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ELMAG Motorisierter Lasttransferschalter 400 A, 4-polig, Schaltschrankeinbau

Description

ELMAG Motorisierter Lasttransferschalter 400 A, 4-polig, Schaltschrankeinbau

Lieferumfang

  • ELMAG Motorisierter Lasttransferschalter 400 A, 4-polig
  • Bedienungsanleitung und Sicherheitshinweise

Nicht enthalten (separat zu bestellen):

  • Dual-Netzteil zur Versorgung des Motorantriebs
  • Externe Steuerung (Generatorsteuerung, SPS o. Ä.)

Technische Daten

MerkmalWert
HerstellerELMAG
Bemessungsstrom 400 A
Polzahl4-polig
Bauartmotorisierter Lasttransferschalter (Umschalter Netz-0-Notstrom)
SchaltstellungenNetz – 0 – Notstrom
Ansteuerungüber externe Steuerung (Generatorsteuerung, SPS u. a.)
Versorgung Motorantriebextern erforderlich (optionales Dual-Netzteil)
MontageSchaltschrankeinbau
Garantie2 Jahre ELMAG-Vollgarantie (erweiterbar auf 3 Jahre bei Registrierung)
Ersatzteilversorgung15 Jahre garantiert

Produktbeschreibung

Motorisierter Lasttransferschalter 400 A von ELMAG – das Bauteil, das den Notstrom überhaupt erst automatisch macht

Ein Notstromaggregat allein ersetzt kein Netz. Zwischen Netzeinspeisung, Verbraucher und Generator muss ein Element sitzen, das sicher umschaltet – und zwar so, dass Netz und Generator unter keinen Umständen gleichzeitig aufgeschaltet werden können. Genau das leistet der Lasttransferschalter.

Netz – 0 – Notstrom: die drei Stellungen und warum die Null dazwischen zählt

Der Schalter kennt drei definierte Stellungen: Netzbetrieb, Null (beide Quellen getrennt) und Notstrombetrieb. Die Nullstellung ist konstruktiv zwingend: Sie stellt sicher, dass beim Umschalten ein kurzer, definierter Trennmoment entsteht.

Ohne diese mechanische Trennung besteht die Gefahr der Rückspeisung – der Generator würde ins öffentliche Netz einspeisen. Das ist nicht nur unzulässig, sondern lebensgefährlich für Personal des Netzbetreibers, das an einer vermeintlich spannungsfreien Leitung arbeitet. Der Lasttransferschalter macht diese Situation mechanisch unmöglich, nicht nur elektrisch unwahrscheinlich.

400 A, 4-polig – für welche Leistungsklasse

Vierhundert Ampere decken die Leistungsklasse ab, in der große Netzersatzanlagen arbeiten – in der Größenordnung mehrerer Hundert kVA. 4-polig bedeutet: Auch der Neutralleiter wird mitgeschaltet. Das ist bei Netzersatzanlagen in TN-S- und TT-Systemen erforderlich, weil sonst über den durchverbundenen N-Leiter unerwünschte Ausgleichsströme und Fehlerstromauslösungen entstehen können.

Motorisiert – Umschaltung in Sekunden statt in Minuten

Ein handbetätigter Umschalter setzt voraus, dass jemand vor Ort ist. Der Motorantrieb schaltet auf Kommando der übergeordneten Steuerung selbsttätig um. In Verbindung mit einer Generatorsteuerung, die den Netzausfall erkennt und das Aggregat startet, entsteht daraus eine vollautomatische Netzersatzanlage: Netzausfall erkannt – Generator gestartet – umgeschaltet, ohne dass jemand eingreift.

Ansteuerung über externe Steuerung

Der Schalter besitzt keine eigene Netzüberwachung. Er wird von einer übergeordneten Steuerung angesteuert – typischerweise einer Generatorsteuerung oder einer SPS. Das ist Absicht: In größeren Anlagen sitzt die Logik ohnehin in der Anlagensteuerung, und ein Schalter mit eigener, konkurrierender Logik würde die Anlage komplizierter statt sicherer machen.

Wer eine eigenständige Lösung mit integrierter Netz- und Generatorüberwachung sucht, findet im ELMAG-Programm automatische Lasttransferschalter mit dieser Funktion – für kleinere Anlagen oder Nachrüstungen ohne vorhandene Steuerung oft die passendere Wahl.

Wichtig: Der Motorantrieb braucht eigene Versorgung

Das ist bei der Projektierung mit einzuplanen: Der Motorantrieb muss extern versorgt werden. Dafür bietet ELMAG ein Dual-Netzteil an, das aus beiden Quellen – Netz und Generator – gespeist wird.

Der Grund dafür ist naheliegend, wird aber häufig übersehen: Der Umschalter muss auch dann Strom haben, wenn das Netz weg ist. Eine einseitige Versorgung aus dem Netz würde bedeuten, dass der Schalter genau im Ernstfall keine Energie zum Umschalten hat. Das Dual-Netzteil ist deshalb funktional notwendig, nicht optionales Zubehör im engeren Sinn.

Für Schaltschrankeinbau

Der Schalter ist für die Integration in den Schaltschrank ausgelegt – die übliche Ausführung bei fest installierten Netzersatzanlagen mit zentraler Verteilung.

Was zu beachten ist

Auswahl, Dimensionierung, Einbau und Inbetriebnahme einer Netzumschalteinrichtung sind von einer Elektrofachkraft nach den geltenden Vorschriften auszuführen. Zu klären sind insbesondere Netzform (TN-S, TN-C-S, TT), Erdungs- und Schutzkonzept, Selektivität sowie die Anforderungen des Netzbetreibers an die Rückspeisesicherheit.

Herstellerqualität mit Absicherung

ELMAG gewährt zwei Jahre Vollgarantie, erweiterbar auf drei Jahre nach Registrierung, sowie 15 Jahre garantierte Ersatzteilversorgung.

Typische Einsatzgebiete

Netzersatzanlagen für Industriebetriebe, Rechenzentren und Serverräume, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, Kühl- und Gefrierhäuser, Wasserversorgung und Pumpwerke, Kläranlagen, Produktionsanlagen mit kritischen Prozessen, Verwaltungs- und Bürogebäude, Handelsimmobilien mit Kühlung, kommunale Einrichtungen, Telekommunikations- und Sendeanlagen, Landwirtschaftsbetriebe mit großer Tierhaltung.

Häufige Fragen

Wofür brauche ich einen Lasttransferschalter?
Er schaltet die Verbraucher zwischen Netz- und Generatoreinspeisung um und verhindert dabei mechanisch, dass beide Quellen gleichzeitig aufgeschaltet werden.

Was bedeutet „Netz-0-Notstrom"?
Drei definierte Schaltstellungen: Netzbetrieb, Null (beide Quellen getrennt) und Notstrombetrieb. Die Nullstellung erzwingt einen sauberen Trennmoment beim Umschalten.

Warum ist die Rückspeisesicherheit so wichtig?
Eine Rückspeisung ins öffentliche Netz ist unzulässig und lebensgefährlich für Personal des Netzbetreibers, das an einer vermeintlich spannungsfreien Leitung arbeitet.

Warum 4-polig?
Weil auch der Neutralleiter geschaltet wird. In TN-S- und TT-Systemen ist das erforderlich, um Ausgleichsströme und Fehlauslösungen über den durchverbundenen N-Leiter zu vermeiden.

Hat der Schalter eine eigene Netzüberwachung?
Nein. Er wird von einer externen Steuerung angesteuert – etwa einer Generatorsteuerung oder SPS. Für eigenständige Lösungen bietet ELMAG automatische Lasttransferschalter mit integrierter Netz- und Generatorüberwachung.

Warum braucht der Motorantrieb eine externe Versorgung?
Weil er auch bei Netzausfall Energie zum Umschalten benötigen kann. Das optionale Dual-Netzteil wird aus beiden Quellen gespeist und stellt das sicher.

Für welche Anlagengröße ist 400 A ausgelegt?
Für große Netzersatzanlagen in der Größenordnung mehrerer Hundert kVA. ELMAG führt daneben Ausführungen mit 125 A und 250 A für kleinere Anlagen.

Wo wird der Schalter eingebaut?
Im Schaltschrank – die übliche Ausführung bei fest installierten Netzersatzanlagen.

Wer darf den Schalter einbauen?
Ausschließlich eine Elektrofachkraft. Netzform, Erdungs- und Schutzkonzept, Selektivität und die Anforderungen des Netzbetreibers sind projektspezifisch zu klären.