PRONAR Bauanhänger Tandem, 10,8 t, 8,5 t Nutzlast, ab 62,6 PS
€11,375.00
PRONAR Bauanhänger Tandem, 10,8 t, 8,5 t Nutzlast, ab 62,6 PS
Serienmäßige Ausrüstung
- Fahrgestell aus rechteckigen, geschlossenen Profilen, verschweißt
- 4 Zurrpunkte im Inneren der Mulde: zwei vorne am Boden, zwei hinten an der Seitenwand
- Abgerundete Vorderwand auf ganzer Höhe
- Hydraulische Heckklappe, 325 mm hoch
- Tandem-Fahrwerk mit Trommelbremsen 300 × 90 mm, alle Halbachsen gebremst
- Universal-Starrdeichsel zur Oben- oder Untenanhängung
- Obenanhängung mit starrer Zugöse Ø 40
- Teleskopstützfuß
- 2-Leiter-Druckluftbremse
- Kurbelbremse
- LED-Beleuchtungsanlage 12 V mit seitlichen Umrissleuchten, Rücklichter mit Schutzgitter
- Brückenabstützung für Wartungsarbeiten
- Hinterer Unterfahrschutz, homologiert
- Keile mit Halter
- Lackierung: Fahrgestell bordeaux, Bordwände schwarzgrau RAL 7021
Technische Daten
| Hersteller | PRONAR |
|---|---|
| Produktart | Tandem-Bauanhänger mit Kippmulde |
| Zul. Gesamtgewicht | 10.850 kg |
| Eigengewicht | 2.020 kg |
| Nutzlast | 8.500 kg (je nach Ausstattung) |
| Ladevolumen ohne Aufsätze | 4,5 m³ |
| Muldenmaße innen L × B × H | 3.540 – 3.700 × 2.210 × 550 mm |
| Gesamtmaße L × B × H | 5.380 × 2.400 × 1.560 mm |
| Blechstärke Boden / Bordwände | 4 mm |
| Zurrpunkte | 4 Stück im Muldeninneren |
| Plattformhöhe | 1.010 mm |
| Spurweite | 1.640 mm |
| Aufhängung | Tandem |
| Stützlast | 2.000 kg |
| Bereifung | 400/60-15,5 |
| Zul. Geschwindigkeit | 40 km/h |
| Kippsystem | heckseitig, Kippwinkel 50° |
| Teleskopzylinder | Hublänge 1.700 mm, Ölbedarf 13 l, Betriebsdruck 200 bar |
| Erforderliche Schlepperleistung | 62,6 PS / 46 kW |
Hinweis: Eine AT-Zulassung ist nur für 25 km/h möglich. Alle aufgeführten Parameter gelten bei Einzelzulassung in Deutschland.
Produktbeschreibung
Kompakter Bauanhänger mit 8,5 Tonnen Nutzlast
Der Tandem trägt 8.500 kg bei nur 2.020 kg Eigengewicht und kippt mit 50° nach hinten. Boden und Bordwände sind 4 mm stark, vier Zurrpunkte sitzen im Muldeninneren.
Vier Tonnen pro Tonne Eigengewicht
Das ist das bemerkenswerteste Verhältnis unter den Bauanhängern der Reihe: Der Wagen trägt mehr als das Vierfache seines Eigengewichts.
Wie das erreicht wird: Die Mulde ist mit 4 mm gleichmäßig ausgeführt statt mit 10 mm Boden wie bei den Schwerlastmodellen. Das spart über eine Tonne Eigengewicht – und geht direkt in die Nutzlast.
Für wen das passt: Betriebe, die überwiegend Erde, Sand, Kies und Aushub fahren – also Material ohne die scharfen Kanten von Bauschutt und Gestein.
Nur 62,6 PS und 5,38 m Länge
Der Wagen ist der kompakteste Bauanhänger der Reihe.
- Passt hinter mittlere Betriebsschlepper der 70-PS-Klasse.
- Wendig auf engen Baustellen, in Höfen und auf schmalen Zufahrten.
- 2.400 mm Breite – passt durch Einfahrten, an denen breitere Anhänger scheitern.
- 1.560 mm Gesamthöhe – auch unter niedrigen Toren und Vordächern.
Vier Zurrpunkte im Muldeninneren
Zwei vorne am Boden, zwei hinten an der Seitenwand.
Warum die Lage entscheidend ist: Wird eine Maschine oder Palettenware transportiert, muss sie in alle Richtungen gesichert werden – nach vorne gegen die Bremsverzögerung, nach hinten gegen die Beschleunigung, zur Seite gegen Fliehkräfte. Zurrpunkte im Muldeninneren erlauben Diagonalzurren, das alle drei Richtungen zugleich abdeckt.
Abgerundete Vorderwand
Die Rundung über die ganze Höhe hat einen praktischen Grund: Material rutscht beim Kippen vollständig heraus, statt in der Ecke hängen zu bleiben.
Bei feuchter Erde und Lehm ist das der Unterschied zwischen leerer und halbvoller Mulde – und damit zwischen einer Fuhre und dem Nachräumen von Hand.
Alle Halbachsen gebremst
Ein Detail, das in der Preisliste ausdrücklich genannt wird: Die Trommelbremsen 300 × 90 mm wirken auf alle Halbachsen.
Warum das zählt: Bei 10,85 Tonnen Gesamtgewicht und 40 km/h muss die Bremskraft auf alle Räder verteilt werden. Teilgebremste Tandemachsen führen zu ungleichmäßigem Verschleiß und längerem Bremsweg.
Universal-Deichsel für oben und unten
Die Starrdeichsel ist für Oben- und Untenanhängung ausgelegt.
Warum das flexibel macht: Der Anhänger passt an Schlepper mit Hitch-Kupplung ebenso wie an solche mit Zugmaul in Bockhöhe – ohne Umbau. Bei wechselnden Zugfahrzeugen im Betrieb oder bei Lohnarbeiten ist das bares Geld. Eine Kugelkupplung K80 ist als Zusatzausrüstung erhältlich.
HARDOX als Option – in zwei Ausführungen
Für härtere Einsätze bietet der Hersteller die Mulde in Verschleißstahl an:
| Ausführung | Umfang |
|---|---|
| HARDOX 450HB, 4 mm | Boden, Seitenwände und Vorderwand |
| HARDOX 450HB, 6 mm | Boden und Vorderwand |
Der Unterschied: Die 4-mm-Variante schützt die gesamte Mulde, die 6-mm-Variante konzentriert die Materialstärke auf Boden und Vorderwand – die Stellen mit dem höchsten Verschleiß.
Wann sich das lohnt: bei scharfkantigem Bauschutt, Recyclingmaterial und Gestein. Bei Erde, Sand und Kies genügt die Standardmulde.
Zusätzlich gibt es eine hydraulische Heckklappe mit HARDOX-Oberfläche, nach unten kippbar.
Bis 11 m³ mit Aufsätzen
Die optionalen Aufsätze von 800 mm mit Plexi-Sichtfenster und hinterer Pendelklappe steigern das Volumen von 4,5 auf 11 m³.
Wofür das sinnvoll ist: leichtes Material wie Grüngut, Hackschnitzel, Dämmstoffabbruch und Recyclingmaterial – dort begrenzt das Volumen, nicht das Gewicht.
Die Rechnung: 8,5 Tonnen Erde passen in gut 5 m³ – ohne Aufsätze ist der Anhänger bei schwerem Material passend dimensioniert. Bei Grüngut mit 0,3 t/m³ füllen 8,5 Tonnen dagegen 28 m³ – dort begrenzt das Volumen deutlich.
Pendelnde Flügel-Heckklappe als Option
Sie öffnet beim Kippen selbsttätig und schwingt frei auf.
Was das bringt: Der Materialfluss ist ungehindert, und der Fahrer muss nicht auf die Klappenposition achten. Bei häufigem Abkippen von Schüttgut spart das Zeit – bei Material, das exakt platziert werden soll, ist die hydraulische Klappe die bessere Wahl.
Zulassung
| Zulassungsweg | Zul. Gesamtgewicht | Geschwindigkeit |
|---|---|---|
| Einzelzulassung DE | 10.850 kg | 40 km/h |
| EU-Typgenehmigung | 8.850 kg | 25 km/h |
| AT-Zulassung | – | nur 25 km/h |
Der Unterschied ist doppelt: 2.000 kg weniger Gesamtgewicht und nur noch 25 statt 40 km/h. Das sollte vor der Bestellung geklärt sein. Die EU-Typgenehmigung selbst kostet nur 100 €.
Zusätzliche Ausrüstung
- EU- oder AT-Typengenehmigung inkl. Dokumenten
- Hydraulische Bremse (auf Anfrage)
- Kugelkupplung K80
- Teleskopstützfuß mit Getriebe
- Muldenkiste aus HARDOX 450HB, 4 mm oder 6 mm
- Hydraulische Heckklappe mit HARDOX-Oberfläche, nach unten kippbar
- Pendelnde Flügel-Heckklappe
- Stirnwandhaube
- Aufsätze 800 × 2,5 mm mit Plexi-Sichtfenster und hinterer Pendelklappe für bis zu 11 m³
- Kotflügel an der Hinterachse
- Kunststoff-Tube für Fahrzeugunterlagen
- Ersatzrad
Einsatzgebiete
Garten- und Landschaftsbau, Bauunternehmen und Tiefbau, Kommunen und Bauhöfe, Erdbewegung und Aushub, Gerätevermietung, Landwirtschaft mit Materialtransport, Forstbetriebe, Hausmeisterdienste.
Hinweise zum Betrieb
- Zulassungsweg vor der Bestellung klären – bei EU-Typgenehmigung gelten 8.850 kg und 25 km/h.
- Eine AT-Zulassung ist nur für 25 km/h möglich.
- Stützlast des Zugfahrzeugs prüfen: bis zu 2.000 kg.
- Ladung gegen Verrutschen sichern – die vier Zurrpunkte erlauben Diagonalzurren.
- Beim Kippen auf ebenen, tragfähigen Untergrund achten.
- Mulde nicht unter Freileitungen anheben.
- Vor dem Kippen prüfen, ob die Heckklappe frei öffnen kann.
- Brückenabstützung ist ausschließlich für Wartungsarbeiten vorgesehen.
- Bei scharfkantigem Material die HARDOX-Ausführung erwägen – die Standardmulde ist für Erde, Sand und Kies ausgelegt.
- Radmuttern nach den ersten Betriebsstunden und danach regelmäßig nachziehen.
Häufige Fragen
Wie viel kann der Anhänger laden?
8.500 kg bei 10.850 kg zulässigem Gesamtgewicht – je nach Ausstattung. Mit EU-Typgenehmigung sind es 8.850 kg zulässiges Gesamtgewicht bei 25 km/h.
Welchen Schlepper brauche ich?
62,6 PS beziehungsweise 46 kW und eine Kupplung für 2.000 kg Stützlast. Für das Kippen werden 13 Liter Öl bei 200 bar benötigt.
Warum ist die Nutzlast so hoch?
Die Mulde ist mit 4 mm gleichmäßig ausgeführt statt mit 10 mm Boden wie bei den Schwerlastmodellen. Das spart über eine Tonne Eigengewicht, die direkt in die Nutzlast geht.
Für welches Material eignet sich die Standardmulde?
Für Erde, Sand, Kies und Aushub. Bei scharfkantigem Bauschutt, Recyclingmaterial und Gestein ist die HARDOX-Ausführung die bessere Wahl.
Welche HARDOX-Varianten gibt es?
Zwei: mit 4 mm für Boden, Seitenwände und Vorderwand oder mit 6 mm für Boden und Vorderwand. Die zweite konzentriert die Materialstärke auf die Stellen mit dem höchsten Verschleiß.
Kann ich mehr Volumen bekommen?
Ja, mit den optionalen 800-mm-Aufsätzen samt Plexi-Sichtfenster und hinterer Pendelklappe – dann fasst der Anhänger bis zu 11 m³.
Warum ist die Vorderwand abgerundet?
Damit das Material beim Kippen vollständig herausrutscht, statt in der Ecke hängen zu bleiben. Bei feuchter Erde und Lehm macht das den Unterschied.
Passt der Anhänger durch enge Einfahrten?
Mit 5.380 mm Länge, 2.400 mm Breite und 1.560 mm Höhe ist er der kompakteste Bauanhänger der Reihe.