Knurled kit, 6-piece
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Knurled kit, 6-piece
Lieferumfang
- 1 × Rändelhalter, brüniert, mit Pendelgabelkopf
- 1 × montiertes Rändelradpaar HSS, Rändelung RGE 30°, Teilung 1,0 mm
- 5 × Rändelradpaar HSS, Rändelung RGE 30°, Teilungen 0,5 / 0,6 / 0,8 / 1,6 / 2,0 mm
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Hersteller | ELMAG |
| Produktart | Rändel-Set für Drehmaschinen, 6-teilig |
| Rändelhalter | robust, brüniert |
| Kopfausführung | Pendelgabelkopf für flexible Zentrierung |
| Schafthöhe | 20 mm |
| Schaftbreite | 18 mm |
| Gesamtlänge | 136 mm |
| Rändelräder Werkstoff | HSS |
| Rändelung | RGE 30° |
| Montiertes Radpaar | Teilung 1,0 mm |
| Zusätzliche Radpaare | 5 Paare, Teilungen 0,5 / 0,6 / 0,8 / 1,6 / 2,0 mm |
| Rändelrad Außendurchmesser | 26 mm |
| Rändelrad Innendurchmesser | 8 mm |
| Rändelrad Höhe | 8 mm |
Produktbeschreibung
Rändel-Set von ELMAG – griffige Oberflächen auf der Drehmaschine erzeugen
Sauber gefertigte Rändelprofile sehen gut aus und fördern eine sichere und intuitiv richtige Bedienung von Bauteilen, die von Hand gegriffen werden.
Dieses Set macht aus jeder Drehmaschine mit passendem Werkzeughalter eine Maschine, die Rändelungen in sechs verschiedenen Teilungen erzeugt.
Was Rändeln leistet
Rändeln ist ein umformendes Verfahren – nicht spanend. Das Rändelrad wird radial in das rotierende Werkstück gedrückt und prägt das Profil in die Oberfläche.
Der Nutzen ist zweifach:
Funktional – Griffigkeit. Alles, was von Hand gedreht, gezogen oder gehalten wird, braucht eine griffige Oberfläche: Rändelschrauben, Stellräder, Einstellknöpfe, Handgriffe, Spannmuttern und Werkzeuggriffe. Eine glatte Drehteiloberfläche rutscht – besonders mit öligen oder feuchten Händen.
Optisch – Wertigkeit. Eine sauber ausgeführte Rändelung ist ein Qualitätsmerkmal. Sie signalisiert, dass ein Bauteil zum Anfassen gedacht ist.
Und genau das meint der Hersteller mit „intuitiv richtiger Bedienung": Eine gerändelte Fläche sagt dem Benutzer wortlos, wo er anfassen soll. Das ist Bedienerführung durch Gestaltung.
Ein weiterer, oft übersehener Nutzen: Durchmesservergrößerung
Weil Rändeln umformt statt zerspant, wächst der Werkstückdurchmesser dabei um etwa ein Drittel bis die Hälfte der Profiltiefe.
Das nutzt man gezielt: Ein zu klein geratener Passungsdurchmesser lässt sich durch Rändeln aufmaßen, sodass ein Lager, eine Buchse oder ein Stift wieder fest sitzt. In der Reparaturtechnik ist das ein bewährter Kniff, wenn ein Neuteil nicht verfügbar ist.
Der Pendelgabelkopf – das entscheidende Konstruktionsmerkmal
Der Rändelhalter mit Pendelgabelkopf für flexible Zentrierung ist der technische Kern dieses Sets.
Das Problem, das er löst: Beim Rändeln mit zwei gegenüberliegenden Rädern müssen beide gleichmäßig in das Werkstück drücken. Steht der Halter auch nur minimal schief oder ist die Werkstückachse nicht exakt getroffen, drückt ein Rad stärker als das andere.
Die Folgen einer ungleichmäßigen Belastung:
Unsauberes Profil – die Rändelung wird auf einer Seite tiefer als auf der anderen.
Rändelräder brechen aus. HSS-Räder sind hart, aber spröde – einseitige Überlastung führt zum Zahnausbruch.
Werkstück wird verbogen – besonders bei dünnen, langen Teilen.
Erhöhte Belastung von Werkzeughalter und Schlitten.
Die Lösung: Der Pendelgabelkopf ist beweglich gelagert. Er richtet sich selbsttätig zum Werkstück aus – beide Räder liegen automatisch mit gleichem Druck an, unabhängig davon, wie exakt der Halter eingestellt wurde.
Praktisch bedeutet das: schnelleres Rüsten, sauberere Ergebnisse, längere Standzeit der Rändelräder.
Zweiseitiges Rändeln – der Kraftausgleich
Der Gabelkopf mit zwei gegenüberliegenden Rädern hat einen zweiten, ebenso wichtigen Vorteil: Die Radialkräfte heben sich auf.
Beim Rändeln entstehen erhebliche Kräfte – das Material wird schließlich kalt umgeformt. Ein einseitig angesetztes Rändelrad drückt das Werkstück zur Seite. Bei dünnen Teilen führt das zum Verbiegen, bei allen Teilen zur Belastung von Spindellagern und Reitstock.
Mit zwei gegenüberliegenden Rädern gleichen sich die Kräfte aus. Das Werkstück wird zwischen ihnen gehalten statt weggedrückt.
Der praktische Effekt: Auch schlanke Teile lassen sich rändeln, ohne dass sie sich durchbiegen – und die Maschine wird geschont.
RGE 30° – die Kreuzrändelung
Die Rändelräder erzeugen ein Profil in RGE 30°.
Diese Kennzeichnung nach DIN 82 beschreibt die verbreitetste Rändelform:
R – Rändelung
GE – gekreuzt erhaben
30° – Flankenwinkel
Was „gekreuzt erhaben" bedeutet: Zwei sich kreuzende Linienscharen erzeugen ein rautenförmiges Muster mit erhabenen Pyramidenspitzen.
Warum diese Form die richtige Wahl ist:
Griffigkeit in alle Richtungen. Anders als eine reine Längsrändelung greift das Kreuzmuster sowohl beim Drehen als auch beim Ziehen und Schieben.
Die erhabene Ausführung erzeugt Spitzen, die in die Haut oder den Handschuh greifen – deutlich griffiger als vertiefte Profile.
Der Standard. RGE 30° ist die mit Abstand häufigste Rändelform – Ersatzräder und Vergleichsteile sind problemlos verfügbar.
Sechs Teilungen von 0,5 bis 2,0 mm – die ganze Bandbreite
Das Set deckt sechs Teilungen ab:
| Teilung | Charakter | Typische Anwendung |
|---|---|---|
| 0,5 mm | sehr fein | Kleinteile, Feinmechanik, Stellräder |
| 0,6 mm | fein | kleine Rändelschrauben, Messwerkzeuge |
| 0,8 mm | mittelfein | Standardanwendungen bei kleinen Durchmessern |
| 1,0 mm | mittel (montiert) | der universelle Allrounder |
| 1,6 mm | grob | größere Durchmesser, robuste Griffe |
| 2,0 mm | sehr grob | Handgriffe, Spannelemente, große Teile |
Die Regel für die Auswahl: Die Teilung sollte zum Werkstückdurchmesser und zur Handhabung passen.
Feine Teilung auf großen Durchmessern wirkt beliebig und greift schlecht – zu viele, zu kleine Spitzen.
Grobe Teilung auf kleinen Durchmessern erzeugt nur wenige, unregelmäßige Zähne, weil der Umfang nicht durch die Teilung teilbar ist – das Profil „läuft aus" und sieht unsauber aus.
Warum die Teilung mathematisch passen muss
Ein technischer Punkt, der über Erfolg oder Misserfolg entscheidet: Der Werkstückumfang sollte ein ganzzahliges Vielfaches der Teilung sein.
Ist er das nicht, treffen die Zähne bei der zweiten Umdrehung nicht mehr in die zuvor geprägten Rillen. Das Ergebnis ist ein doppeltes, verwaschenes Profil statt einer sauberen Rändelung.
Deshalb sind sechs Teilungen so wertvoll: Man kann für nahezu jeden Durchmesser eine Teilung finden, die aufgeht – statt den Durchmesser ändern zu müssen.
Praxis-Tipp: Umfang berechnen (Durchmesser × 3,1416) und durch die Teilung teilen. Kommt eine ganze Zahl oder ein Wert sehr nahe daran heraus, passt die Teilung. Alternativ den Durchmesser um wenige Zehntel korrigieren, bis es aufgeht.
HSS-Rändelräder – der richtige Werkstoff
Die Rändelräder bestehen aus HSS (Schnellarbeitsstahl).
Warum das die passende Wahl ist:
Hohe Härte – die Voraussetzung, um Stahl kalt umzuformen. Ein weicheres Rad würde sich selbst verformen statt das Werkstück.
Zähigkeit. HSS ist bei vergleichbarer Härte deutlich bruchzäher als Hartmetall. Beim Rändeln wirken Stoßbelastungen – jeder Zahn schlägt beim Eingriff auf das Material. Hartmetall wäre hier zu spröde.
Nachschärfbar und dauerhaft. HSS-Räder halten bei sachgemäßem Einsatz sehr lange – die Zahnform nutzt sich langsam und gleichmäßig ab.
Robuster, brünierter Rändelhalter
Der Halter ist robust ausgeführt und brüniert.
Robust ist beim Rändeln kein Marketingwort: Die Umformkräfte sind erheblich – deutlich höher als beim normalen Drehen. Ein nachgebender Halter federt weg, das Profil wird flach und ungleichmäßig.
Brüniert bedeutet eine schwarze Oxidschicht auf dem Stahl. Ihr Nutzen:
Korrosionsschutz – wichtig bei einem Werkzeug, das mit Kühlschmierstoff in Kontakt kommt und zwischen den Einsätzen im Werkzeugschrank liegt.
Kein Aufmaß. Anders als eine Beschichtung verändert Brünieren die Maße nicht – die Passung des Schafts im Werkzeughalter bleibt exakt.
Reduzierte Reflexion – ein praktischer Nebeneffekt bei der Arbeit unter Maschinenbeleuchtung.
Schaftmaße 20 × 18 mm bei 136 mm Länge
Die Schaftmaße bestimmen, in welchen Werkzeughalter das Werkzeug passt.
Schafthöhe 20 mm, Schaftbreite 18 mm ist eine Auslegung für Drehmaschinen mittlerer Größe – passend zu Werkzeughaltern für 20-mm-Werkzeuge.
Wichtig vor dem Kauf: Die Aufnahme des vorhandenen Werkzeughalters oder Schnellwechselsystems prüfen. Bei kleineren Maschinen mit 16-mm-Aufnahme passt das Werkzeug nicht.
Die Gesamtlänge von 136 mm ist bewusst kompakt: Sie erlaubt eine kurze Auskraglänge aus dem Halter – und je kürzer das Werkzeug auskragt, desto steifer steht es. Bei den hohen Rändelkräften ist das entscheidend.
Rändelräder Ø 26 × 8 mm mit 8-mm-Bohrung
Die Radgeometrie – Außendurchmesser 26 mm, Innendurchmesser 8 mm, Höhe 8 mm – ist eine gängige Baugröße.
Der praktische Nutzen: Ersatz- und Zusatzräder sind auch von anderen Herstellern verfügbar. Wer eine Teilung braucht, die nicht im Set enthalten ist, findet passende Räder im Fachhandel.
Die Radhöhe von 8 mm bestimmt die maximale Breite der Rändelung in einem Durchgang. Breitere Flächen lassen sich durch axiales Verschieben rändeln – das Profil setzt sich dabei fort, sofern man exakt in der Teilung bleibt.
Praxis: Wie gerändelt wird
Niedrige Drehzahl wählen. Rändeln ist Umformen, nicht Zerspanen – hohe Drehzahlen bringen nichts außer Wärme und Verschleiß. Als Richtwert gelten deutlich niedrigere Werte als beim Drehen desselben Werkstoffs.
Kräftig zustellen. Das Profil muss in einem oder wenigen Durchgängen auf volle Tiefe geprägt werden. Zaghaftes Zustellen erzeugt ein flaches, verwaschenes Muster – und dann trifft man beim Nachsetzen die Rillen nicht mehr.
Gut schmieren. Reichlich Öl oder Kühlschmierstoff reduziert die Reibung, verhindert Aufbauschneiden am Rad und verbessert die Profilqualität erheblich.
Späne fernhalten. Beim Rändeln entstehen zwar kaum Späne, aber Materialpartikel setzen sich in den Radzähnen fest. Zwischendurch reinigen.
Werkstück gut abstützen. Trotz Kraftausgleich durch den Gabelkopf: Bei langen Teilen Reitstock oder Lünette verwenden.
Geeignete Werkstoffe
Rändeln funktioniert bei allen Werkstoffen, die sich kalt umformen lassen:
Baustahl und Automatenstahl – die klassischen Anwendungen, sehr gut rändelbar.
Aluminium und Messing – lassen sich leicht rändeln, allerdings mit geringeren Kräften arbeiten, da das Material schnell ausbricht.
Kupfer – gut umformbar.
Weniger geeignet: gehärteter Stahl (zu hart), spröder Guss (bricht statt sich zu formen) und viele Kunststoffe (fließen zurück oder reißen).
Was zu beachten ist
Werkzeughalter-Aufnahme prüfen. Schafthöhe 20 mm, Schaftbreite 18 mm.
Auf Mittenhöhe einstellen. Das Werkzeug muss auf Werkstückmitte stehen. Der Pendelgabelkopf gleicht kleine Abweichungen aus, ersetzt aber keine grundsätzlich falsche Einstellung.
Teilung passend zum Umfang wählen. Umfang durch Teilung teilen – das Ergebnis sollte möglichst ganzzahlig sein.
Kurze Auskraglänge. Werkzeug so weit wie möglich im Halter einspannen.
Reichlich schmieren.
Rändelräder regelmäßig reinigen – festsitzende Materialpartikel verderben das Profil und beschädigen die Zähne.
Persönliche Schutzausrüstung: Schutzbrille, eng anliegende Kleidung. Keine Handschuhe an der laufenden Drehmaschine.
Nicht in die laufende Maschine greifen – auch nicht zum Reinigen der Räder.
Nach Gebrauch reinigen und leicht ölen. Trotz Brünierung: Kühlschmierstoffreste sollten entfernt werden.
Herstellerqualität
ELMAG gewährt 2 Jahre Vollgarantie, die sich bei Registrierung auf 3 Jahre erweitern lässt, und sichert die Ersatzteilversorgung über 15 Jahre.
Typische Einsatzgebiete
Drehteilefertigung und Lohnfertigung, Werkzeug- und Vorrichtungsbau, Feinmechanik und Gerätebau, Maschinenbau und Metallverarbeitung, Herstellung von Rändelschrauben und Rändelmuttern, Stellräder und Einstellknöpfe, Handgriffe und Bediengriffe, Spannelemente und Klemmhebel, Reparatur- und Instandhaltungswerkstätten, Passungen aufmaßen bei Reparaturen, Modell- und Prototypenbau, Ausbildungsbetriebe und Lehrwerkstätten, Hobbydrehen und Modellbau.
Häufige Fragen
Was ist Rändeln?
Ein umformendes Verfahren – kein spanendes. Das Rändelrad wird radial in das rotierende Werkstück gedrückt und prägt das Profil in die Oberfläche.
Wofür brauche ich eine Rändelung?
Für Griffigkeit an allem, was von Hand gedreht, gezogen oder gehalten wird: Rändelschrauben, Stellräder, Einstellknöpfe, Handgriffe, Spannmuttern. Zudem signalisiert eine gerändelte Fläche dem Benutzer wortlos, wo er anfassen soll.
Kann ich mit Rändeln auch Durchmesser vergrößern?
Ja. Weil Rändeln umformt statt zerspant, wächst der Durchmesser um etwa ein Drittel bis die Hälfte der Profiltiefe. In der Reparaturtechnik nutzt man das, um zu klein geratene Passungen wieder festsitzend zu machen.
Was ist ein Pendelgabelkopf?
Ein beweglich gelagerter Werkzeugkopf, der sich selbsttätig zum Werkstück ausrichtet. Beide Rändelräder liegen dadurch mit gleichem Druck an – unabhängig davon, wie exakt der Halter eingestellt wurde. Das ergibt schnelleres Rüsten, sauberere Profile und längere Standzeit der Räder.
Warum zwei gegenüberliegende Räder?
Weil sich die Radialkräfte dadurch aufheben. Ein einseitiges Rändelrad drückt das Werkstück zur Seite – bei dünnen Teilen bis zum Verbiegen. Mit zwei Rädern wird das Werkstück gehalten statt weggedrückt; auch schlanke Teile lassen sich sicher rändeln, und die Maschine wird geschont.
Was bedeutet RGE 30°?
Die Kennzeichnung nach DIN 82: R für Rändelung, GE für gekreuzt erhaben, 30° für den Flankenwinkel. Zwei sich kreuzende Linienscharen erzeugen ein rautenförmiges Muster mit erhabenen Pyramidenspitzen – die verbreitetste und griffigste Rändelform.
Welche Teilungen sind enthalten?
Sechs: 0,5 / 0,6 / 0,8 / 1,0 / 1,6 / 2,0 mm. Das 1,0-mm-Paar ist bereits im Halter montiert.
Welche Teilung soll ich wählen?
Feine Teilungen (0,5–0,8 mm) für Kleinteile und Feinmechanik, mittlere (1,0 mm) als Allrounder, grobe (1,6–2,0 mm) für größere Durchmesser und robuste Handgriffe. Wichtig ist zudem, dass der Werkstückumfang möglichst ein ganzzahliges Vielfaches der Teilung ist.
Warum muss die Teilung zum Umfang passen?
Weil die Zähne sonst bei der zweiten Umdrehung nicht mehr in die zuvor geprägten Rillen treffen. Das Ergebnis wäre ein doppeltes, verwaschenes Profil. Umfang berechnen (Durchmesser × 3,1416) und durch die Teilung teilen – das Ergebnis sollte möglichst ganzzahlig sein.
Warum HSS und nicht Hartmetall?
Weil beim Rändeln Stoßbelastungen wirken – jeder Zahn schlägt beim Eingriff auf das Material. HSS ist bei vergleichbarer Härte deutlich bruchzäher als Hartmetall, das hier zu spröde wäre.
Passt der Halter in meine Maschine?
Die Schafthöhe beträgt 20 mm, die Schaftbreite 18 mm. Vor dem Kauf die Aufnahme des vorhandenen Werkzeughalters oder Schnellwechselsystems prüfen – bei 16-mm-Aufnahmen passt das Werkzeug nicht.
Bekomme ich Ersatzräder?
Ja. Die Radgeometrie – Außendurchmesser 26 mm, Innendurchmesser 8 mm, Höhe 8 mm – ist eine gängige Baugröße; passende Räder sind auch von anderen Herstellern im Fachhandel erhältlich.
Wie breit kann ich rändeln?
Die Radhöhe von 8 mm bestimmt die Breite in einem Durchgang. Breitere Flächen lassen sich durch axiales Verschieben rändeln – sofern man exakt in der Teilung bleibt.
Mit welcher Drehzahl rändele ich?
Deutlich niedriger als beim Drehen desselben Werkstoffs. Rändeln ist Umformen, nicht Zerspanen – hohe Drehzahlen bringen nur Wärme und Verschleiß.
Wie tief muss ich zustellen?
Kräftig. Das Profil muss in einem oder wenigen Durchgängen auf volle Tiefe geprägt werden. Zaghaftes Zustellen erzeugt ein flaches, verwaschenes Muster – und beim Nachsetzen trifft man die Rillen nicht mehr.
Brauche ich Kühlschmierstoff?
Ja, reichlich. Öl oder Kühlschmierstoff reduziert die Reibung, verhindert Aufbauschneiden am Rad und verbessert die Profilqualität erheblich.
Welche Werkstoffe kann ich rändeln?
Alles, was sich kalt umformen lässt: Baustahl und Automatenstahl (ideal), Aluminium, Messing und Kupfer (mit geringeren Kräften). Weniger geeignet sind gehärteter Stahl, spröder Guss und viele Kunststoffe.
Warum ist der Halter brüniert?
Zum Korrosionsschutz – wichtig bei einem Werkzeug, das mit Kühlschmierstoff in Kontakt kommt. Anders als eine Beschichtung verändert Brünieren die Maße nicht, sodass die Passung des Schafts exakt bleibt.