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OviNet Maxi, white/blue, 50m, 122cm, single tip

Description

OviNet Maxi, white/blue, 50m, 122cm, single tip

Lieferumfang

  • 1 × AKO Weidezaunnetz, 50 m × 122 cm, weiß/blau, mit Einzelspitze
  • Integrierte robuste Kunststoffpfähle mit verzinkter Bodenspitze

Technische Daten

MerkmalWert
Hersteller AKO
ProduktartWeidezaunnetz / Elektronetz, elektrifizierbar
Länge 50 m
Höhe122 cm
Horizontale Litzen10
Farbeweiß/blau
Pfählerobuste Kunststoffpfähle
BodenspitzeEinzelspitze, verzinkt
LeitermaterialTriCond-Leiterdrähte
Elektrifizierungdurchgehend
Litzenhochwertige, langlebige Kunststofflitzen in Horizontale und Vertikale
Verbindungextrem fest verschweißt
Maschenweiteim unteren Bereich eng
GewichtGewichtsvorteil gegenüber vergleichbaren Netzen dieser Höhe

Produktbeschreibung

Weidezaunnetz von AKO mit 122 cm – die maximale Höhe bei reduziertem Gewicht

Mit 122 cm ist dies das höchste Weidenetz im AKO-Netzprogramm. Es ist für die Anwendungen gedacht, bei denen die üblichen 90 oder 108 cm nicht mehr ausreichen: Schutz vor Eindringlingen von außen bei gleichzeitig sicherem Rückhalt kleinerer Tiere.

122 cm – wofür diese Höhe gebraucht wird

Die Netzhöhe ist die erste Verteidigungslinie gegen Angreifer von außen. Ein Raubtier prüft einen Zaun systematisch: Es sucht die niedrigste Stelle, den größten Bodenabstand, die schwächste Ecke.

Bei 122 cm ist Überspringen kein realistischer Weg mehr. Zusammen mit den zehn stromführenden Litzen und den engen Maschen im unteren Bereich bleibt keine offensichtliche Schwachstelle.

Praktisch relevant ist das bei:

  • Herdenschutz gegen Wolf – wo erhöhte Zaunhöhen gefordert oder empfohlen sind
  • Fuchsabwehr – in Kombination mit den engen unteren Maschen
  • Ziegen und springfreudigen Rassen, die 90-cm-Netze mit Anlauf überwinden
  • Gemischten Beständen mit Jung- und Alttieren

Die Kombination aus Höhe und engen Maschen

Das ist der konzeptionelle Kern dieses Netzes: Ein hohes Netz allein hilft nicht, wenn unten Lücken sind.

Die engen Maschen, gerade im unteren Bereich, wirken in beide Richtungen:

Nach außen – sie machen das Netz besonders sicher gegen Eindringlinge. Fuchs und Marder suchen nicht den Weg über den Zaun, sondern hindurch oder darunter. Eine enge Maschung nimmt ihnen diesen Weg.

Nach innen – sie verhindern das Durchschlüpfen kleinerer Tiere. Ein ausgewachsenes Schaf geht nicht durch eine weite Masche, ein Lamm oder Kitz schon.

Zusammen mit der Höhe ergibt das eine Barriere, die von beiden Seiten funktioniert.

Der Gewichtsvorteil – das praktische Argument

Hohe Netze haben ein bekanntes Problem: Sie werden schwer. Mehr Höhe bedeutet mehr Litzen, mehr Material, längere Pfähle – und irgendwann ist das Netz zwar sicher, aber im Alltag nicht mehr handhabbar.

Dieses Netz bietet gegenüber vergleichbaren Netzen in dieser Höhe einen Gewichtsvorteil. Erreicht wird das durch die Verwendung von Kunststofflitzen auch in der Vertikale statt starrer Streben.

Was das bedeutet:

  • Leichteres Auf- und Abbauen – besonders spürbar, wenn mehrere Netze zu setzen sind
  • Weniger Volumen beim Transport und bei der Lagerung
  • Praktikabel für Umtriebsweide, wo täglich oder wöchentlich umgesetzt wird
  • Auch von einer Person handhabbar

Der bewusste Kompromiss

Ehrlich benannt: Netze mit starren Vertikalstreben stehen in stark unebenem Gelände formstabiler, weil sie die Höhe zwischen den Pfählen mechanisch halten. Sie sind dafür schwerer.

Dieses Netz setzt auf verschweißte Kunststofflitzen in beiden Richtungen – leichter, dafür etwas nachgiebiger bei extremen Bodenunebenheiten.

Die Entscheidung hängt vom Gelände ab: Bei häufigem Umsetzen auf überwiegend ebenen Flächen ist der Gewichtsvorteil das stärkere Argument. In ausgeprägten Hanglagen mit Mulden und Wurzeln kann ein Netz mit starren Streben die bessere Wahl sein.

Extrem fest verschweißte Litzen – in beiden Richtungen

Die hochwertigen und langlebigen Kunststofflitzen in der Horizontalen sowie Vertikalen sind extrem fest miteinander verschweißt.

Das ist bei einem Netz dieser Höhe entscheidend: Zehn horizontale Litzen bedeuten viele Kreuzungspunkte. Verschieben sich diese, verliert das Netz seine Geometrie – die Maschen verziehen sich, aus engen werden weite, und genau der Vorteil der feinen unteren Maschung geht verloren.

Feste Verschweißung hält die Maschengeometrie über Jahre – auch bei häufigem Auf- und Abrollen.

TriCond-Leiterdrähte – durchgehende Elektrifizierung bei exzellenter Leitfähigkeit

Die langlebigen TriCond-Leiterdrähte ermöglichen die durchgehende Elektrifizierung des Netzes bei exzellenter Leitfähigkeit.

Zwei Aspekte machen das wertvoll:

Durchgehende Elektrifizierung heißt: Alle zehn Litzen führen Strom. Es gibt keine stromlose Zone, die ein Tier zum Durchschlüpfen oder ein Angreifer zum Eindringen nutzen könnte. Bei einem Netz, das ausdrücklich gegen Eindringlinge schützen soll, ist das zwingend.

Exzellente Leitfähigkeit bedeutet geringen Spannungsabfall über die Zaunlänge. Wer mehrere Netze koppelt – bei dieser Netzhöhe und Anwendung der Normalfall –, braucht auch am letzten Netz noch wirksame Spannung.

Gerade bei der Raubtierabwehr ist das entscheidend: Ein Tier, das nur einen schwachen Impuls bekommt, lernt daraus nicht – es probiert weiter.

Weiß/Blau – die Signalkombination

Die Farbwahl ist funktional begründet:

Weiß ist für Weidetiere die am besten sichtbare Zaunfarbe – auch bei Dämmerung und Nebel.

Blau wird von AKO gezielt im Wildabwehr- und Herdenschutzbereich eingesetzt. Wildtiere nehmen Farben anders wahr als Menschen; blaue Elemente heben sich für sie deutlich ab und wirken als optische Warnung, bevor der Zaun überhaupt berührt wird.

Für ein Netz, das Eindringlinge von außen fernhalten soll, ist diese Kombination die konsequente Wahl: innen sichtbar für die eigenen Tiere, außen auffällig für Wildtiere.

Robuste Kunststoffpfähle mit verzinkter Bodenspitze

Die verzinkte Bodenspitze steckt im Boden und ist dauerhaft Feuchtigkeit ausgesetzt. Verzinkter Stahl rostet dort nicht durch – eine unbehandelte Spitze wäre nach wenigen Saisons abgefault.

Einzelspitze – leichter im Handling

Diese Ausführung hat Pfähle mit Einzelspitze, also einem Bodennagel:

  • Schneller eingesteckt – ein Nagel geht leichter in den Boden als zwei
  • Weniger Gewicht – konsequent zum Leichtbaukonzept des Netzes
  • Wirtschaftlicher in der Anschaffung

Bei einem 122-cm-Netz wirken allerdings entsprechend große Hebelkräfte auf die Pfähle. Praxis-Tipp: An Netzanfang, Netzende und in den Ecken zusätzliche Unterstützungspfähle setzen – dort wirken die größten Zugkräfte. AKO führt dafür passende verzinkte Stahlpfähle mit Kunststoffummantelung.

Praxis: Das richtige Weidezaungerät

Ein 122-cm-Netz mit zehn Litzen hat sehr viel Leitermaterial und entsprechend viel Kontaktfläche zum Bewuchs. Die Faustregel: Für dieses Netz ein Gerät mit deutlicher Reserve wählen – besonders bei mehreren gekoppelten Netzen, starkem Aufwuchs oder wenn Raubtierabwehr gefordert ist.

Für den Herdenschutz gelten zudem höhere Mindestspannungswerte als für die reine Tierhaltung.

Praxis: Bewuchs freihalten

Der häufigste Grund für nachlassende Hütesicherheit ist Grasbewuchs an der Bodenlitze. Jeder Halm, der die stromführende Litze berührt, leitet Strom ab – und macht die exzellente Leitfähigkeit des Netzes zunichte. Regelmäßiges Ausmähen oder Versetzen hält die Zaunspannung hoch.

Was zu beachten ist

Bei behornten Schafen und Ziegen besteht die Gefahr, dass sich Tiere im Netz verfangen. Hier ist besondere Aufmerksamkeit geboten; alternativ lässt sich innen eine Abstandslitze ziehen.

Für den behördlich anerkannten Herdenschutz gelten je nach Bundesland unterschiedliche Anforderungen an Zaunhöhe, Spannung und Untergrabschutz. Wer Fördermittel beantragt oder im Schadensfall Ausgleichszahlungen erhalten möchte, sollte die jeweiligen Vorgaben vorab prüfen.

Das Netz muss stets unter ausreichender Spannung stehen – ein stromloses Netz wird von Tieren schnell als Hindernis erkannt und überwunden. Regelmäßige Zaunkontrolle mit einem Zaunprüfer ist Pflicht.

Herstellerqualität

AKO-Agrartechnik steht seit über 70 Jahren für Kompetenz in der Weidezauntechnik. Als Teil der Kerbl-Gruppe verbindet das Unternehmen langjährige Entwicklungserfahrung mit durchgängiger Qualitätskontrolle.

Typische Einsatzgebiete

Herdenschutz vor Wolf in Schaf- und Ziegenhaltung, Fuchsabwehr in Kleintier- und Geflügelhaltung, Ziegenhaltung und springfreudige Rassen, Lämmer- und Kitzaufzucht auf der Weide, Wanderschäferei in Wolfsgebieten, Bestände mit Jung- und Alttieren, Umtriebs- und Portionsweide mit häufigem Umsetzen, Landschaftspflege durch Beweidung, Deich- und Böschungspflege, Wildgehege und Tierparks, Hobbytierhaltung mit erhöhtem Schutzbedarf, kommunale Beweidungsprojekte.

Häufige Fragen

Wofür brauche ich 122 cm Netzhöhe?
Für Anwendungen, bei denen 90 oder 108 cm nicht ausreichen: Herdenschutz gegen Wolf, Ziegen und springfreudige Rassen sowie überall dort, wo Eindringlinge von außen ferngehalten werden sollen.

Was bringen die engen Maschen im unteren Bereich?
Sie wirken in beide Richtungen: Nach außen halten sie Fuchs und Marder ab, die nicht über den Zaun, sondern hindurch oder darunter wollen. Nach innen verhindern sie das Durchschlüpfen von Lämmern und Kitzen.

Was bedeutet der Gewichtsvorteil?
Hohe Netze werden schnell schwer und im Alltag unhandlich. Dieses Netz nutzt Kunststofflitzen auch in der Vertikale statt starrer Streben – das spart Gewicht und Volumen und macht es auch für eine Person handhabbar.

Was ist der Unterschied zu Netzen mit starren Vertikalstreben?
Netze mit starren Streben halten in stark unebenem Gelände die Höhe zwischen den Pfählen besser, sind dafür aber schwerer. Dieses Netz ist leichter, dafür bei extremen Bodenunebenheiten etwas nachgiebiger. Bei häufigem Umsetzen auf überwiegend ebenen Flächen überwiegt der Gewichtsvorteil.

Was sind TriCond-Leiterdrähte?
Langlebige Leiterdrähte, die die durchgehende Elektrifizierung des Netzes bei exzellenter Leitfähigkeit ermöglichen. Alle zehn Litzen führen Strom – es gibt keine stromlose Zone.

Warum ist durchgehende Elektrifizierung wichtig?
Weil jede stromlose Litze eine Schwachstelle wäre. Ein Angreifer sucht genau danach – und ein Tier, das eine stromlose Zone findet, nutzt sie.

Warum weiß/blau?
Weiß ist für Weidetiere die am besten sichtbare Zaunfarbe. Blau wird gezielt im Wildabwehr- und Herdenschutzbereich eingesetzt, weil es sich für Wildtiere deutlich abhebt und als optische Warnung wirkt.

Warum müssen die Litzen verschweißt sein?
Zehn horizontale Litzen bedeuten viele Kreuzungspunkte. Verschieben sich diese, verzieht sich die Maschengeometrie – aus engen Maschen werden weite, und der Vorteil der feinen unteren Maschung geht verloren.

Welches Weidezaungerät brauche ich?
Ein 122-cm-Netz mit zehn Litzen hat viel Leitermaterial und Kontaktfläche zum Bewuchs. Wählen Sie ein Gerät mit deutlicher Reserve – für Herdenschutz gelten zudem höhere Mindestspannungswerte.

Sollte ich zusätzliche Pfähle setzen?
An Netzanfang, Netzende und in den Ecken ja. Bei 122 cm Höhe wirken große Hebelkräfte auf die Pfähle; Unterstützungspfähle spannen das Netz und entlasten die integrierten Pfähle.

Erfüllt das Netz die Anforderungen an den Herdenschutz?
Für den behördlich anerkannten Herdenschutz gelten je nach Bundesland unterschiedliche Anforderungen an Zaunhöhe, Spannung und Untergrabschutz. Wer Fördermittel oder Ausgleichszahlungen beansprucht, sollte die Vorgaben vorab prüfen.

Warum lässt die Hütewirkung mit der Zeit nach?
Meist wegen Grasbewuchs an der Bodenlitze – jeder Halm leitet Strom ab. Regelmäßiges Ausmähen oder Versetzen hält die Zaunspannung hoch.

Was ist bei behornten Tieren zu beachten?
Behornte Schafe und Ziegen können sich im Netz verfangen. Hier ist besondere Aufmerksamkeit geboten; alternativ lässt sich innen eine Abstandslitze ziehen.


Manufacturer

AKO

Die Geschichte der AKO-Elektrozaungeräte reicht bis ins Jahr 1942 zurück. Auf den vorhandenen landwirtschaftlichen Flächen sollten möglichst hohe Erträge erwirtschaftet werden. Deshalb wurden Weideflächen nicht mehr großflächig umzäunt, sondern in „Portionsweiden“ aufgeteilt. Leicht und schnell versetzbare Zäune waren gefordert. Teure und schwerfällige Bretter- und Stangenzäune wurden durch Stacheldrahtzäune ersetzt. Doch auch das war keine optimale Lösung. Der Gründer der Firma AKO, Paul Kolb, war mit dem Thema bestens vertraut. Schließlich war er auf einem Bauernhof im Allgäu aufgewachsen. 1942 entwickelte er ein Elektrozaungerät für Netzanschluss.