ALB erhältlich; dafür ist eine passende Räderwahl erforderlich. Zu beachten: Bei CoC-Ausführung ist sie nicht verfügbar.
Zulassung
| Zulassungsweg | Zul. Gesamtgewicht |
|---|---|
| Einzelzulassung DE | 20.000 kg |
| innerbetrieblich (technisch) | 21.000 kg |
| mit 3-t-Deichsel | 21.000 kg |
| EU-Typgenehmigung, 40 km/h | 18.000 kg |
Zusätzliche Ausrüstung
- DE-, AT- oder EU-Typengenehmigung inkl. Dokumenten
- Kugelkupplung K80
- Gefederte Deichsel für 3 t Stützlast, mit Teleskop- oder hydraulischem Stützfuß
- Hintere Nachlaufachse mit hydraulischer Sperrung
- Ausführung 60 km/h inkl. ALB
- 2-Leiter-Druckluftbremse mit ALB oder ALB Premium
- Plane mit klappbarem Gestell und Podest für die 600-mm-Aufsätze
- Auslaufgosse
- Fallsegel, 2 Sätze je 2,3 m (nur mit Aufsätzen)
- Hintere Anschlüsse für Elektrik, Hydraulik und Pneumatik
- Anhängerkupplungen verschiedener Hersteller, manuell oder automatisch
- Werkzeugkasten
- Seitlicher Unterfahrschutz
- Kunststoff-Kotflügel auf der Vorderachse
- Ersatzrad, Kunststoff-Tube für Fahrzeugunterlagen
- Warndreieck für langsame Anhänger
Einsatzgebiete
Landwirtschaft und Ernte, Lohnunternehmen, Kommunen und Bauhöfe, Bauwesen und Erdbewegung, Biogasanlagen, Garten- und Landschaftsbau, Forstbetriebe.
Hinweise zum Betrieb
- Zulassungsweg vor der Bestellung klären – er bestimmt das zulässige Gesamtgewicht.
- Stützlast des Zugfahrzeugs prüfen: 2.000 kg, mit der optionalen Deichsel 3.000 kg.
- Vor dem Kippen die Zentralverriegelung der jeweiligen Pendelklappen prüfen.
- Beim Seitenkippen auf ebenen, tragfähigen Untergrund achten – mit Aufsätzen liegt der Schwerpunkt hoch.
- Mulde nicht unter Freileitungen anheben; mit Aufsätzen misst der Wagen 3.150 mm.
- Nach dem Entladen prüfen, ob die Mulde geleert ist.
- Fallsegel sind nur mit den 600-mm-Aufsätzen einsetzbar.
- Gummidichtungen an Heckklappe und Aufsätzen regelmäßig prüfen.
- Radmuttern nach den ersten Betriebsstunden und danach regelmäßig nachziehen.
Häufige Fragen
Kippt der Wagen wirklich in drei Richtungen?
Ja – nach hinten mit 50° und zu beiden Seiten mit 45°. Die Seitenentladung erfolgt über je zwei Pendelklappen links und rechts mit Zentralverriegelung.
Warum Pendelklappen statt öffnender Bordwände?
Eine durchgehende, zu öffnende Seitenwand von 1,2 m Höhe würde massive Scharniere brauchen und die Mulde schwächen. Pendelklappen sind kleiner, die tragende Struktur bleibt erhalten.
Wie viel fasst der Kipper?
15 m³ ohne Aufsätze und 23 m³ mit den serienmäßigen 600-mm-Aufsätzen.
Wie viel kann er laden?
13.690 kg bei 20.000 kg zulässigem Gesamtgewicht. Mit der optionalen 3-t-Deichsel sind es 21.000 kg, mit EU-Typgenehmigung 18.000 kg.
Was unterscheidet HRL von HR und HL?
HR kippt nach hinten und rechts, HL nach hinten und links, HRL in alle drei Richtungen. Diese Ausführung ist die HRL-Variante.
Welchen Schlepper brauche ich?
104 PS beziehungsweise 76,4 kW und eine Kupplung für 2.000 kg Stützlast. Für das Kippen werden 29 Liter Öl bei 200 bar benötigt.
Gibt es eine Ausführung für 60 km/h?
Ja, inklusive ALB und mit passender Räderwahl. Bei CoC-Ausführung ist sie allerdings nicht verfügbar.
Wozu die Gummidichtung an den Aufsätzen?
Sie sitzt an der Verbindungsstelle zwischen Aufsätzen und Mulde und hält feines Material zurück, das sonst genau dort austritt.