PRONAR Abschiebewagen 33 t, 46,5 m³, Tridem, zwangsgelenkt, 40 km/h
€57,195.00
PRONAR Abschiebewagen 33 t, 46,5 m³, Tridem, zwangsgelenkt, 40 km/h
Serienmäßige Ausrüstung
- Tridem-Fahrwerk mit Parabelfederung, 1. und 3. Achse zwangsgelenkt, Achsabstand 1.810 mm
- Hydraulische Heckklappe mit Schiebewandsystem und automatischer Verriegelung
- Universal-Deichsel mit Stahlfederung zur Unten- und Obenanhängung, starre Zugöse Ø 40
- Teleskopstützfuß mit Getriebe
- Hydraulisches Lenkungssystem mit Handpumpe zur Anlagenbefüllung, mit vier Manometern
- Mechanisch-hydraulische Zwangslenkung beidseitig nach DIN ISO 26402 – ohne Lenksystem des Schleppers
- 2-Leiter-Druckluftbremse, Trommelbremse 406 × 140 mm
- Pneumatische Feststellbremse
- Beleuchtungsanlage 12 V mit seitlichen Umrissleuchten, Rücklichter mit Schutzgitter
- Sichtfenster an der Schiebewand
- Klappbare Aufstiegsleiter und Trittstufen
- Kornschieber in der Rückwand
- Kunststoff-Kotflügel auf erster und dritter Achse, Metallkotflügel oberhalb der Reifen
- Hinterer Unterfahrschutz, homologiert und klappbar
- Keile mit Halter
- Lackierung: Fahrgestell rot RAL 3000, Bordwände grün RAL 6010
Technische Daten
| Hersteller | PRONAR |
|---|---|
| Produktart | Abschiebewagen, Tridem |
| Zul. Gesamtgewicht | 33.000 kg |
| Technisch zul. Gesamtgewicht (innerbetrieblich) | 35.000 kg |
| Eigengewicht | 9.500 kg |
| Nutzlast | 23.500 kg |
| Ladevolumen | 36,7 m³ ohne Aufsätze / 44,6 m³ mit 400 mm / 46,5 m³ mit 500 mm |
| Muldengröße innen L × B | 8.320 × 2.370 mm |
| Gesamtmaße L × B × H | 10.510 × 2.550 × 3.543 mm |
| Bordwandhöhe | 2.000 mm |
| Blechstärke Boden / Bordwände | 6 / 4 mm |
| Plattformhöhe | 1.500 mm |
| Spurweite | 2.100 mm |
| Aufhängung | Parabelfederung |
| Stützlast | 3.000 kg |
| Bereifung | 445/65 R 22,5 |
| Zul. Geschwindigkeit | 40 km/h |
| Entladesystem | Abschiebesystem |
| Kippwinkel der Schiebewand | 55° |
| Hydraulik | Ölbedarf 40 l, Betriebsdruck 200 bar |
| Erforderliche Schlepperleistung | 182 PS / 133,8 kW |
Hinweis: Alle aufgeführten Parameter gelten bei Einzelzulassung in Deutschland.
Produktbeschreibung
Entladen ohne Kippen
Der Abschiebewagen entleert die Ladung über eine hydraulisch bewegte Schiebewand, die das Material nach hinten aus der Mulde drückt. Die Heckklappe öffnet hydraulisch und verriegelt sich automatisch.
Warum Abschieben statt Kippen – die vier entscheidenden Gründe
- Keine Kippgefahr. Beim Kippen steht die Ladung mehrere Meter hoch über der Achse; auf weichem oder schiefem Untergrund kippt der Wagen um. Beim Abschieben bleibt der Schwerpunkt unten – der Wagen entlädt auch am Hang und auf nassem Boden sicher.
- Entladen in Hallen und unter Leitungen. Ein Muldenkipper braucht beim Kippen die doppelte Bauhöhe. Der Abschiebewagen bleibt bei 3.543 mm – er entlädt in Fahrsilos, Lagerhallen, unter Vordächern und unter Freileitungen.
- Dosiertes Abladen. Die Schiebewand lässt sich gezielt vorfahren – das Material wird im Fahren verteilt, statt als Haufen abgeladen. Beim Beschicken von Fahrsilos und beim Verteilen von Kompost der praktische Unterschied.
- Restlose Entleerung. Klebriges Material – nasse Silage, feuchter Kompost, schwere Erde – bleibt beim Kippen an der Mulde hängen. Die Schiebewand schiebt sie heraus.
Zwangslenkung ohne Schlepperlenkung
Die mechanisch-hydraulische Zwangslenkung nach DIN ISO 26402 arbeitet beidseitig und funktioniert ohne Lenksystem des Schleppers.
Warum das wichtig ist: Viele Zwangslenkungen brauchen einen Lenkungsanschluss am Traktor. Dieses System arbeitet eigenständig – der Wagen passt damit hinter jeden ausreichend starken Schlepper, ohne Umrüstung.
Zum System gehören eine Handpumpe zur Anlagenbefüllung und vier Manometer, an denen sich die Lenkung kontrollieren und einstellen lässt.
6 mm Boden – die Voraussetzung für das Abschiebesystem
Der Boden ist mit 6 mm eine Stufe stärker als bei den Muldenkippern der Baureihe.
Warum das beim Abschieber sein muss: Die Schiebewand zieht die gesamte Ladung über den Boden – bei 23,5 Tonnen entstehen dabei enorme Reibkräfte. Der Boden ist hier Verschleißteil und Kraftträger zugleich.
36,7 bis 46,5 m³ – die Aufsätze
| Aufbau | Volumen | Typische Güter |
|---|---|---|
| ohne Aufsätze (serienmäßig) | 36,7 m³ | Silage, Rüben, Erde, Kompost |
| Aufsätze 400 mm | 44,6 m³ | Getreide, Mais, Hackschnitzel |
| Aufsätze 500 mm (400 + 100 mm) | 46,5 m³ | leichte, voluminöse Güter |
Die Bordwandhöhe beträgt bereits serienmäßig 2.000 mm – die Aufsätze setzen obendrauf.
Hydraulische Seitenklappe als Option
Eine Besonderheit dieses Wagens: Eine 500 mm hohe hydraulische Seitenklappe mit automatischer Verriegelung ist links, rechts oder beidseitig erhältlich; dazu senkt sich die Ladekiste.
Wofür das gut ist: seitliches Entladen – etwa beim Verteilen entlang einer Miete, beim Beschicken von Förderbändern oder beim Abladen an Stellen, an denen hinten kein Platz ist.
Einschränkung: Mit Seitenklappe sind keine Aufsätze möglich. Die Entscheidung fällt also zwischen maximalem Volumen und seitlicher Entladung.
Fahrwerk: Parabelfederung oder Hydraulik mit Liftachse
Serienmäßig arbeitet der Wagen mit Parabelfederung und zwangsgelenkten Außenachsen. Als Zusatzausrüstung gibt es das hydraulische Tridem-Fahrwerk mit hydraulisch stabilisierten und verstellbaren Außenachsen, mittlerer Starrachse und Liftachse.
Zu beachten: Das hydraulische Fahrwerk baut breiter als 2.550 mm – dann sind auch die passenden Kotflügel für die größere Breite erforderlich, und die Druckluftbremse mit hydraulischem ALB wird Pflicht.
Bremsanlage
Serienmäßig 2-Leiter-Druckluftbremse mit Trommelbremse 406 × 140 mm und pneumatischer Feststellbremse. Optional ALB, ALB Premium oder der hydraulische ALB – letzterer ist bei hydraulischer Aufhängung vorgeschrieben.
Sichtfenster an der Schiebewand
Serienmäßig. Der Fahrer sieht, wie weit die Wand vorgefahren ist und wie viel Ladung noch in der Mulde steht – ohne abzusteigen.
Zulassung
| Zulassungsweg | Zul. Gesamtgewicht |
|---|---|
| Einzelzulassung DE | 33.000 kg |
| innerbetrieblich (technisch) | 35.000 kg |
| EU-Typgenehmigung inkl. CoC (mit ALB, 40 km/h) | 30.000 kg |
Zusätzliche Ausrüstung
- AT- oder EU-Typengenehmigung inkl. Dokumenten
- Kugelkupplung K80
- Hydraulischer Stützfuß, einfachwirkend klappbar (ohne Aufpreis)
- Hydraulisches Tridem-Fahrwerk mit Liftachse
- Druckluftbremse mit ALB, ALB Premium oder hydraulischem ALB
- Aufsätze 400 mm oder 500 mm
- Hydraulische Seitenklappe 500 mm, einseitig oder zweiseitig
- Schiebeplane
- Auslaufgosse
- Kotflügel für Baubreiten über 2.550 mm
- Ersatzrad
- Kunststoff-Tube für Fahrzeugunterlagen
- Warndreieck für langsame Anhänger
Einsatzgebiete
Biogasanlagen und Substratlogistik, Lohnunternehmen, Silagetransport und Fahrsilobefüllung, Kompost- und Klärschlammlogistik, Hackschnitzel und Biomasse, große Ackerbaubetriebe, Erdbewegung, Kommunen und Entsorgungsbetriebe.
Hinweise zum Betrieb
- Zulassungsweg vor der Bestellung klären.
- Stützlast des Zugfahrzeugs prüfen: bis zu 3.000 kg.
- Für das Abschieben werden 40 Liter Öl bei 200 bar benötigt.
- Zwangslenkung regelmäßig prüfen; die vier Manometer zeigen den Systemzustand.
- Anlage über die Handpumpe befüllen und entlüften, wenn der Druck abfällt.
- Vor dem Abschieben prüfen, ob die Heckklappe frei öffnen kann und niemand hinter dem Wagen steht.
- Hydraulische Seitenklappe und Aufsätze lassen sich nicht kombinieren.
- Bei hydraulischer Aufhängung ist der hydraulische ALB vorgeschrieben.
- Boden regelmäßig auf Verschleiß kontrollieren – er trägt die Reibung der gesamten Ladung.
- Radmuttern nach den ersten Betriebsstunden und danach regelmäßig nachziehen.
Häufige Fragen
Was ist der Vorteil gegenüber einem Muldenkipper?
Vier Punkte: keine Kippgefahr auf weichem oder schiefem Untergrund, Entladen in Hallen und unter Leitungen ohne zusätzliche Bauhöhe, dosiertes Verteilen im Fahren und restlose Entleerung auch bei klebrigem Material.
Wie viel fasst der Wagen?
36,7 m³ ohne Aufsätze, 44,6 m³ mit 400-mm-Aufsätzen und 46,5 m³ mit 500-mm-Aufsätzen.
Wie viel kann er laden?
23.500 kg bei 33.000 kg zulässigem Gesamtgewicht, innerbetrieblich technisch 35.000 kg. Mit EU-Typgenehmigung sind es 30.000 kg.
Braucht die Zwangslenkung einen Anschluss am Schlepper?
Nein. Die mechanisch-hydraulische Zwangslenkung nach DIN ISO 26402 arbeitet ohne Lenksystem des Schleppers. Zum System gehören eine Handpumpe zur Anlagenbefüllung und vier Manometer.
Warum ist der Boden 6 mm stark?
Die Schiebewand zieht die gesamte Ladung über den Boden – bei 23,5 Tonnen entstehen enorme Reibkräfte. Der Boden ist hier Verschleißteil und Kraftträger zugleich.
Kann ich seitlich entladen?
Ja, mit der optionalen hydraulischen Seitenklappe von 500 mm Höhe, einseitig oder beidseitig. Mit Seitenklappe sind allerdings keine Aufsätze möglich.
Was braucht der Traktor?
182 PS beziehungsweise 133,8 kW, eine Kupplung für 3.000 kg Stützlast und 40 Liter Öl bei 200 bar für das Abschiebesystem.
Was bringt die Liftachse?
Sie gehört zum optionalen hydraulischen Tridem-Fahrwerk. Angehoben spart sie bei Leerfahrten Reifenverschleiß und Rollwiderstand. Zu beachten: Das Fahrwerk baut breiter als 2.550 mm.