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PRONAR Güllewagen 10.000 l, Schneckenpumpe 4.000 l/min, ab 80 PS

Description

PRONAR Güllewagen 10.000 l, Schneckenpumpe 4.000 l/min, ab 80 PS

Serienmäßige Ausrüstung

  • Komposit-Tank, mit Glasmatten verstärkt, mit inneren Quertrennwänden
  • Einrotor-Schneckenpumpe mit hoher Saug- und Streuleistung, zapfwellengetrieben
  • Saugventil 6 Zoll mit Perrot-Schnellkupplungen und Schieber mit Hydraulikzylinder, links am Fahrzeug
  • Ein 6-Zoll-Saugrohr mit 6 m Länge und Auffangkorb gegen Fremdmaterial, mit Perrot-Schnellkupplungen
  • 6-Zoll-Entlüftungsrohr
  • Exaktverteiler mit Prallkopf, Strahl nach unten gerichtet
  • Füllstandsanzeige an der Vorderseite des Behälters
  • Obere Verschlussklappe, anschraubbar, mit Gummidichtung
  • Zentralhydrauliksystem mit elektrohydraulischem Schutz, elektrisch gesteuert über die Steuertafel aus der Traktorkabine:
    • Füllen
    • Mischen
    • Abfüllen
    • Heben und Senken des gelenkigen Saugarms (Zusatzausrüstung)
    • Ein- und Ausschalten der Arbeitsscheinwerfer
    • Leuchtanzeige der aktivierten Funktionen auf dem Bedienfeld
  • Zusätzliches externes Bedienfeld für Saug- und Mischfunktionen
  • Zapfwelle zum Anschluss der Schneckenpumpe
  • Verstärkter Fahrgestellrahmen aus hochfestem Baustahl, geschweißte Rechteckprofile 250 × 100 mm, vorbereitet für optionale Streuaufsätze
  • Hydraulisch gefederte Zugdeichsel, höhenverstellbar
  • Kugelkupplung K80
  • Teleskopstützfuß mit Getriebe
  • Einachsige starre Federung mit Starrachse 120 × 120 mm, Trommelbremsen Ø 406 × 120 mm
  • 2-Leiter-Druckluftbremse mit ALB
  • Kurbelbremse
  • LED-Beleuchtungsanlage mit seitlichen Umrissleuchten, Rücklichter mit Schutzgitter
  • Zwei Arbeitsscheinwerfer am Heck
  • Spiralförmiges Anschlusskabel für die Beleuchtungsanlage
  • Klappbare Leiter zum Tankdeckelschacht
  • Metallkotflügel, hinterer Unterfahrschutz homologiert und klappbar
  • Werkzeugkasten, Keile mit Halter
  • Lackierung: Fahrgestell schwarzgrau RAL 7021, Tankfass grün RAL 6010

Technische Daten

HerstellerPRONAR
ProduktartEinachs-Güllewagen mit Schneckenpumpe
Tankkapazität10.000 l
Zul. Gesamtgewicht13.000 kg
Eigengewicht3.450 kg
Nutzlast9.550 kg
TankwerkstoffKomposit, glasmattenverstärkt
Tankmaße L × B × H4.050 × 2.080 × 1.730 mm
Gesamtmaße L × B × H7.330 × 2.550 × 3.370 mm
Befüll- und EntleersystemEinflügelschneckenpumpe
Leistung der Schneckenpumpe4.000 l/min
Arbeitsbreite12 – 15 m
Saugventil6 Zoll, Perrot-Schnellkupplungen
Saugrohr1 × 6 Zoll, 6 m, mit Auffangkorb
Spurweite1.980 mm
Aufhängungeinachsig, starr
Stützlast3.000 kg
Bereifung560/60 R 22,5
Zapfwellendrehzahl540 U/min
Zul. Geschwindigkeit40 km/h
Erforderliche Schlepperleistung80 – 100 PS

Hinweis: Der Anhänger benötigt einen Schlepper mit einem Paar externer Hydraulikanschlüsse zur Versorgung der zentralen Hydraulikanlage. Alle aufgeführten Parameter gelten bei Einzelzulassung in Deutschland.

Produktbeschreibung

Einachs-Güllewagen mit 10.000 Litern

Der Wagen fasst 10.000 l in einem glasmattenverstärkten Komposit-Tank. Eine Einflügelschneckenpumpe mit 4.000 l/min übernimmt Befüllen, Mischen und Ausbringen – gesteuert über eine Zentralhydraulik aus der Traktorkabine.

Volle Pumpenleistung bei halbem Leistungsbedarf

Das ist der Kern dieses Modells: Die Schneckenpumpe leistet 4.000 l/min – genauso viel wie beim doppelt so teuren TG214.

Was das praktisch bedeutet: 10.000 l sind in zweieinhalb Minuten gefüllt oder abgelassen. Die Umschlagleistung an der Grube ist identisch, nur die Fuhre ist kleiner.

Dafür genügen 80 bis 100 PS statt 170 PS. Der Wagen passt damit hinter Schlepper der 100-PS-Klasse – und macht die eigene Gülletechnik auch für Betriebe zugänglich, die keinen Großschlepper haben.

Komposit-Tank statt Stahl – der entscheidende Werkstoff

Der Tank besteht aus glasmattenverstärktem Kunststoff mit inneren Quertrennwänden.

Warum Komposit bei Gülle die bessere Wahl ist:

  • Keine Korrosion. Gülle ist aggressiv – Ammoniak, Schwefelverbindungen und Salze greifen Stahl von innen an. Ein Stahltank rostet von der Tankinnenseite her durch.
  • Geringeres Eigengewicht. 3.450 kg bei 10.000 l Fassungsvermögen – das bedeutet 9.550 kg Nutzlast.
  • Glatte Innenwand. Rückstände haften weniger an, die Reinigung ist einfacher.
  • Keine Lackpflege. Der Werkstoff ist durchgefärbt, Kratzer führen nicht zu Rost.

Die inneren Quertrennwände bremsen die Schwappbewegung. Bei einem Einachser ist das besonders wichtig – ungebremstes Schwappen verändert die Stützlast während der Fahrt und beim Bremsen.

6 Meter Saugrohr – länger als beim großen Modell

Das Saugrohr ist 6 Zoll stark und 6 m lang; der große TG214 hat zwei Rohre mit je 4 m.

Was die Länge bringt: Der Wagen erreicht Gruben, an die er nicht direkt heranfahren kann – etwa bei ungünstiger Zufahrt, weichem Untergrund oder engen Hofsituationen.

Der Auffangkorb schützt gegen Fremdmaterial. In Güllegruben landen Handschuhe, Ohrmarken, Folienreste und Steine. Gelangen sie in die Schneckenpumpe, blockiert oder beschädigt sie.

Perrot-Schnellkupplungen sind der verbreitete Standard – damit passt der Wagen an vorhandene Gruben und Zubringerfahrzeuge.

Exaktverteiler mit Prallkopf – nach unten gerichtet

Der Strahl ist nach unten gerichtet, um den Stickstoffverlust zu verringern.

Warum die Strahlrichtung zählt: Wird Gülle nach oben verteilt, entsteht ein feiner Sprühnebel mit großer Oberfläche – und genau dort entweicht Ammoniak in die Luft. Der Stickstoff, der verdunstet, fehlt der Pflanze und zählt trotzdem in der Bilanz.

Wichtig: Ausbringtechnik nach Düngeverordnung

Seit 2020 gilt für Gülle auf bestelltem Ackerland die Pflicht zur streifenförmigen Aufbringung oder direkten Einbringung in den Boden. Seit 2025 gilt sie auch auf Grünland und mehrschnittigem Feldfutterbau.

Was das bedeutet: Ein Prallkopf allein erfüllt diese Anforderung nicht. Für die Ausbringung auf den betroffenen Flächen ist ein Schleppschlauch- oder Schleppschuhverteiler erforderlich.

Der Hersteller bietet einen Schleppschuhverteiler auf Anfrage an. Der Fahrgestellrahmen ist für die Montage von Streuaufsätzen vorbereitet – wahlweise an einer 3-Punkt-Aufhängung oder starr.

Die aktuellen Vorgaben und Ausnahmen sollten vor dem Kauf mit der zuständigen Landwirtschaftskammer geklärt werden.

Zentralhydraulik mit elektrischer Steuerung

Das System wird über eine Steuertafel aus der Traktorkabine bedient und steuert:

  • Füllen
  • Mischen
  • Abfüllen
  • Saugarm heben und senken (bei montiertem Andockmechanismus)
  • Arbeitsscheinwerfer

Die Leuchtanzeige auf dem Bedienfeld zeigt, welche Funktion aktiv ist.

Was das im Alltag spart: Der Fahrer bleibt sitzen. Kein Absteigen zum Umstellen von Ventilen, kein Umstecken von Hydraulikschläuchen.

Bemerkenswert: Diese Ausstattung ist bei einem Einachser dieser Preisklasse nicht selbstverständlich – sie entspricht dem, was der große TG214 bietet.

Ein zusätzliches externes Bedienfeld erlaubt die Steuerung der Saug- und Mischfunktionen direkt am Fahrzeug – praktisch beim Befüllen an der Grube.

Einachsig – was das bedeutet

Der Wagen läuft auf einer starren Achse mit 120 × 120 mm Querschnitt und Trommelbremsen 406 × 120 mm.

Was für den Einachser spricht:

  • Wendiger. Mit 7.330 mm Gesamtlänge und einer Achse dreht der Wagen auf engem Raum – auf dem Hof und am Feldrand ein realer Vorteil.
  • Geringeres Eigengewicht. 3.450 kg bei 10.000 l.
  • Günstiger in Anschaffung und Unterhalt. Zwei Reifen statt vier.

Was dagegen spricht: Die gesamte Last ruht auf einer Achse und der Stützlast. Bei 3.000 kg Stützlast muss das Zugfahrzeug entsprechend ausgelegt sein – das ist der begrenzende Faktor, nicht die Motorleistung.

Hydraulisch gefederte Deichsel mit K80

Die Deichsel ist gefedert und höhenverstellbar, die Kugelkupplung K80 ist serienmäßig.

Warum die Federung bei einem Einachser besonders zählt: Die Stützlast liegt voll auf der Kupplung. Jeder Schlag von der Straße geht ungedämpft in Zugfahrzeug und Fahrer – die gefederte Deichsel entkoppelt beide.

Andockmechanismus als Option

Ein 6-Zoll-Gelenksaugarm, über die Zentralhydraulik steuerbar und hydraulisch nach links oder rechts klappbar.

Was das leistet: Der Fahrer dockt an der Grube an, ohne abzusteigen und ohne Rohre von Hand zu führen. Bei kaltem Wetter, im Dunkeln und bei rutschigem Untergrund ist das ein realer Sicherheitsgewinn.

Rahmen für Streuaufsätze vorbereitet

Der Fahrgestellrahmen aus Rechteckprofilen 250 × 100 mm ist für die Montage von Streuaufsätzen ausgelegt – wahlweise an einer 3-Punkt-Aufhängung oder starr.

Zwei Paar hintere Hydraulikausgänge zur Versorgung eines 3-Punkt-Anbaubocks sind als Zusatzausrüstung erhältlich. Sie erfordern zwei zusätzliche Anschlusspaare am Schlepper.

ALB serienmäßig

Die 2-Leiter-Druckluftbremse mit automatisch lastabhängigem Bremskraftregler gehört zur Serienausstattung.

Warum das bei Gülle zwingend ist: Leer wiegt der Wagen 3,5 Tonnen, beladen 13 – fast das Vierfache. Ohne lastabhängige Regelung blockieren die Räder im leeren Zustand, und bei voller Ladung wäre die Bremswirkung zu schwach.

Zulassung

ZulassungswegZul. GesamtgewichtNutzlast
Einzelzulassung DE13.000 kg9.550 kg
EU-Typgenehmigung, 40 km/h10.000 kgca. 6.550 kg

Der Unterschied ist erheblich: 3.000 kg weniger Gesamtgewicht bedeuten, dass der Tank mit EU-Typgenehmigung nicht mehr voll befüllt werden darf. Das sollte vor der Bestellung geklärt sein. Die EU-Typgenehmigung selbst kostet nur 100 €.

Zusätzliche Ausrüstung

  • AT- oder EU-Typengenehmigung inkl. Dokumenten
  • Andockmechanismus mit 6-Zoll-Gelenksaugarm
  • Zwei Paar hintere Hydraulikausgänge für den 3-Punkt-Anbaubock
  • Weitwinkel-Gelenkwelle
  • Schleppschuhverteiler (auf Anfrage)
  • Warndreieck für langsame Fahrzeuge

Einsatzgebiete

Milchvieh- und Rinderhaltung, Schweinehaltung, Nebenerwerbsbetriebe, Biogasanlagen mit Gärrestausbringung, Betriebe mit kurzen Wegen zur Grube, Betriebe ohne Großschlepper.

Hinweise zum Betrieb

  • Ausbringtechnik nach Düngeverordnung prüfen – für bestelltes Ackerland und seit 2025 auch für Grünland gilt die Pflicht zur streifenförmigen Aufbringung. Ein Prallkopf allein erfüllt das nicht.
  • Sperrfristen und Ausbringmengen nach Düngeverordnung einhalten und dokumentieren.
  • Zapfwellendrehzahl von 540 U/min einhalten.
  • Ein Paar externer Hydraulikanschlüsse am Schlepper ist für die Zentralhydraulik erforderlich.
  • Stützlast des Zugfahrzeugs prüfen: bis zu 3.000 kg – bei einem Einachser der begrenzende Faktor.
  • Auffangkorb regelmäßig kontrollieren und reinigen – Fremdkörper beschädigen die Pumpe.
  • Bei Arbeiten an Tank, Pumpe und Saugleitungen Zapfwelle abschalten und Motor abstellen.
  • Niemals ohne Sicherung in den Tank steigen – in Güllebehältern entstehen giftige Gase, insbesondere Schwefelwasserstoff.
  • Beim Mischen in der Grube auf Gasbildung achten und für Durchlüftung sorgen.
  • Nach dem Einsatz Tank, Rohre und Verteiler spülen.
  • Bei Straßenfahrt die Höhe von 3.370 mm beachten.
  • Radmuttern nach den ersten Betriebsstunden und danach regelmäßig nachziehen.

Häufige Fragen

Wie viel fasst der Güllewagen?

10.000 l bei 9.550 kg Nutzlast und 13.000 kg zulässigem Gesamtgewicht.

Wie schnell füllt und entleert die Pumpe?

Die Einflügelschneckenpumpe leistet 4.000 l/min – 10.000 l sind damit in etwa zweieinhalb Minuten gefüllt oder abgelassen. Das ist dieselbe Leistung wie beim großen Modell der Reihe.

Welchen Schlepper brauche ich?

80 bis 100 PS, eine Zapfwelle mit 540 U/min, ein Paar externer Hydraulikanschlüsse und eine Kupplung für 3.000 kg Stützlast. Die Kugelkupplung K80 ist serienmäßig.

Warum ein Komposit-Tank statt Stahl?

Gülle greift Stahl von innen an. Komposit korrodiert nicht, ist leichter, hat eine glatte Innenwand und braucht keine Lackpflege. Innere Quertrennwände bremsen zudem die Schwappbewegung.

Erfüllt der Prallkopf die Düngeverordnung?

Für bestelltes Ackerland und seit 2025 auch für Grünland gilt die Pflicht zur streifenförmigen Aufbringung oder direkten Einbringung. Ein Prallkopf allein erfüllt das nicht – dafür ist ein Schleppschlauch- oder Schleppschuhverteiler erforderlich. Der Hersteller bietet einen Schleppschuhverteiler auf Anfrage an.

Wie lang ist das Saugrohr?

6 m bei 6 Zoll Durchmesser, mit Auffangkorb gegen Fremdmaterial. Damit erreicht der Wagen auch Gruben mit ungünstiger Zufahrt.

Was lässt sich aus der Kabine steuern?

Über die Zentralhydraulik: Füllen, Mischen, Abfüllen, das Heben und Senken des Saugarms und die Arbeitsscheinwerfer. Eine Leuchtanzeige zeigt die aktive Funktion.

Was ändert sich mit EU-Typgenehmigung?

Das zulässige Gesamtgewicht sinkt von 13.000 auf 10.000 kg – der Tank darf dann nicht mehr voll befüllt werden. Die Typgenehmigung selbst kostet 100 €.