MULTIWELD 180M-C - WITH ACCESSORIES
€624.10
MULTIWELD 180M-C - WITH ACCESSORIES
Lieferumfang
- 1 × Schweißgerät
- 1 × Zubehörpaket
Hinweis: Der genaue Umfang des Zubehörpakets ist dem Datenblatt zu entnehmen.
Technische Daten
| Hersteller | GYS |
|---|---|
| Produktart | Kompakt-Inverter für MIG/MAG, Fülldraht und MMA |
| Netzanschluss | einphasig, 230 V |
| Schweißstrom | 30 – 180 A |
| Schweißverfahren | MIG/MAG, Fülldraht, E-Hand (MMA) |
| Drahtvorschub | 4-Rollen-Antrieb |
| Drahtdurchmesser | 0,6 – 1,0 mm |
| Drahtspulen | S 200 / B 300 (Ø 200 und 300 mm) |
| Betriebsart | 2-Takt |
| Max. Materialstärke MIG/MAG | 3 mm |
| Schutzart | IP 21 |
| Norm | EN 60974-1 |
| Länge | 530 mm |
| Breite | 280 mm |
| Höhe | 450 mm |
| Gewicht | 16,5 kg |
Produktbeschreibung
Kompakt-Inverter für drei Schweißverfahren
Das Gerät ist eine kompakte einphasige Stromquelle, die die Verfahren MIG/MAG, Fülldraht und E-Hand in einem Gehäuse vereint. Die übersichtliche Bedienoberfläche enthält zwei Digitalanzeigen für einfache und präzise Einstellungen.
Es lässt sich problemlos zum Einsatzort transportieren und eignet sich zum Schweißen von Stahl, Edelstahl und Aluminium bis 3 mm Materialstärke im MIG/MAG-Verfahren.
Drei Verfahren in einem Gerät
Das ist der eigentliche Nutzen dieser Bauart – sie ersetzt zwei bis drei Einzelgeräte.
- MIG/MAG mit Schutzgas. Stahldraht Ø 0,6 und 0,8 mm, Edelstahldraht Ø 0,8 mm, Aluminiumdraht Ø 0,8 und 1,0 mm. Das ist das Verfahren für saubere, zügige Nähte an Blech und dünnwandigen Bauteilen.
- Fülldraht ohne Gas mit Polumkehr, Ø 0,6 und 0,9 mm. Der Draht bringt sein Schutzmittel selbst mit – es wird keine Gasflasche gebraucht.
- E-Hand (MMA) mit basisch und rutil umhüllten Elektroden bis Ø 3,2 mm. Das Verfahren für dickere Werkstücke, Reparaturen und Stellen, an denen ein Brenner nicht hinkommt.
Warum Fülldraht draußen gewinnt
Das ist der Punkt, der bei Reparaturen im Freien den Ausschlag gibt.
MIG/MAG braucht Schutzgas – und Schutzgas wird von Wind weggeblasen. Schon eine leichte Brise reicht, damit die Naht porös wird.
Fülldraht bringt sein Schutzmittel im Draht mit. Damit lässt sich auf dem Hof, auf der Weide und auf der Baustelle arbeiten, wo Schutzgasschweißen nicht funktioniert.
Der zweite Vorteil: keine Flasche mitschleppen. Für den mobilen Einsatz ist das ein erheblicher Unterschied – das Gerät wiegt 16,5 kg, eine Gasflasche deutlich mehr.
Zu beachten: Fülldraht erfordert eine Polumkehr – die Anschlüsse werden getauscht. Das Gerät ist dafür vorbereitet.
Antisticking – die Schweißhilfe beim Elektrodenschweißen
Die integrierte Funktion verringert das Risiko, dass die Elektrode am Werkstück festklebt.
Warum das mehr ist als Komfort: Eine festgeklebte Elektrode wird glühend heiß, weil der Kurzschlussstrom weiterfließt. Der Schweißer muss sie losbrechen – und dabei geht die Umhüllung ab, die Elektrode ist unbrauchbar.
Für Gelegenheitsschweißer ist das die häufigste Frustquelle beim E-Hand-Schweißen. Die Antisticking-Funktion senkt den Strom, sobald ein Kurzschluss erkannt wird – die Elektrode lässt sich lösen, ohne festzubrennen.
Zwei Digitalanzeigen und Schweißtabelle
Die Bedienoberfläche zeigt Spannung und Drahtvorschub getrennt an. Das ist der Unterschied zu Geräten mit Skalenrädern: Eine einmal gefundene Einstellung lässt sich notieren und exakt wiederherstellen.
Auf der Frontplatte befindet sich zudem eine Schweißhilfstabelle für die Einstellung von Spannung und Drahtvorschubgeschwindigkeit.
Warum die Tabelle praktisch zählt: Wer nicht täglich schweißt, kennt die Werte nicht auswendig. Die Tabelle am Gerät erspart das Nachschlagen – und sie ist auch dann da, wenn die Anleitung längst verlegt ist.
Das Display ist auch bei hellen Lichtverhältnissen ablesbar, und die Bedienung über Tasten und Drehräder funktioniert mit Handschuhen.
Manuelle Einstellung der Lichtbogendynamik
Die Dynamik bestimmt, wie hart oder weich der Lichtbogen arbeitet.
Was sich damit steuern lässt: Ein härterer Lichtbogen dringt tiefer ein – gut bei dickerem Material und verzunderten Oberflächen. Ein weicherer Lichtbogen spritzt weniger und ist bei Dünnblech die bessere Wahl, weil er nicht durchbrennt.
Bei einem Gerät, das Blech ebenso wie dickere Teile verarbeiten soll, ist diese Einstellung ein echter Gewinn.
4-Rollen-Drahtantrieb
Vier Rollen statt zwei – das ist ungewöhnlich in dieser Geräteklasse.
Was das bewirkt: Der Draht wird an zwei Stellen geführt statt an einer. Der Anpressdruck verteilt sich, und der Vorschub läuft gleichmäßiger.
Besonders wichtig bei Aluminiumdraht: Aluminium ist weich und neigt dazu, unter dem Anpressdruck zu stauchen. Bei einem 2-Rollen-Antrieb muss der Druck hoch sein, damit der Draht überhaupt gefördert wird – und genau dann verformt er sich und verklemmt im Schlauchpaket. Vier Rollen brauchen weniger Druck je Kontaktstelle.
Dass das Gerät Aluminiumdraht bis Ø 1,0 mm verarbeitet, hängt unmittelbar damit zusammen.
Spulen bis Ø 300 mm
Das Gerät nimmt Drahtspulen mit Ø 200 und 300 mm auf.
Warum die große Spule zählt: Eine 300er-Spule fasst ein Vielfaches einer kleinen. Bei regelmäßiger Arbeit bedeutet das weniger Spulenwechsel – und der Draht ist je Kilogramm deutlich günstiger.
Dass ein Gerät dieser Größe die große Spule aufnimmt, ist nicht selbstverständlich.
Robust und transportabel
Das Gerät hat ein verstärktes Gehäuse und stoßdämpfende Füße.
Mit 16,5 kg bei 530 × 280 × 450 mm lässt es sich tragen und im Fahrzeug mitführen. Schutzart IP 21 bedeutet Schutz gegen senkrecht fallendes Tropfwasser – die Arbeit im Freien ist damit möglich, dauerhafte Nässe jedoch nicht.
Was sich schweißen lässt
Stahl, Edelstahl und Aluminium bis 3 mm im MIG/MAG-Verfahren. Beim E-Hand-Schweißen lassen sich mit Elektroden bis Ø 3,2 mm auch dickere Werkstücke bearbeiten.
Zur Einordnung: 180 A sind für Reparaturen, Anbauteile, Rahmen und Blecharbeiten ausgelegt. Für dicke Konstruktionsteile und lange Nähte im Dauerbetrieb ist eine größere, dreiphasige Maschine die richtige Wahl.
Einphasiger Anschluss
Das Gerät läuft am einphasigen 230-V-Netz – kein Drehstrom erforderlich.
Was das praktisch bedeutet: Es arbeitet an jeder ordentlich abgesicherten Steckdose. Auf dem Hof, in der Garage, auf der Baustelle und am Einsatzort ist das oft der entscheidende Punkt – Drehstrom ist dort nicht überall verfügbar.
Zu prüfen: die Absicherung des Stromkreises. Ein Schweißgerät zieht beim Zünden kurzzeitig erheblichen Strom; ein schwach abgesicherter Kreis löst aus.
Einsatzgebiete
Landwirtschaftliche Betriebe und Hofwerkstätten, Lohnunternehmen, Kfz- und Nutzfahrzeugwerkstätten, Karosseriebau, Metallbau und Schlossereien, Bauhöfe und Kommunalbetriebe, Instandhaltung und Reparatur, Handwerksbetriebe, Gerätevermietung, ambitionierte Heimwerker.
Hinweise zum Betrieb
- Absicherung des Stromkreises prüfen. Ein Schweißgerät zieht beim Zünden kurzzeitig erheblichen Strom.
- Persönliche Schutzausrüstung verwenden: Schweißerschutzschild mit geeigneter Schutzstufe, Schweißerhandschuhe, schwer entflammbare Kleidung und festes Schuhwerk.
- Für ausreichende Lüftung sorgen. Schweißrauch ist gesundheitsschädlich; beim Edelstahlschweißen gelten besondere Anforderungen.
- Brandschutz beachten. Brennbare Stoffe aus dem Funkenflugbereich entfernen und eine Brandwache vorsehen.
- Bei Fülldraht die Polumkehr vornehmen – sonst entsteht keine brauchbare Naht.
- Rollentyp zum Drahtwerkstoff wählen. Für Aluminium sind andere Rollen erforderlich als für Stahl.
- Schutzart IP 21 beachten: Schutz gegen Tropfwasser, nicht gegen Regen und Spritzwasser.
- Einschaltdauer beachten. Das Gerät braucht nach längeren Nähten eine Abkühlphase; die Werte sind dem Datenblatt zu entnehmen.
- Schlauchpaket nicht aufwickeln, während geschweißt wird – das erzeugt Induktivität und stört den Lichtbogen.
- Gasflasche bei MIG/MAG gegen Umfallen sichern.
Häufige Fragen
Welche Verfahren beherrscht das Gerät?
Drei: MIG/MAG mit Schutzgas, Fülldraht ohne Gas und E-Hand (MMA). Damit ersetzt es zwei bis drei Einzelgeräte.
Welche Drähte und Elektroden kann ich verwenden?
MIG/MAG: Stahldraht Ø 0,6 und 0,8 mm, Edelstahldraht Ø 0,8 mm, Aluminiumdraht Ø 0,8 und 1,0 mm. Fülldraht mit Polumkehr: Ø 0,6 und 0,9 mm. MMA: basisch und rutil umhüllte Elektroden bis Ø 3,2 mm.
Wann ist Fülldraht die bessere Wahl?
Im Freien. MIG/MAG braucht Schutzgas, und Schutzgas wird von Wind weggeblasen – schon eine leichte Brise reicht, damit die Naht porös wird. Fülldraht bringt sein Schutzmittel im Draht mit. Der zweite Vorteil: keine Flasche mitschleppen. Für den mobilen Einsatz ist das ein erheblicher Unterschied.
Was muss ich beim Fülldraht beachten?
Die Polumkehr – die Anschlüsse werden getauscht. Das Gerät ist dafür vorbereitet. Ohne Polumkehr entsteht keine brauchbare Naht.
Was leistet die Antisticking-Funktion?
Sie verringert das Risiko, dass die Elektrode am Werkstück festklebt. Das ist mehr als Komfort: Eine festgeklebte Elektrode wird glühend heiß, weil der Kurzschlussstrom weiterfließt – beim Losbrechen geht die Umhüllung ab, und die Elektrode ist unbrauchbar. Die Funktion senkt den Strom, sobald ein Kurzschluss erkannt wird.
Was bringen die zwei Digitalanzeigen?
Sie zeigen Spannung und Drahtvorschub getrennt an. Der Unterschied zu Geräten mit Skalenrädern: Eine einmal gefundene Einstellung lässt sich notieren und exakt wiederherstellen. Zudem ist das Display auch bei hellen Lichtverhältnissen ablesbar, und die Bedienung funktioniert mit Handschuhen.
Wozu die Schweißtabelle auf der Front?
Wer nicht täglich schweißt, kennt die Werte für Spannung und Drahtvorschub nicht auswendig. Die Tabelle am Gerät erspart das Nachschlagen – und sie ist auch dann da, wenn die Anleitung längst verlegt ist.
Was bewirkt die Einstellung der Lichtbogendynamik?
Sie bestimmt, wie hart oder weich der Lichtbogen arbeitet. Ein härterer Lichtbogen dringt tiefer ein – gut bei dickerem Material und verzunderten Oberflächen. Ein weicherer spritzt weniger und ist bei Dünnblech die bessere Wahl, weil er nicht durchbrennt.
Warum ein 4-Rollen-Antrieb?
Der Draht wird an zwei Stellen geführt statt an einer. Der Anpressdruck verteilt sich, und der Vorschub läuft gleichmäßiger. Besonders wichtig bei Aluminium: Das Material ist weich und neigt dazu, unter dem Anpressdruck zu stauchen. Bei einem 2-Rollen-Antrieb muss der Druck hoch sein, damit der Draht gefördert wird – und genau dann verformt er sich und verklemmt im Schlauchpaket. Vier Rollen brauchen weniger Druck je Kontaktstelle.
Welche Drahtspulen passen?
Ø 200 und 300 mm. Eine 300er-Spule fasst ein Vielfaches einer kleinen – das bedeutet weniger Spulenwechsel, und der Draht ist je Kilogramm deutlich günstiger. Dass ein Gerät dieser Größe die große Spule aufnimmt, ist nicht selbstverständlich.
Welche Materialstärken sind möglich?
Stahl, Edelstahl und Aluminium bis 3 mm im MIG/MAG-Verfahren. Beim E-Hand-Schweißen lassen sich mit Elektroden bis Ø 3,2 mm auch dickere Werkstücke bearbeiten. Zur Einordnung: 180 A sind für Reparaturen, Anbauteile, Rahmen und Blecharbeiten ausgelegt – für dicke Konstruktionsteile und lange Nähte im Dauerbetrieb ist eine größere, dreiphasige Maschine die richtige Wahl.
Brauche ich Drehstrom?
Nein. Das Gerät läuft am einphasigen 230-V-Netz und arbeitet an jeder ordentlich abgesicherten Steckdose. Auf dem Hof, in der Garage und auf der Baustelle ist das oft der entscheidende Punkt. Zu prüfen ist die Absicherung: Ein Schweißgerät zieht beim Zünden kurzzeitig erheblichen Strom.
Kann ich im Freien arbeiten?
Schutzart IP 21 bedeutet Schutz gegen senkrecht fallendes Tropfwasser – die Arbeit im Freien ist möglich, dauerhafte Nässe jedoch nicht. Bei Wind ist Fülldraht die richtige Wahl.