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PRONAR Dreiseitenkipper 2-Achs, 14 t zGG, 11,8 m³, Lkw-Bereifung

Description

PRONAR Dreiseitenkipper 2-Achs, 14 t zGG, 11,8 m³, Lkw-Bereifung

Serienmäßige Ausrüstung

  • Zentralverriegelung an drei Seiten
  • Bordwände 600 mm mit Spannseilen
  • Wahl der Kipprichtung über zwei Bolzen mit Sicherheitssystem
  • Y-Deichsel mit starrer Zugöse Ø 40
  • 2-Leiter-Druckluftbremse, Trommelbremse 400 × 80 mm
  • Kurbelbremse
  • Beleuchtungsanlage 12 V, Rücklichter mit Schutzgitter
  • Kornschieber in der Rückwand
  • Aufstiegsleiter und Trittstufen
  • Hintere Anschlüsse für Elektrik, Hydraulik und Pneumatik
  • Anhängerkupplung manuell, gefedert
  • Brückenabstützung für Wartungsarbeiten
  • Kotflügel auf der Hinterachse
  • Keile mit Halter
  • Lackierung: Fahrgestell rot RAL 3000, Bordwände grün RAL 6010

Technische Daten

HerstellerPRONAR
ProduktartZweiachs-Dreiseitenkipper
Zul. Gesamtgewicht14.000 kg
Eigengewicht3.710 kg
Nutzlast10.290 kg
Ladevolumen11,8 m³ (bei Bordwandhöhe 600 + 600 mm)
Brückenmaß innen L × B4.440 × 2.190 – 2.240 mm
Gesamtmaße L × B × H6.520 × 2.390 × 2.580 mm
Bordwandhöhe600 mm
Blechstärke Boden / Bordwand5 / 2,5 mm
Plattformhöhe1.345 mm
Spurweite1.700 mm
AufhängungParabelfederung
Bereifung385/65 R 22,5 RE
Zul. Geschwindigkeit40 km/h
Kippsystemdreiseitig
Kippwinkel rückw. / seitl.50 / 46°
TeleskopzylinderHublänge 1.700 mm, Ölbedarf 13 l, Betriebsdruck 200 bar
Erforderliche Schlepperleistung78 PS / 57,3 kW

Hinweis: Die Volumenangabe gilt für die Ausführung mit zusätzlichen 600-mm-Aufsätzen. Alle aufgeführten Parameter gelten bei Einzelzulassung in Deutschland.

Produktbeschreibung

Das Spitzenmodell der T672-Reihe

Der gefederte Zweiachser trägt 10.290 kg und kippt nach hinten sowie zu beiden Seiten. Er läuft auf Lkw-Bereifung 385/65 R 22,5 und fährt serienmäßig 40 km/h – ohne Verlust am zulässigen Gesamtgewicht.

40 km/h ohne Nutzlastverlust

Das ist ein Punkt, der beim Vergleich zählt. Auch mit EU-Typgenehmigung bleibt das zulässige Gesamtgewicht bei 14.000 kg.

Zum Vergleich: Beim T663/1 sinkt es von 13.290 auf 12.000 kg, beim T663/4 von 14.000 auf 12.000 kg.

Die EU-Ausführung bringt zusätzlich ALB, homologierten Unterfahrschutz und eine Beleuchtungsanlage mit seitlichen Umrissleuchten mit. Die serienmäßige Anhängerkupplung entfällt dann allerdings.

Lkw-Bereifung 385/65 R 22,5

Statt landwirtschaftlicher Breitreifen laufen hier Nutzfahrzeugreifen.

  • Ausgelegt für höhere Dauergeschwindigkeit. Lkw-Reifen sind für Straßenfahrt konstruiert.
  • Geringerer Rollwiderstand auf befestigten Wegen – das spart Kraftstoff am Schlepper.
  • Längere Standzeit auf Asphalt. Landwirtschaftliche Stollenreifen verschleißen auf der Straße deutlich schneller.
  • Günstiger im Ersatz. Lkw-Reifen sind Massenware.

Die Kehrseite: Auf weichem Boden und Grünland tragen sie schlechter als Breitreifen. Dieser Kipper ist für Betriebe mit überwiegender Straßenfahrt gebaut.

5 mm Boden und verstärkte Bremse

Beides unterscheidet dieses Modell von den kleineren der Reihe, die mit 4 mm Boden und Trommelbremse 300 × 90 mm arbeiten.

Der 5-mm-Boden nimmt den Aufprall beim Beladen auf – Schotter aus der Radladerschaufel, Rübensteine, Bauschutt.

Die Trommelbremse 400 × 80 mm ist passend zur höheren Tragfähigkeit und Geschwindigkeit dimensioniert. Optional sind ALB und ALB Premium erhältlich.

Warum ALB sinnvoll ist: Leer wiegt der Wagen 3,7 Tonnen, beladen 14 – fast das Vierfache. Ohne lastabhängige Regelung blockieren die Räder im leeren Zustand.

Drei Aufsatzstufen

AufbauTypische Güter
Bordwand 600 mm (serienmäßig)Schotter, Erde, Rüben – hier begrenzt das Gewicht
+ Aufsätze 600 mm = 11,8 m³Getreide, Kartoffeln
+ mittlere Aufsätze (600 + 600 + 600 mm)Mais, Silage, Hackschnitzel
Gitteraufsätze 1.000 mmGrüngut, Laub, leichtes Material

Die Rechnung dahinter: 10,3 Tonnen Getreide füllen rund 13 m³ – mit der zweiten Stufe passen Nutzlast und Volumen etwa zusammen. Erst bei leichterem Material bringt die dritte Stufe den Zuwachs.

Die Gitteraufsätze gibt es mit 8 mm oder 30 mm Maschenweite. Die feine Variante hält auch Laub und Häcksel zurück.

Spannseile an den Grundbordwänden

Sie halten die Bordwände beim Kippen in definiertem Winkel, statt sie frei aufschlagen zu lassen – das schont Scharniere und Bordwand.

Die Aufsätze kommen ohne Spannseile – das sollte bei der Bestellung mitbedacht werden.

Zum Durchhängen vorbereitet

Hintere Anschlüsse für Elektrik, Hydraulik und Pneumatik sowie eine gefederte Anhängerkupplung gehören zur Serienausstattung.

Was das ermöglicht: einen zweiten Anhänger anhängen. In der Ernte, beim Räumen und auf kurzen Transportstrecken lässt sich die Fuhre verdoppeln, ohne zweimal zu fahren.

Wichtig: Bei EU-Typgenehmigung ist die serienmäßige Anhängerkupplung nicht zulässig.

Sichtfenster für die Erntekette

Optional sind Fenster mit 340 × 710 mm im vorderen Aufsatz erhältlich – mit Gitter und PLEXI-Scheibe, bei drei Aufsatzstufen auch im mittleren.

Warum das im Erntebetrieb zählt: Beim Überladen vom Häcksler oder Mähdrescher sieht der Fahrer sonst nicht, wie voll der Wagen ist – bei 1,8 m Aufbauhöhe schon gar nicht.

Dreiseitenkipper – der Alltagsvorteil

Ein Hinterkipper braucht hinter sich Platz und einen Haufen in Fahrtrichtung. Ein Dreiseitenkipper entlädt dorthin, wo das Material hingehört – seitlich in die Miete, in den Graben, an die Mauer, ohne zu rangieren.

50° nach hinten und 46° zur Seite – die Kipprichtung wird über zwei Bolzen mit Sicherheitssystem gewählt.

Zentralverriegelung an drei Seiten

Jede Seite wird mit einem Griff verriegelt statt mit mehreren Einzelverschlüssen. Vergessene Verschlüsse sind eine der häufigsten Ursachen für geöffnete Bordwände während der Fahrt.

Kornschieber serienmäßig

Getreide lässt sich dosiert ablassen, ohne die ganze Rückwand zu öffnen. Eine Auslaufgosse und eine Blechrutsche über die gesamte Breite sind als Zusatzausrüstung erhältlich.

Zusätzliche Ausrüstung

  • DE-, AT- oder EU-Typengenehmigung inkl. Dokumenten
  • 2-Leiter-Druckluftbremse mit ALB oder ALB Premium
  • Aufsätze 600 mm ohne Spannseile
  • Zusätzliche mittlere Aufsätze 600 mm
  • Gitteraufsätze 1.000 mm mit 8 mm oder 30 mm Maschenweite
  • Fenster 340 × 710 mm mit Gitter und PLEXI-Scheibe
  • Bordwandhebefedern
  • Rollplane mit klappbarem Gestell und Podest
  • Auslaufgosse, Blechrutsche hinten über die gesamte Breite
  • Fallsegel, 2 Sätze (nur mit Aufsätzen)
  • Entladeschnecke für Getreide mit 30 t/h (auf Anfrage)
  • Bordwandbügel für den Ballentransport (nicht für den öffentlichen Straßenverkehr)
  • Anhängerkupplungen Unimar oder Rockinger
  • Kunststoff-Kotflügel hinter der Vorderachse und vor der Hinterachse
  • Ersatzrad
  • Warndreieck für langsame Anhänger

Einsatzgebiete

Landwirtschaft mit verteilten Flächen, Lohnunternehmen, Biogasanlagen, Landhandel, Garten- und Landschaftsbau, Kommunen und Bauhöfe, Bauwesen.

Hinweise zum Betrieb

  • Zulassungsweg vor der Bestellung klären – bei EU-Typgenehmigung entfällt die serienmäßige Anhängerkupplung.
  • Bereifung an den Einsatz anpassen – Lkw-Reifen tragen auf weichem Boden schlechter als landwirtschaftliche Breitreifen.
  • Vor dem Kippen die Verriegelung der jeweiligen Seite prüfen und die Kipprichtung über die Bolzen sichern.
  • Beim Seitenkippen auf ebenen, tragfähigen Untergrund achten – mit drei Aufsatzstufen liegt der Schwerpunkt hoch.
  • Brücke nicht unter Freileitungen anheben.
  • Brückenabstützung ist ausschließlich für Wartungsarbeiten vorgesehen.
  • Bordwandbügel für den Ballentransport sind nicht für den öffentlichen Straßenverkehr geeignet.
  • Radmuttern nach den ersten Betriebsstunden und danach regelmäßig nachziehen.

Häufige Fragen

Wie viel kann der Kipper laden?

10.290 kg bei 14.000 kg zulässigem Gesamtgewicht – auch mit EU-Typgenehmigung bleibt es dabei.

Was bringt die Lkw-Bereifung?

Sie ist für Straßenfahrt konstruiert: geringerer Rollwiderstand, längere Standzeit auf Asphalt und günstiger im Ersatz. Auf weichem Boden und Grünland trägt sie allerdings schlechter als landwirtschaftliche Breitreifen.

Welchen Schlepper brauche ich?

78 PS beziehungsweise 57,3 kW. Für das Kippen werden 13 Liter Öl bei 200 bar benötigt.

Wie komme ich auf 11,8 m³?

Die Volumenangabe gilt für die Ausführung mit zusätzlichen 600-mm-Aufsätzen. Serienmäßig sind die Bordwände 600 mm hoch.

Kann ich noch höher aufbauen?

Ja, mit zusätzlichen mittleren Aufsätzen auf 600 + 600 + 600 mm. Alternativ gibt es Gitteraufsätze mit 1.000 mm für leichtes Material.

Kann ich einen zweiten Anhänger anhängen?

Ja. Hintere Anschlüsse für Elektrik, Hydraulik und Pneumatik sowie eine gefederte Anhängerkupplung sind serienmäßig. Bei EU-Typgenehmigung ist die serienmäßige Kupplung allerdings nicht zulässig.

Wie weit kippt die Brücke?

50° nach hinten und 46° zur Seite. Die Kipprichtung wird über zwei Bolzen mit Sicherheitssystem gewählt.

Sind Spannseile dabei?

An den Grundbordwänden ja, an den Aufsätzen nicht. Sie halten die Bordwände beim Kippen in definiertem Winkel und schonen Scharniere und Bordwand.