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Cynkomet Miststreuer 6.000 kg, hydraulischer Förderer, 4 Vertikalwalzen

Description

Cynkomet Miststreuer 6.000 kg, hydraulischer Förderer, 4 Vertikalwalzen

Lieferumfang

  • 1 × Cynkomet Miststreuer
  • Streuaggregat A4VS mit 4 geneigten vertikalen Schneckentrommeln, Streutellern und Kalkauflage, feuerverzinkt
  • Feuerverzinkte Schutzabdeckung des Streuaggregats
  • Feuerverzinktes vorderes Gitter
  • Feuerverzinkte hydraulische Rückwand
  • Feuerverzinkte, zweistufige Deichsel mit austauschbarem 50-mm-Auge, zugelassen nach ECE-R 55
  • Geschraubte Deichsel, Durchmesser 50 mm
  • Gelenkwelle
  • Mechanische Stütze mit Kurbel
  • Handbremse mit Kurbel
  • Zweileitige pneumatische Bremsanlage
  • ADR-Achsen, Vollbalken 90 mm quadratischer Querschnitt, Bremse 300 × 90
  • Räder 500/70-17
  • Gussräder aus Sphäroguss
  • Außentreppe mit rutschfesten Stufen
  • Hydraulikanlage aus galvanisch verzinkten Stahlrohren und flexiblen Schläuchen
  • Hydraulischer Anschluss ISO 7241-1 DN 12.5
  • 12-V-Beleuchtung, homologiert – hintere Glühlampen, LED-Frontleuchten, Umrissreflektoren
  • Anschlusskabel mit 7-PIN-12-V-Stecker
  • 2 Radkeile in verzinkten Taschen

Zusätzliche Ausrüstung (optional):

  • Aufsatzwände einschließlich Heckwand, Höhe 750 mm
  • Streuwalzenschutz mit Streubreitenbegrenzung
  • Hydraulische Deichselstütze
  • Zusätzlicher Hydraulikverteiler für Schlepper mit zwei Hydraulikanschlüssen
  • Einkreis-Druckluftbremsanlage
  • Hydraulische Einkreis-Bremsanlage
  • Weitwinkel-Gelenkwelle
  • Warndreieck

Technische Daten

MerkmalWert
HerstellerCynkomet
ProduktartMiststreuer, gezogen
Nutzlastca. 6.000 kg*
Zulässiges Gesamtgewicht9.140 kg
Eigengewichtca. 3.140 kg*
StreuaggregatA4VS – 4 geneigte vertikale Schneckentrommeln mit Streutellern und Kalkauflage
Antrieb Bodenfördererhydraulisch, stufenlos einstellbar, mit Überlastventil
Länge6.530 mm
Breite2.426 mm
Höhe2.650 mm
Höhe der Ladekastenwände800 mm
Höhe der Ladefläche über dem Boden1.340 mm
Dicke Bodenblech / Wandblech3 mm / 2,5 mm
Bodenaustauschbar, Flachblech, feuerverzinkt
Rückwandhydraulisch, feuerverzinkt
RahmenUnter- und Oberrahmen feuerverzinkt, Profile innen und außen geschützt
Deichselfeuerverzinkt, zweistufig, austauschbares 50-mm-Auge, zugelassen nach ECE-R 55
Zuggliedgeschraubt, Ø 50 mm
Förderkettefeuerverzinkt, Glieddurchmesser 11 mm
Förderlattenaustauschbar, feuerverzinkt
AchsenADR, Vollbalken 90 mm quadratisch, Bremse 300 × 90
Aufhängungstarr
Bremsanlagezweileitig pneumatisch
Handbremsemit Kurbel
Stützemechanisch, mit Kurbel
Räder500/70-17
RadkörperSphäroguss
Hydraulikleitungengalvanisch verzinkte Stahlrohre und flexible Schläuche
HydraulikanschlussISO 7241-1 DN 12.5
ZugangAußentreppe mit rutschfesten Stufen
Beleuchtung12 V homologiert, hinten Glühlampen, vorn LED, Umrissreflektoren
Elektroanschluss7-PIN, 12 V

* Leergewicht und Nutzlast können je nach Ausstattung abweichen.

Produktbeschreibung

Miststreuer von Cynkomet der 6-Tonnen-Klasse – hydraulischer Förderer und vertikales Streuwerk

Dieser Miststreuer bringt rund 6.000 kg Nutzlast auf die Fläche. Das Streuaggregat A4VS mit vier geneigten vertikalen Schneckentrommeln, Streutellern und Kalkauflage verteilt Stallmist, Kompost und Kalk mit großer Arbeitsbreite.

Gegenüber den kleineren Modellen der Baureihe ist die Maschine in mehreren Punkten grundlegend anders ausgelegt – vor allem beim Antrieb des Bodenförderers.

Hydraulischer Bodenförderer mit stufenloser Einstellung – der Technologiesprung

Der hydraulische Antrieb des Bodenförderers mit stufenloser Einstellung und Überlastventil ist das wichtigste Unterscheidungsmerkmal dieser Maschine.

Die kleineren Modelle arbeiten mit mechanischem Zapfwellenantrieb und 9-stufiger Einstellung. Hier ist der Antrieb hydraulisch – mit erheblichen Vorteilen:

Stufenlose Regelung statt fester Stufen. Die Ausbringmenge lässt sich exakt auf den Bedarf einstellen, nicht nur in neun Abstufungen. Bei Düngeplanung nach Nährstoffbedarf ist das ein realer Gewinn.

Verstellung vom Traktorsitz aus. Kein Absteigen, kein Umstecken – die Fördergeschwindigkeit lässt sich während der Fahrt anpassen.

Anpassung an wechselnde Bedingungen. Wird das Material im Laderaum dichter oder trockener, kann sofort nachgeregelt werden.

Feinfühlige Dosierung bei Kalk. Kalk verlangt deutlich geringere Fördermengen als Mist. Stufenlose Regelung trifft den richtigen Bereich präzise.

Überlastventil – der eingebaute Schutz

Das Überlastventil ist die hydraulische Entsprechung einer Rutschkupplung: Steigt der Druck im System über den zulässigen Wert, öffnet das Ventil und begrenzt die Kraft.

Wann das greift: Bei gefrorenem Mist, verkeiltem Material oder einem Fremdkörper, der die Förderkette blockiert. Ohne Überlastschutz würden Kette, Antrieb oder Motor Schaden nehmen.

Bei über vier Tonnen Material, die gegen den Bodenreibwiderstand geschoben werden, sind das erhebliche Kräfte. Das Ventil ist die günstigste Versicherung gegen den teuersten Schadensfall.

Hydraulische Rückwand serienmäßig

Bei den kleineren Modellen ist die hydraulische Rückwand Zusatzausrüstung hier ist sie serienmäßig verbaut und feuerverzinkt.

Ihre Funktion: Sie dosiert die Materialzufuhr zum Streuaggregat und verhindert unkontrolliertes Nachrutschen.

Warum das gerade bei dieser Maschine wichtig ist:

800 mm Wandhöhe und 6 Tonnen Material erzeugen eine erhebliche Materialsäule. Ohne Rückwand würde beim Anfahren des Förderers eine unkontrollierte Menge auf einmal ins Aggregat drücken.

Vom Traktorsitz bedienbar. Öffnungsweite und damit Materialdurchsatz lassen sich während der Fahrt anpassen.

Zweite Dosierebene. Zusammen mit dem stufenlosen Förderantrieb ergibt sich eine sehr feine Regelung der Ausbringmenge – Förderergeschwindigkeit und Öffnungsweite lassen sich unabhängig einstellen.

Das A4VS-Streuwerk – große Streubreite und Kalkausbringung

Vier geneigte vertikale Schneckentrommeln stehen aufrecht am Heck. Sie nehmen das Material vom Förderboden auf, zerkleinern es und übergeben es an die darunter liegenden Streuteller.

Warum vertikale Trommeln mehr leisten

Deutlich größere Streubreite. Horizontale Walzen werfen das Material im Wesentlichen nach hinten aus; vertikale Trommeln mit Streutellern schleudern es aktiv seitlich – die Arbeitsbreite vervielfacht sich. Weniger Überfahrten pro Hektar bedeuten weniger Zeit, weniger Diesel und weniger Bodenverdichtung durch Fahrspuren.

Gleichmäßigere Querverteilung. Die Streuteller verteilen das Material aktiv und definiert. Das Ergebnis ist ein deutlich gleichmäßigeres Streubild – Voraussetzung für gleichmäßige Nährstoffversorgung.

Bessere Zerkleinerung. Vier Trommeln arbeiten das Material intensiver auf als zwei Walzen. Verkrustete Mistplatten werden zuverlässiger aufgelöst.

Die geneigte Anordnung sorgt für gleichmäßigen Materialfluss von der Trommel auf den Teller.

Kalkauflage – der zweite Einsatzbereich

Das Aggregat verfügt über eine Kalkauflage. Damit lässt sich die Maschine für ein zweites Arbeitsverfahren nutzen: die Ausbringung von Kalk.

Kalkung ist Pflichtprogramm. Der pH-Wert ist die Grundlage der Bodenfruchtbarkeit. Stimmt er nicht, bleiben alle anderen Maßnahmen wirkungslos.

Kalkausbringung wird meist zugekauft. Wer selbst streuen kann, spart die Lohnkosten oder wird selbst zum Dienstleister.

Zwei Verfahren, eine Maschine. Statt Miststreuer und Kalkstreuer vorzuhalten, deckt ein Gerät beides ab.

Der stufenlose hydraulische Förderantrieb ist dabei ein erheblicher Vorteil gegenüber mechanisch angetriebenen Maschinen: Die deutlich geringeren Fördermengen bei Kalk lassen sich exakt einstellen.

Streuwalzenschutz mit Streubreitenbegrenzung – dringend empfohlen

Als Zusatzausrüstung ist ein Streuwalzenschutz mit Streubreitenbegrenzung erhältlich. Bei einem Streuwerk dieser Leistungsklasse ist er praktisch unverzichtbar.

Der Grund: Die große Streubreite ist auf der Fläche ein Vorteil – am Feldrand wird sie zum Problem. Material, das über die Grenze hinaus geschleudert wird, landet auf Nachbarflächen, Wegen, in Gräben oder Gewässern.

Die Streubreitenbegrenzung erlaubt das saubere Bearbeiten des Randbereichs. Abstandsauflagen zu Gewässern sind rechtlich verbindlich und werden kontrolliert.

Der Streuwalzenschutz erfüllt zugleich eine Sicherheitsfunktion: Vertikale Trommeln mit Streutellern werfen Material weit und mit hoher Energie aus.

9.140 kg zulässiges Gesamtgewicht – die Klasse darüber

Mit 9.140 kg zulässigem Gesamtgewicht und 6.000 kg Nutzlast liegt diese Maschine deutlich über den kleineren Modellen der Baureihe.

Das bedeutet in der Praxis:

Weniger Fahrten pro Hektar. Bei größeren Schlägen und entfernten Flächen der entscheidende Faktor – jede eingesparte Fahrt bedeutet Zeit und Diesel.

Wirtschaftlichkeit bei größeren Betrieben. Ab einer bestimmten Betriebsgröße rechnet sich die größere Maschine über die eingesparte Arbeitszeit.

Höhere Anforderungen an das Zugfahrzeug. Traktorleistung, Bremsanlage und zulässige Anhängelast sind entsprechend zu prüfen.

Außentreppe mit rutschfesten Stufen – ein Sicherheitsmerkmal

Die Außentreppe mit rutschfesten Stufen ermöglicht den einfachen Zugang zur Ladebox. Das ist bei einer Ladeflächenhöhe von 1.340 mm kein Luxus, sondern eine ernstzunehmende Sicherheitsausstattung.

Warum: In der Praxis muss man immer wieder in den Laderaum – um Fremdkörper zu entfernen, verklemmtes Material zu lösen, die Förderkette zu prüfen oder nach dem Einsatz zu reinigen.

Ohne Treppe klettert man über Rad, Kotflügel oder Bordwand. Auf feuchtem, mit Mist behaftetem Metall in 1,34 m Höhe ist das eine reale Absturzgefahr.

Rutschfeste Stufen sind dabei entscheidend: Mist, Feuchtigkeit und Schmutz machen glatte Flächen unbegehbar.

Konsequente Feuerverzinkung – auch innen

Der Hersteller verzinkt praktisch die gesamte Maschineund geht bei den Rahmenprofilen einen Schritt weiter:

Unterer und oberer Rahmen feuerverzinkt, Profile innen und außen geschützt.

Das ist ein wichtiger technischer Punkt: Bei geschlossenen Hohlprofilen ist das Profilinnere der kritische Bereich. Dort sammelt sich Kondenswasser, dort kommt kein Lack hin, und dort beginnt Korrosion unbemerkt – von innen nach außen.

Bei Feuerverzinkung im Tauchverfahren wird das Profil vollständig durchflutet: Innen- und Außenflächen erhalten dieselbe Zinkschicht. Das ist der Unterschied zwischen einem Rahmen, der zwanzig Jahre hält, und einem, der nach zehn Jahren von innen durchrostet.

Weiter feuerverzinkt sind:

  • Ladekastenwände
  • Austauschbarer Boden
  • Streuaggregat A4VS
  • Schutzabdeckung des Aggregats
  • Vorderes Gitter
  • Hydraulische Rückwand
  • Zweistufige Deichsel
  • Förderkette und Förderlatten
  • Taschen der Radkeile

Warum das bei einem Miststreuer entscheidend ist

Mist ist das chemisch aggressivste Material der Landwirtschaft. Ammoniak, Harnsäure, Salze und organische Säuren greifen unbehandelten Stahl in kurzer Zeit an.

Bei Kalkausbringung kommt eine zweite Belastung hinzu: Kalk ist stark alkalisch und in Verbindung mit Feuchtigkeit ebenfalls korrosionsfördernd.

Lack schützt nur, solange er unbeschädigt ist – beim Miststreuer ist er das nie. Feuerverzinkung geht dagegen eine metallurgische Verbindung mit dem Stahl ein und schützt zusätzlich kathodisch, auch an Kratzern und Schnittkanten.

Das praktische Ergebnis: kein Nachstreichen, keine Rostbehandlung, Werterhalt über Jahrzehnte – und ein deutlich höherer Wiederverkaufswert.

Hydraulikleitungen aus galvanisch verzinkten Stahlrohren

Ein Detail, das die Konsequenz des Korrosionsschutzkonzepts zeigt: Die Hydraulikanlage besteht aus galvanisch verzinkten Stahlrohren und flexiblen Schläuchen.

Stahlrohre statt durchgehender Schläuche haben Vorteile: Sie sind mechanisch unempfindlicher, scheuern nicht durch und altern nicht durch UV-Strahlung. Flexible Schläuche werden nur dort eingesetzt, wo Beweglichkeit erforderlich ist.

Die galvanische Verzinkung schützt die Rohre – bei einer Maschine, die dauerhaft mit Mist und Feuchtigkeit in Kontakt kommt, notwendig.

Hydraulischer Anschluss ISO 7241-1 DN 12.5

Der Anschluss entspricht einer internationalen Norm – das ist ein praktischer Vorteil: Standardkupplungen passen, ohne Adapter oder Sonderteile. Ein Traktorwechsel oder überbetrieblicher Einsatz ist damit unproblematisch.

DN 12.5 entspricht der gängigen Nennweite in der Landtechnik.

Zusätzlicher Hydraulikverteiler als Option

Die Maschine benötigt Hydraulikanschlüsse für Bodenförderer und Rückwand. Verfügt der Traktor über zu wenige freie Steuergeräte, ist ein zusätzlicher Hydraulikverteiler mit zwei Anschlüssen als Zusatzausrüstung erhältlich.

Vor dem Kauf prüfen: Anzahl und Verfügbarkeit der Steuergeräte am vorgesehenen Zugfahrzeug.

Zweistufige, zugelassene Deichsel

Die feuerverzinkte, zweistufige Deichsel lässt sich mit der unteren oder oberen Traktoraufnahme verbinden – der Streuer passt damit an unterschiedliche Traktoren.

Zudem lässt sich die Deichselhöhe an das Fahrzeug anpassen, sodass der Streuer waagerecht läuft – bei einem vertikalen Streuwerk besonders wichtig, weil die Neigung Wurfweite und Streubild beeinflusst.

Das austauschbare 50-mm-Auge macht die Deichsel zusätzlich flexibel. Zugelassen gemäß ECE-R 55 – der internationalen Regelung für mechanische Verbindungseinrichtungen.

ADR-Achsen mit 300 × 90-Bremse

Die Achsen stammen vom renommierten Hersteller ADRausgeführt als Vollbalken mit 90 mm quadratischem Querschnitt und Bremse 300 × 90.

Der Vergleich zu den kleineren Modellen zeigt die konsequente Auslegung:

Kleinere ModelleDiese Maschine
Achsquerschnitt70 mm 90 mm
Bremse300 × 60300 × 90

Die um 50 Prozent breitere Bremsbacke ist die notwendige Konsequenz aus dem höheren Gesamtgewicht: Mehr Reibfläche bedeutet mehr Bremsleistung und geringeren Verschleiß.

Zukaufteil eines Spezialisten. ADR ist einer der etablierten europäischen Achsenhersteller – die Ersatzteilversorgung ist unabhängig vom Gerätehersteller gesichert.

Zweileitige pneumatische Bremsanlage

Die zweileitige Druckluftbremsanlage ist die im landwirtschaftlichen Bereich verbreitete Ausführung.

Zweileitig bedeutet: getrennte Vorrats- und Bremsleitung – bei Abriss der Vorratsleitung bremst der Anhänger automatisch ab.

Als Zusatzausrüstung sind eine Einkreis-Druckluftbremsanlage und eine hydraulische Einkreis-Bremsanlage erhältlich – für Zugfahrzeuge mit entsprechender Ausstattung.

Breitreifen 500/70-17 serienmäßig

Die Bereifung ist deutlich größer als bei den kleineren Modellen der Baureihe – die konsequente Antwort auf über neun Tonnen Gesamtgewicht.

Deutlich geringerer Bodendruck. Das Gewicht verteilt sich auf eine große Aufstandsfläche.

Weniger Bodenverdichtung. Verdichtete Böden führen zu schlechterer Durchwurzelung, gestörtem Wasserhaushalt und Ertragsverlusten – die Folgen wirken über Jahre.

Schonung der Grasnarbe. Auf Grünland und feuchten Böden entscheidend.

Besseres Vorankommen. Größere Aufstandsfläche bedeutet weniger Einsinken und weniger Schlupf – bei 9 Tonnen ein spürbarer Faktor.

Gelenkwelle im Lieferumfang

Anders als bei den kleineren Modellen ist die Gelenkwelle serienmäßig enthalten. Das erspart die separate Beschaffung und stellt sicher, dass eine passende Ausführung vorhanden ist.

Als Zusatzausrüstung ist eine Weitwinkel-Gelenkwelle erhältlich – erforderlich bei engen Wendemanövern, wo eine Standardgelenkwelle an ihre Beugewinkelgrenze käme.

Gussräder aus Sphäroguss

Die Radkörper bestehen aus Sphäroguss (Gusseisen mit Kugelgraphit) – nicht aus Stahlblech.

Sphäroguss verbindet die Gießbarkeit von Gusseisen mit Zähigkeit und Bruchfestigkeit nahe der von Stahl. Gussräder sind einteilig und homogen; bei Blechrädern können Schweißnähte und Umformungen zu Schwachstellen werden.

Bei über neun Tonnen Gesamtgewicht auf Feldwegen und unebenem Gelände ist das die robustere Lösung.

Handbremse mit Kurbel

Die Handbremse mit Kurbel sichert den abgekuppelten Streuer gegen Wegrollen – bei 9.140 kg zulässigem Gesamtgewicht zwingend erforderlich. Ergänzend liegen zwei Radkeile in verzinkten Taschen bei.

Homologierte 12-V-Beleuchtung

Die Beleuchtungsanlage ist homologiert: hintere Glühlampen (robust und überall nachkaufbar), LED-Frontleuchten (wartungsfrei), Umrissreflektoren und Anschlusskabel mit 7-PIN-12-V-Stecker.

Boden 3 mm, Wände 2,5 mm

Bemerkenswert: Bei diesem Modell ist der Boden mit 3 mm etwas dünner als bei den kleineren Modellen (4 mm), die Wände dagegen mit 2,5 mm stärker (statt 2 mm).

Der Boden ist austauschbar ausgeführt – ist er nach vielen Jahren verschlissen, wird er ersetzt, nicht die ganze Maschine.

Ladefläche 1.340 mm über dem Boden

Die Ladeflächenhöhe von 1.340 mm definiert die erforderliche Ladetechnik. Zusammen mit der Wandhöhe von 800 mm ergibt sich eine Ladungshöhe von rund 2.140 mm – ein Frontlader oder Teleskoplader muss entsprechend hoch ausheben können.

Vor dem Kauf ist die Aushubhöhe der vorhandenen Ladetechnik zu prüfen. Bei dieser Maschinengröße ist ein Teleskoplader oder ein Radlader die realistische Ladetechnik.

Optional: Aufsatzwände einschließlich Heckwand, 750 mm

Als Zusatzausrüstung sind Aufsatzwände einschließlich Heckwand in 750 mm Höhe erhältlich – das bringt die Wandhöhe auf 1.550 mm.

Der Vorteil zeigt sich bei leichten, voluminösen Materialien: trockener Geflügelmist, Kompost, Rindenmulch, Substrat und strohreicher Pferdemist wiegen wenig, brauchen aber viel Platz.

Praktischer Vorteil gegenüber den kleineren Modellen: Hier ist die Heckwand im Aufsatzwand-Paket enthalten – sie muss nicht separat bestellt werden.

Weitere Zusatzausrüstung

Hydraulische Deichselstützeersetzt die Kurbelbedienung; bei einer Maschine mit über drei Tonnen Eigengewicht ein deutlicher Komfortgewinn.

Warndreieck – die Kennzeichnungstafel für bauartbedingt langsam fahrende Fahrzeuge.

Was zu beachten ist

Zugfahrzeug prüfen. Bei 9.140 kg zulässigem Gesamtgewicht sind Traktorleistung, zulässige Anhängelast und Bremsanlage entsprechend auszulegen.

Hydraulikanschlüsse prüfen. Die Maschine benötigt Anschlüsse für Bodenförderer und Rückwand. Bei zu wenigen freien Steuergeräten ist der optionale Hydraulikverteiler einzuplanen.

Aushubhöhe der Ladetechnik prüfen. Ladeflächenhöhe 1.340 mm zuzüglich 800 mm Wandhöhe.

Streubreite am Feldrand begrenzen. Der optionale Streuwalzenschutz mit Streubreitenbegrenzung ist bei diesem Streuwerk praktisch unverzichtbar – Abstandsauflagen zu Gewässern sind rechtlich verbindlich.

Bei Kalkausbringung Fördereinstellung und Fahrgeschwindigkeit anpassen; die Herstellervorgaben sind zu beachten.

Nur bei stehender Maschine eingreifen. Vor Wartung und Störungsbeseitigung Zapfwelle abschalten, Traktormotor abstellen, Zündschlüssel abziehen und Stillstand des Streuaggregats abwarten die vertikalen Trommeln haben erhebliche Schwungmasse und laufen entsprechend lange nach.

Hydraulikanlage drucklos machen, bevor Leitungen gelöst werden.

Außentreppe nutzen. Nicht über Rad, Kotflügel oder Bordwand in den Laderaum steigen. Auf verschmutzten Stufen ist zusätzliche Vorsicht geboten.

Abstand halten – besonders bei diesem Streuwerk. Vertikale Trommeln mit Streutellern werfen Material weit und mit hoher Energie aus. Der Gefahrenbereich ist deutlich größer als bei horizontalen Walzen.

Handbremse und Radkeile nutzen, wenn der Streuer abgekuppelt abgestellt wird.

Persönliche Schutzausrüstung: Handschuhe und Sicherheitsschuhe; bei trockenem, staubendem Material und besonders bei Kalk zusätzlich Atem- und Augenschutz – Kalkstaub ist stark alkalisch und reizt Atemwege, Augen und Haut.

Nach dem Einsatz reinigen. Auch bei Verzinkung: Rückstände entfernen, insbesondere aus Streuaggregat und Förderkette. Nach Kalkausbringung besonders gründlich – Kalkanhaftungen verhärten und blockieren bewegliche Teile.

Fachrechtliche Vorgaben beachten. Für die Ausbringung von Wirtschaftsdünger gelten Sperrfristen, Aufbringungsverbote (gefrorener, wassergesättigter oder schneebedeckter Boden), Abstandsauflagen zu Gewässern und Dokumentationspflichten.

Als Arbeitsmittel unterliegen Anhängegeräte den Anforderungen an Schutzeinrichtungen und wiederkehrende Prüfung; maßgeblich sind Betriebssicherheitsverordnung, Maschinenrichtlinie und die einschlägigen DGUV-Vorschriften.

Typische Einsatzgebiete

Größere Ackerbau- und Gemischtbetriebe, Betriebe mit großen Schlägen und entfernten Flächen, Betriebe mit eigener Kalkung, Rinder- und Milchviehhaltung, Schweinehaltung, Geflügelhaltung, Kompost- und Substratausbringung, Lohnunternehmen und Maschinenringe, überbetriebliche Zusammenarbeit, Biogasanlagen (Gärrestausbringung), Grünland- und Weidepflege, Betriebe mit leistungsstarken Zugfahrzeugen.

Häufige Fragen

Was ist der Hauptunterschied zu den kleineren Modellen der Baureihe?
Der Antrieb des Bodenförderers: hydraulisch mit stufenloser Einstellung statt mechanisch mit neun Stufen. Dazu kommen die serienmäßige hydraulische Rückwand, die stärkere Achse mit 90 mm Querschnitt und 300×90-Bremse, die Außentreppe und die im Lieferumfang enthaltene Gelenkwelle.

Was bringt der hydraulische Bodenförderer?
Stufenlose Regelung statt fester Stufen, Verstellung vom Traktorsitz aus während der Fahrt, Anpassung an wechselnde Materialeigenschaften und feinfühlige Dosierung bei Kalk. Bei Düngeplanung nach Nährstoffbedarf ein realer Gewinn.

Was macht das Überlastventil?
Es ist die hydraulische Entsprechung einer Rutschkupplung: Steigt der Druck über den zulässigen Wert – etwa bei gefrorenem Mist oder einem Fremdkörper –, öffnet das Ventil und begrenzt die Kraft. Ohne diesen Schutz würden Kette, Antrieb oder Motor Schaden nehmen.

Wozu die hydraulische Rückwand?
Sie dosiert die Materialzufuhr zum Streuaggregat und verhindert unkontrolliertes Nachrutschen. Bei 800 mm Wandhöhe und 6 Tonnen Material entsteht eine erhebliche Materialsäule. Zusammen mit dem stufenlosen Förderantrieb ergibt sich eine sehr feine Regelung der Ausbringmenge.

Was ist das Streuaggregat A4VS?
Vier geneigte vertikale Schneckentrommeln mit Streutellern und Kalkauflage. Sie nehmen das Material auf, zerkleinern es und übergeben es an die Streuteller, die es aktiv seitlich verteilen – deutlich größere Streubreite als bei horizontalen Walzen.

Kann ich damit auch Kalk ausbringen?
Ja, das Aggregat verfügt über eine Kalkauflage. Der stufenlose hydraulische Förderantrieb ist dabei ein erheblicher Vorteil: Die deutlich geringeren Fördermengen bei Kalk lassen sich exakt einstellen.

Brauche ich die Streubreitenbegrenzung?
Bei einem Streuwerk dieser Leistungsklasse praktisch ja. Am Feldrand wird die große Streubreite zum Problem: Material landet auf Nachbarflächen, Wegen oder in Gewässern. Abstandsauflagen zu Gewässern sind rechtlich verbindlich.

Wie viel Nutzlast hat der Streuer?
Rund 6.000 kg bei einem Eigengewicht von etwa 3.140 kg und einem zulässigen Gesamtgewicht von 9.140 kg.

Was muss mein Traktor können?
Bei 9.140 kg zulässigem Gesamtgewicht sind Traktorleistung, zulässige Anhängelast und Bremsanlage entsprechend auszulegen. Zudem werden Hydraulikanschlüsse für Bodenförderer und Rückwand benötigt.

Was, wenn mein Traktor zu wenige Steuergeräte hat?
Ein zusätzlicher Hydraulikverteiler mit zwei Anschlüssen ist als Zusatzausrüstung erhältlich.

Was bedeutet ISO 7241-1 DN 12.5?
Der Hydraulikanschluss entspricht einer internationalen Norm – Standardkupplungen passen ohne Adapter. Ein Traktorwechsel oder überbetrieblicher Einsatz ist damit unproblematisch.

Wozu die Außentreppe?
Für den sicheren Zugang zur Ladebox. Bei einer Ladeflächenhöhe von 1.340 mm ist das kein Luxus: Ohne Treppe klettert man über Rad, Kotflügel oder Bordwand – auf feuchtem, mit Mist behaftetem Metall eine reale Absturzgefahr. Die Stufen sind rutschfest ausgeführt.

Was bedeutet „Profile innen und außen geschützt"?
Bei Feuerverzinkung im Tauchverfahren wird das Profil vollständig durchflutet – Innen- und Außenflächen erhalten dieselbe Zinkschicht. Das ist entscheidend, weil sich in geschlossenen Hohlprofilen Kondenswasser sammelt und Korrosion unbemerkt von innen beginnt.

Warum ist die konsequente Feuerverzinkung so wichtig?
Weil Mist chemisch aggressiv ist und Lack nur schützt, solange er unbeschädigt bleibt – was bei einem Miststreuer nie der Fall ist. Bei Kalkausbringung kommt eine zweite Belastung hinzu: Kalk ist stark alkalisch und in Verbindung mit Feuchtigkeit ebenfalls korrosionsfördernd.

Warum Hydraulikleitungen aus Stahlrohr?
Stahlrohre sind mechanisch unempfindlicher als Schläuche, scheuern nicht durch und altern nicht durch UV-Strahlung. Flexible Schläuche werden nur dort eingesetzt, wo Beweglichkeit erforderlich ist. Die galvanische Verzinkung schützt die Rohre.

Was zeichnet die Achsen aus?
Sie stammen vom Hersteller ADR, sind als Vollbalken mit 90 mm quadratischem Querschnitt ausgeführt und tragen eine Bremse 300 × 90 – deutlich stärker dimensioniert als bei den kleineren Modellen (70 mm, 300 × 60). Die um 50 Prozent breitere Bremsbacke ist die notwendige Konsequenz aus dem höheren Gesamtgewicht.

Ist eine Gelenkwelle im Lieferumfang?
Ja – anders als bei den kleineren Modellen ist sie serienmäßig enthalten. Eine Weitwinkel-Gelenkwelle ist als Zusatzausrüstung erhältlich.

Wie hoch muss mein Lader ausheben können?
Ladeflächenhöhe 1.340 mm plus 800 mm Wandhöhe ergeben rund 2.140 mm Ladungshöhe. Bei dieser Maschinengröße ist ein Teleskoplader oder Radlader die realistische Ladetechnik.

Kann ich das Ladevolumen vergrößern?
Ja, mit den optionalen Aufsatzwänden in 750 mm Höhe – das bringt die Wandhöhe auf 1.550 mm. Praktisch: Die Heckwand ist im Paket enthalten und muss nicht separat bestellt werden.

Worauf muss ich beim Sicherheitsabstand achten?
Vertikale Trommeln mit Streutellern werfen Material weit und mit hoher Energie aus – der Gefahrenbereich ist deutlich größer als bei horizontalen Walzen. Zudem laufen die Trommeln nach dem Abschalten wegen ihrer Schwungmasse lange nach.