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For digital position display SINO – glass measuring rod Mod. KA 300/470

Description

For digital position display SINO – glass measuring rod Mod. KA 300/470

Lieferumfang

  • 1 × Glasmaßstab im Hohlprofil
  • Schutzabdeckung
  • 3 m Anschlusskabel
  • Anbauschiene und Montagematerial
  • Montageanleitung
  • Messprotokoll

Technische Daten

MerkmalWert
HerstellerELMAG
ProduktartInkrementaler Glasmaßstab für digitale Positionsanzeigen
Verfahrweg470 mm
Gesamtlänge560 mm
Einbaulänge576 mm
Auflösung0,02 / 0,005 mm (5 µm)
Genauigkeit± 0,005 mm
Max. Verfahrgeschwindigkeit120 m/min
SignalausgangEIA 422A Line-Driver
AnschlussSUB-D
Spannungsversorgung5 V ± 5 %, 80 mA
Betriebstemperatur0 – 45 °C
SchutzartIP 55
ProfilHohlprofil 25 × 34,5 mm
Einbauhöhe62,5 mm
Messkopffür inkrementale Wegmessung, mit Präzisionslager
Kompatibilitätdigitale Positionsanzeigen SINO

Produktbeschreibung

Glasmaßstab von ELMAG – hochpräzise elektronische Messung der Achsposition an Werkzeugmaschinen

Dieser inkrementale Glasmaßstab erfasst die Achsposition einer Werkzeugmaschine elektronisch und liefert das Signal an eine digitale Positionsanzeige.

Was ein Glasmaßstab leistet

An einer konventionellen Dreh- oder Fräsmaschine liest man die Position an Handradskalen ab. Das hat drei systematische Schwächen:

Umkehrspiel. Bei jedem Richtungswechsel muss das Spindelspiel „herausgedreht" werden – vergisst man es, sitzt das Maß falsch.

Ablesefehler. Skalenteilungen werden geschätzt, Umdrehungen mitgezählt.

Spindelverschleiß. Eine gelängte Vorschubspindel zeigt nicht mehr die tatsächliche Bewegung an.

Der Glasmaßstab umgeht alle drei: Er misst direkt am Maschinentisch, nicht an der Spindel. Was er anzeigt, ist die tatsächliche Position – unabhängig von Spiel, Verschleiß und Bedienerkonzentration.

Auflösung 5 µm bei ± 5 µm Genauigkeit

Fünf Mikrometer entsprechen 0,005 mm – ein Zwanzigstel dessen, was an einer Handradskala typischerweise ablesbar ist.

Wichtig ist die Unterscheidung von Auflösung und Genauigkeit:

Auflösung ist die kleinste anzeigbare Schrittweite – hier wahlweise 0,02 mm oder 0,005 mm.

Genauigkeit ist die tatsächliche Abweichung vom wahren Wert – hier ± 0,005 mm über die gesamte Messlänge.

Dass beide Werte übereinstimmen, ist die eigentliche Qualitätsaussage: Die feinste Anzeigestufe ist auch tatsächlich belastbar. Bei einfacheren Systemen liegt die Genauigkeit oft um ein Vielfaches über der Auflösung – die letzte Stelle ist dann Zierde.

Messprotokoll im Lieferumfang

Dem Maßstab liegt ein Messprotokoll bei – die dokumentierte Prüfung der tatsächlich erreichten Genauigkeit dieses Exemplars.

Das ist mehr als ein Beipackzettel: Bei Qualitätsnachweisen und Fertigungsdokumentation ist die Rückverfolgbarkeit der Messmittel oft gefordert. Ein Maßstab ohne Protokoll erfüllt das nicht.

Verfahrweg 470 mm bei 576 mm Einbaulänge

Die drei Längenangaben sind bei der Auswahl sorgfältig zu unterscheiden:

Verfahrweg 470 mm – der tatsächlich nutzbare Messweg. Er muss mindestens dem Verfahrweg der Maschinenachse entsprechen.

Gesamtlänge 560 mm – die Länge des Maßstabkörpers.

Einbaulänge 576 mm – der Platzbedarf an der Maschine, inklusive Befestigung.

Vor dem Kauf zu prüfen: Steht an der vorgesehenen Achse mindestens die Einbaulänge zur Verfügung? Der häufigste Fehler bei der Nachrüstung ist ein Maßstab, der zwar den Verfahrweg abdeckt, aber nicht ins vorhandene Bauraumfenster passt.

IP 55 – der entscheidende Punkt für den Maschineneinsatz

Schutzart IP 55 bedeutet staub- und strahlwassergeschützt.

Warum das an einer Werkzeugmaschine unverzichtbar ist:

Späne fliegen in alle Richtungen – heiß, scharfkantig und in großer Zahl.

Kühlschmierstoff wird mit Druck zugeführt und spritzt weit.

Feiner Metallstaub setzt sich überall ab.

Ein Messsystem ohne ausreichenden Schutz fällt in dieser Umgebung binnen Wochen aus.

Geschlossenes Messsystem mit schlagfestem Hohlprofil

Der Maßstab sitzt in einem geschlossenen, robusten Hohlprofil mit speziellen Dichtungslippen gegen Späne und Flüssigkeiten.

Die Konstruktion ist bewährt: Der Lesekopf fährt in einem Schlitz, der von elastischen Dichtlippen verschlossen wird. Diese öffnen sich nur dort, wo der Mitnehmer durchgreift, und schließen sich unmittelbar wieder.

Schlagfest ist dabei die zweite Anforderung: Auf einer Werkzeugmaschine fällt gelegentlich etwas herunter – ein Werkzeug, ein Spannmittel, ein Werkstück. Ein Profil, das dabei eindellt, klemmt den Lesekopf.

Der Hersteller weist das System ausdrücklich als für härteste Einsatzbedingungen geeignet aus.

Messkopf mit Präzisionslager

Der Messkopf für inkrementale Wegmessung läuft in Präzisionslagern.

Das ist funktionsentscheidend: Der Lesekopf muss in konstantem Abstand über die Glasteilung fahren – üblicherweise im Bereich weniger Zehntelmillimeter. Schwankt dieser Abstand, wird das optische Signal unsauber, und es kommt zu Zählfehlern.

Präzisionslager halten den Abstand über die gesamte Verfahrlänge und über Jahre.

Signalausgang EIA 422A Line-Driver

Der EIA-422A-Line-Driver überträgt die Signale differenziell – jedes Signal auf zwei Leitungen mit gegenläufigem Pegel.

Der Nutzen ist erheblich: Störeinstrahlung trifft beide Leitungen gleich und hebt sich bei der Auswertung auf.

Warum das an einer Werkzeugmaschine zählt: Frequenzumrichter, Motoren, Schütze und Schweißgeräte in der Nähe erzeugen kräftige elektromagnetische Störungen. Ein einfaches Signal würde davon verfälscht – die Anzeige würde springen oder driften, ohne dass sich die Achse bewegt.

Differenzielle Übertragung ist die Voraussetzung dafür, dass die Anzeige auch im rauen Umfeld stimmt.

120 m/min maximale Verfahrgeschwindigkeit

Der Maßstab zählt bis 120 Meter pro Minute korrekt mit.

Das ist mehr, als konventionelle Maschinen im Eilgang erreichen – die Reserve stellt sicher, dass auch bei schnellem Verfahren keine Impulse verloren gehen.

Das ist der kritische Punkt bei inkrementalen Systemen: Ein verlorener Impuls bedeutet einen dauerhaften Versatz, bis neu genullt wird.

5 V Versorgung, SUB-D-Anschluss

Die 5-V-Versorgung mit 80 mA ist der Standard bei inkrementalen Messsystemen – sie kommt von der Positionsanzeige.

Der SUB-D-Steckverbinder ist ebenfalls Standard: Er ist verschraubbar, robust und weit verbreitet.

3 m Anschlusskabel sind im Lieferumfang – ausreichend für die meisten Anbausituationen.

Kompatibilität mit SINO-Positionsanzeigen

Der Maßstab ist auf digitale Positionsanzeigen SINO abgestimmt – dasselbe System, das ELMAG bei seinen Dreh- und Fräsmaschinen ab Werk verbaut.

Für Nachrüstungen bedeutet das: Wer eine SINO-Anzeige an der Maschine hat, kann Achsen einzeln nachrüsten oder defekte Maßstäbe direkt ersetzen.

Vollständiger Lieferumfang für die Montage

Neben dem Maßstab enthalten: Schutzabdeckung, 3 m Anschlusskabel, Anbauschiene, Montagematerial und Montageanleitung.

Das ist bei Messsystemen nicht selbstverständlich – häufig sind Anbauteile separat zu bestellen. Die Anbauschiene ist dabei der wichtigste Teil: Sie stellt sicher, dass der Maßstab gerade und parallel zur Achse montiert wird. Eine schiefe Montage erzeugt einen systematischen Messfehler über die gesamte Länge.

Was zu beachten ist

Einbaulänge prüfen – nicht nur den Verfahrweg. 576 mm Bauraum müssen an der Achse zur Verfügung stehen.

Parallel und gerade montieren. Die mitgelieferte Anbauschiene verwenden; die Montageanleitung genau befolgen. Abweichungen von der Parallelität erzeugen systematische Fehler.

Anschlusskabel geschützt verlegen – nicht in beweglichen Bereichen scheuern lassen, nicht neben Leistungskabeln von Frequenzumrichtern führen.

Betriebstemperatur 0 bis 45 °C beachten.

Nicht mit Druckluft abblasen. Der Luftstrahl kann Späne und Feuchtigkeit an den Dichtlippen vorbei ins Profil treiben – der häufigste Ausfallgrund bei Messsystemen.

Dichtlippen sauber halten. Anhaftende Späne wirken beim Verfahren wie Schleifpapier.

Messprotokoll aufbewahren – es ist der Genauigkeitsnachweis für dieses Exemplar.

Herstellerqualität: 2 Jahre Vollgarantie, erweiterbar auf 3 Jahre bei Registrierung; Ersatzteilversorgung über 15 Jahre.

Typische Einsatzgebiete

Nachrüstung konventioneller Dreh- und Fräsmaschinen, Bohr- und Bohrfräsmaschinen, Ersatz defekter Messsysteme, Werkzeug- und Vorrichtungsbau, Lohnfertigung und Zerspanung, Reparatur- und Instandhaltungswerkstätten, Prototypen- und Musterbau, Sondermaschinenbau und Prüfvorrichtungen, Ausbildungsbetriebe und Lehrwerkstätten.

Häufige Fragen

Wozu brauche ich einen Glasmaßstab?
Er misst die Achsposition direkt am Maschinentisch statt an der Vorschubspindel. Damit entfallen Umkehrspiel, Ablesefehler und die Auswirkungen von Spindelverschleiß – die drei systematischen Schwächen der Handradskala.

Was ist der Unterschied zwischen Auflösung und Genauigkeit?
Auflösung ist die kleinste anzeigbare Schrittweite (hier wahlweise 0,02 oder 0,005 mm), Genauigkeit die tatsächliche Abweichung vom wahren Wert (hier ± 0,005 mm). Dass beide übereinstimmen, ist die eigentliche Qualitätsaussage – bei einfacheren Systemen ist die letzte Anzeigestelle oft nicht belastbar.

Was ist im Messprotokoll dokumentiert?
Die geprüfte, tatsächlich erreichte Genauigkeit dieses Exemplars. Bei Qualitätsnachweisen und Fertigungsdokumentation ist die Rückverfolgbarkeit der Messmittel oft gefordert.

Welche Länge brauche ich?
Der Verfahrweg von 470 mm muss mindestens dem Verfahrweg Ihrer Maschinenachse entsprechen. Entscheidend für den Einbau ist aber die Einbaulänge von 576 mm – so viel Bauraum muss an der Achse zur Verfügung stehen.

Was bedeutet IP 55?
Staub- und strahlwassergeschützt. An einer Werkzeugmaschine unverzichtbar: Späne fliegen in alle Richtungen, Kühlschmierstoff spritzt weit, feiner Metallstaub setzt sich überall ab.

Wie ist der Maßstab gegen Späne geschützt?
Durch ein geschlossenes, schlagfestes Hohlprofil mit speziellen Dichtungslippen. Der Lesekopf fährt in einem Schlitz, den elastische Lippen verschließen – sie öffnen sich nur dort, wo der Mitnehmer durchgreift.

Warum ist der Messkopf präzisionsgelagert?
Weil er in konstantem Abstand über die Glasteilung fahren muss – meist im Bereich weniger Zehntelmillimeter. Schwankt der Abstand, wird das optische Signal unsauber und es kommt zu Zählfehlern.

Was bringt der EIA-422A-Line-Driver?
Differenzielle Signalübertragung: Jedes Signal läuft auf zwei Leitungen mit gegenläufigem Pegel, sodass sich Störeinstrahlung bei der Auswertung aufhebt. An Maschinen mit Frequenzumrichtern und Motoren die Voraussetzung dafür, dass die Anzeige nicht springt oder driftet.

Wozu 120 m/min maximale Geschwindigkeit?
Als Reserve. Bei inkrementalen Systemen bedeutet ein verlorener Impuls einen dauerhaften Versatz, bis neu genullt wird – die hohe Grenzgeschwindigkeit stellt sicher, dass auch im Eilgang kein Impuls verloren geht.

Passt der Maßstab an meine Anzeige?
Er ist auf digitale Positionsanzeigen SINO abgestimmt – dasselbe System, das ELMAG bei Dreh- und Fräsmaschinen ab Werk verbaut.

Ist Montagematerial dabei?
Ja: Schutzabdeckung, 3 m Anschlusskabel, Anbauschiene, Montagematerial und Montageanleitung. Die Anbauschiene ist dabei der wichtigste Teil – sie sichert die gerade, parallele Montage.

Was ist der häufigste Fehler bei der Montage?
Eine nicht exakt parallele Ausrichtung – sie erzeugt einen systematischen Messfehler über die gesamte Länge. Deshalb unbedingt die Anbauschiene verwenden.

Darf ich den Maßstab mit Druckluft reinigen?
Nein. Der Luftstrahl kann Späne und Feuchtigkeit an den Dichtlippen vorbei ins Profil treiben – der häufigste Ausfallgrund bei Messsystemen.