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Cynkomet Miststreuer 4.500 kg, 4 vertikale Streuwalzen, feuerverzinkt

Description

Cynkomet Miststreuer 4.500 kg, 4 vertikale Streuwalzen, feuerverzinkt

Lieferumfang

  • 1 × Cynkomet Miststreuer, einachsig
  • Streuaggregat A4VS mit 4 geneigten vertikalen Schneckentrommeln, Streutellern und Kalkauflage, feuerverzinkt
  • Feuerverzinkte Schutzabdeckung des Streuaggregats
  • Feuerverzinkter vorderer Schutz
  • Feuerverzinkte, zweistufige Deichsel mit austauschbarem Auge, zugelassen nach Verordnung 2015/208
  • Geschraubte Deichsel, Durchmesser 50 mm
  • Mechanische Stütze mit Kurbel
  • Handbremse mit Kurbel
  • Zweileitige pneumatische Bremsanlage mit manuellem Bremskraftregler
  • ADR-Achse, Vollbalken 70 mm quadratischer Querschnitt, Bremse 300 × 60
  • Räder 400/60-15.5
  • 12-V-Beleuchtung, homologiert – hintere Glühlampen, LED-Frontleuchten, Umrissreflektoren
  • Anschlusskabel mit 7-PIN-12-V-Stecker
  • 2 Radkeile in verzinkten Taschen

Zusätzliche Ausrüstung (optional):

  • Deflektor
  • Feuerverzinkte Volumen-Aufsatzwände 500 mm mit hinterer Schwerkraftklappe (nicht gemeinsam mit dem Streuaggregat montierbar)
  • Feuerverzinkte Heckwand 500 mm (anstelle des Streuaggregats)
  • Hydraulische Deichselstütze
  • Hydraulische Rückwand (vor dem Streuaggregat)
  • Vollständige LED-Beleuchtung
  • Hydraulische Schnellkupplung mit Druckablassventil
  • Homologierte Zweikreis-Hydraulik-Bremsanlage mit automatischer Bremskraftregelung
  • Gelenkwelle bzw. Weitwinkel-Gelenkwelle
  • Warndreieck (Kennzeichnungstafel für langsam fahrende Fahrzeuge)
  • Kupplungszug Ø 40

Technische Daten

MerkmalWert
HerstellerCynkomet
ProduktartMiststreuer, einachsig, gezogen
Typ / Variante / Version laut EU-HomologationN-1 310 11
Administrative Nutzlastca. 4.500 kg*
Technische Nutzlastca. 4.500 kg*
Zulässiges Gesamtgewicht (Vorschriften PL)6.640 kg
Zul. Gesamtgewicht nach VO 2015/208 (nur Achslast)4.850 kg
Eigengewichtca. 2.140 kg*
Anzahl der Achsen1
StreuaggregatA4VS – 4 geneigte vertikale Schneckentrommeln mit Streutellern und Kalkauflage
Antrieb Streuaggregatmechanisch über Zapfwelle
Antrieb Förderermechanisch über Zapfwelle, 9-stufig einstellbar
Länge5.810 mm
Breite2.100 mm
Höhe2.735 mm
Länge Laderaum innen (Oberseite)3.770 mm
Höhe der Ladekastenwände750 mm
Höhe der Ladefläche über dem Boden1.085 mm
Ladungshöhe1.835 mm
Dicke Bodenblech / Wand4 mm / 2 mm
Bodenaustauschbar, Flachblech, feuerverzinkt
Unterrahmenfeuerverzinkt, Hauptlängsträger 160 mm Walzstahlprofile
Oberrahmenfeuerverzinkt, Hauptlängsträger 160 mm kaltgebogene Profile
Deichselfeuerverzinkt, zweistufig, austauschbares Auge, zugelassen nach VO 2015/208
Zuggliedgeschraubt, Ø 50 mm
Förderkettefeuerverzinkt, Glieddurchmesser 11 mm
Förderlattenaustauschbar, feuerverzinkt, Profil 50 × 25 × 3
AchseADR, Vollbalken 70 mm quadratisch, Bremse 300 × 60
Aufhängungstarr
Bremsanlagezweileitig pneumatisch, manueller Bremskraftregler
Handbremsemit Kurbel
Stützemechanisch, mit Kurbel
Räder400/60-15.5
Beleuchtung12 V homologiert, hinten Glühlampen, vorn LED, Umrissreflektoren
Elektroanschluss7-PIN, 12 V
Kippbare Wändenein

* Leergewicht und Nutzlast können je nach Ausstattung abweichen.

Produktbeschreibung

Miststreuer von Cynkomet mit vertikalem Streuwerk – große Streubreite und Kalkausbringung

Dieser einachsige Miststreuer bringt rund 4.500 kg Nutzlast auf die Fläche. Das Streuaggregat A4VS mit vier geneigten vertikalen Schneckentrommeln, Streutellern und Kalkauflage verteilt Stallmist, Kompost und Kalk – angetrieben mechanisch über die Zapfwelle.

Die Maschine trägt eine EU-Typgenehmigung unter der Bezeichnung N-1 310 11.

Das A4VS-Streuwerk – der entscheidende Unterschied

Das Streuaggregat ist das Merkmal, das diese Maschine von den Schwestermodellen mit horizontalen Walzen unterscheidet. Und der Unterschied ist grundlegend.

Vier geneigte vertikale Schneckentrommeln stehen aufrecht am Heck. Sie nehmen das Material vom Förderboden auf, zerkleinern es und übergeben es an die darunter liegenden Streuteller.

Warum vertikale Trommeln mehr leisten

Deutlich größere Streubreite. Das ist der Hauptvorteil. Horizontale Walzen werfen das Material im Wesentlichen nach hinten aus; vertikale Trommeln mit Streutellern schleudern es aktiv seitlich – die Arbeitsbreite vervielfacht sich.

Praktisch bedeutet das: weniger Überfahrten pro Hektar, weniger Zeit, weniger Diesel, weniger Bodenverdichtung durch Fahrspuren.

Gleichmäßigere Querverteilung. Die Streuteller verteilen das Material aktiv und definiert, statt es nur auszuwerfen. Das Ergebnis ist ein deutlich gleichmäßigeres Streubild über die gesamte Arbeitsbreite – Voraussetzung für gleichmäßige Nährstoffversorgung und Bestandsentwicklung.

Bessere Zerkleinerung. Vier Trommeln arbeiten das Material intensiver auf als zwei Walzen. Verkrustete Mistplatten und verdichtetes Material werden zuverlässiger aufgelöst.

Die geneigte Anordnung ist dabei kein Zufall: Sie sorgt für einen gleichmäßigen Materialfluss von der Trommel auf den Teller und verhindert, dass Material oben auf den Trommeln liegen bleibt.

Kalkauflage – der zweite Einsatzbereich

Das Aggregat verfügt über eine Kalkauflage. Damit lässt sich die Maschine für ein zweites Arbeitsverfahren nutzen: die Ausbringung von Kalk.

Warum das wirtschaftlich relevant ist:

Kalkung ist Pflichtprogramm. Der pH-Wert ist die Grundlage der Bodenfruchtbarkeit. Stimmt er nicht, bleiben alle anderen Maßnahmen wirkungslos – Nährstoffe sind nicht verfügbar, die Bodenstruktur leidet, die Bodenlebewesen arbeiten schlechter.

Kalkausbringung wird meist zugekauft. Wer selbst streuen kann, spart die Lohnkosten oder wird selbst zum Dienstleister.

Zwei Verfahren, eine Maschine. Statt Miststreuer und Kalkstreuer vorzuhalten, deckt ein Gerät beides ab – Anschaffung, Wartung, Stellplatz und Zulassung fallen nur einmal an.

Zu beachten: Kalk ist deutlich schwerer und feiner als Mist. Fördereinstellung und Fahrgeschwindigkeit sind entsprechend anzupassen; die Herstellervorgaben sind zu beachten.

Deflektor als sinnvolle Ergänzung

Als Zusatzausrüstung ist ein Deflektor erhältlich. Bei einem Streuwerk mit großer Arbeitsbreite ist er praktisch unverzichtbar.

Der Grund: Die große Streubreite ist auf der Fläche ein Vorteil – am Feldrand wird sie zum Problem. Material, das über die Grenze hinaus geschleudert wird, landet auf Nachbarflächen, Wegen, in Gräben oder Gewässern.

Der Deflektor begrenzt die Streubreite auf einer Seite. Damit lässt sich der Randbereich sauber bearbeiten, ohne die Grenze zu überschreiten.

Das ist nicht nur eine Frage der Nachbarschaft: Abstandsauflagen zu Gewässern sind rechtlich verbindlich und werden kontrolliert.

750 mm Wandhöhe

Die Wandhöhe von 750 mm ergibt zusammen mit dem knapp 3,8 Meter langen Laderaum ein großzügiges Ladevolumen.

Der Vorteil zeigt sich bei leichten, voluminösen Materialien: trockener Geflügelmist, Kompost, Rindenmulch, Substrat und strohreicher Pferdemist wiegen wenig, brauchen aber viel Platz. Bei niedrigen Wänden ist der Streuer voll, lange bevor die Nutzlast erreicht ist.

Mit 750 mm Wandhöhe wird das Gewichtslimit zum begrenzenden Faktor – nicht das Volumen. Das bedeutet weniger Fahrten, weniger Zeit, weniger Diesel.

2.140 kg Eigengewicht – die Konsequenz des Streuwerks

Mit 2.140 kg ist diese Ausführung rund 300 kg schwerer als die baugleiche Maschine mit horizontalen Walzen. Der Grund liegt im Streuaggregat: Vier vertikale Trommeln mit Tellern und Kalkauflage sind konstruktiv aufwendiger als zwei horizontale Walzen.

Das Mehrgewicht geht zulasten der Nutzlast (4.500 statt 4.560 kg) – ein geringer Unterschied gegenüber dem gewonnenen Leistungsvorteil bei Streubreite und Verteilqualität.

Konsequente Feuerverzinkung – das Kernkonzept

Der Hersteller verzinkt praktisch die gesamte Maschine:

  • Ladekastenwände
  • Austauschbarer Boden
  • Streuaggregat A4VS
  • Schutzabdeckung des Aggregats
  • Vorderer Schutz
  • Zweistufige Deichsel
  • Unterrahmen und Oberrahmen
  • Förderkette
  • Förderlatten
  • Taschen der Radkeile

Warum das bei einem Miststreuer entscheidend ist

Mist ist das chemisch aggressivste Material der Landwirtschaft. Ammoniak, Harnsäure, Salze und organische Säuren greifen unbehandelten Stahl in kurzer Zeit an – und ein Miststreuer steht das ganze Jahr im Freien.

Bei Kalkausbringung kommt eine zweite Belastung hinzu: Kalk ist stark alkalisch und in Verbindung mit Feuchtigkeit ebenfalls korrosionsfördernd. Für eine Maschine, die beide Materialien verarbeitet, ist umfassender Korrosionsschutz keine Option, sondern Voraussetzung.

Der Unterschied zu lackierten Geräten ist erheblich: Lack schützt nur, solange er unbeschädigt ist. Beim Miststreuer ist er das nie – Förderlatten schleifen über den Boden, Steine und Fremdkörper hinterlassen Kratzer, das Beladen mit dem Frontlader ist nicht zimperlich. An jeder verletzten Stelle beginnt die Unterrostung.

Feuerverzinkung wirkt anders: Zink geht eine metallurgische Verbindung mit dem Stahl ein und schützt zusätzlich kathodisch – auch an Kratzern und Schnittkanten.

Das praktische Ergebnis: kein Nachstreichen, keine Rostbehandlung, Werterhalt über Jahrzehnte – und ein deutlich höherer Wiederverkaufswert.

EU-Typgenehmigung – was das praktisch bedeutet

Die ausgewiesene Typgenehmigungsnummer N-1 310 11 bedeutet, dass die Maschine ein behördliches Genehmigungsverfahren nach europäischem Recht durchlaufen hat.

Der praktische Nutzen: vereinfachte Zulassung ohne Einzelbegutachtung, Rechtssicherheit im Straßenverkehr bei Beleuchtung, Bremsanlage, Deichsel und Kennzeichnung, sowie eine klare Grundlage bei Kontrollen und im Schadensfall.

Bodenblech 4 mm, austauschbar

Der Boden ist das am stärksten beanspruchte Bauteil: Die Förderkette mit den Latten schleift permanent darüber, dazu kommen Steine und Fremdkörper aus dem Ladegut.

Vier Millimeter Blechstärke sind ein solider Wert – doppelt so viel wie die Wandstärke von 2 mm.

Entscheidend ist aber die Konstruktion: Der Boden ist austauschbar. Ist er nach vielen Jahren verschlissen, wird er ersetzt – nicht die ganze Maschine.

9-stufig einstellbarer Förderbandantrieb – die eigentliche Dosierung

Der mechanische Antrieb des Förderbands von der Zapfwelle ist 9-stufig einstellbar. Das ist das zentrale Bedienelement der Maschine.

Der Zusammenhang: Die Fördergeschwindigkeit bestimmt, wie viel Material pro Zeiteinheit ins Streuaggregat gelangt – und damit die Ausbringmenge pro Hektar.

Bei einer Maschine, die sowohl Mist als auch Kalk ausbringt, ist die feine Abstufung besonders wertvoll:

  • Niedrige Stufen für Kalk und hochkonzentrierte Materialien wie Geflügelmist
  • Mittlere Stufen für klassischen Stallmist
  • Hohe Stufen für schnelles Entleeren oder hohe Aufwandmengen

Der mechanische Antrieb hat gegenüber hydraulischen Lösungen einen Vorteil: Er ist exakt reproduzierbar. Stufe 4 fördert immer gleich schnell – unabhängig von Öltemperatur, Motordrehzahl und Hydraulikdruck. Das macht die Einstellung übertragbar und die Ausbringung dokumentierbar.

Förderkette mit 11 mm Glieddurchmesser

Die feuerverzinkte Förderkette hat einen Glieddurchmesser von 11 mm – ein kräftiger Wert.

Die Kette muss über vier Tonnen Material gegen den Bodenreibwiderstand nach hinten schieben. Bei verdichtetem oder gefrorenem Mist wirken erhebliche Zugkräfte.

Zusätzlich: Die Kette läuft im Mist. Feuerverzinkung ist hier keine Kosmetik, sondern Funktionsvoraussetzung.

Austauschbare Förderlatten aus 50 × 25 × 3-Profil

Die Förderlatten sind austauschbar und feuerverzinkt. Sie sind neben dem Boden das Hauptverschleißteil – die Austauschbarkeit ist Voraussetzung für lange Nutzung.

Rahmenkonstruktion: 160-mm-Profile in zwei Ebenen

Unterrahmen: Hauptlängsträger aus 160 mm Walzstahlprofilen, feuerverzinkt. Walzprofile haben durchgehend gleichmäßige Materialstruktur und hohe Festigkeit – die richtige Wahl für den tragenden Teil.

Oberrahmen: Hauptlängsträger aus 160 mm kaltgebogenen Profilen, feuerverzinkt. Kaltgebogene Profile bieten bei geringerem Gewicht gute Steifigkeit.

Beide werkstoffgerecht auszulegen ergibt ein steiferes Gesamtsystem bei geringerem Gewicht.

Zweistufige, zugelassene Deichsel

Die feuerverzinkte, zweistufige Deichsel lässt sich mit der unteren oder oberen Traktoraufnahme verbinden.

Das ist ein erheblicher Praxisvorteil: Der Streuer passt an unterschiedliche Traktoren. Zudem lässt sich die Deichselhöhe an das Fahrzeug anpassen, sodass der Streuer waagerecht läuft – bei einem vertikalen Streuwerk besonders wichtig, weil die Neigung die Wurfweite und damit das Streubild beeinflusst.

Das austauschbare Auge macht die Deichsel zusätzlich flexibel. Zugelassen gemäß Verordnung 2015/208.

Zweileitige pneumatische Bremsanlage

Die zweileitige Druckluftbremsanlage mit manuellem Bremskraftregler ist die im landwirtschaftlichen Bereich verbreitete Ausführung.

Zweileitig bedeutet: getrennte Vorrats- und Bremsleitung – bei Abriss der Vorratsleitung bremst der Anhänger automatisch ab.

Der manuelle Bremskraftregler erlaubt die Anpassung an den Beladungszustand. Als Zusatzausrüstung ist eine homologierte Zweikreis-Hydraulik-Bremsanlage mit automatischer Bremskraftregelung erhältlich – bei 6,64 t zulässigem Gesamtgewicht ein spürbarer Sicherheits- und Komfortgewinn.

ADR-Achse mit 300 × 60-Bremse

Die Achse stammt vom renommierten Hersteller ADR – ausgeführt als Vollbalken mit 70 mm quadratischem Querschnitt und Bremse 300 × 60.

Zukaufteil eines Spezialisten. Die Ersatzteilversorgung ist unabhängig vom Gerätehersteller gesichert.

Vollbalken mit quadratischem Querschnitt. Massive Ausführung statt Rohrachse – höhere Biegesteifigkeit und Unempfindlichkeit gegen Verformung.

Handbremse mit Kurbel

Die Handbremse mit Kurbel sichert den abgekuppelten Streuer gegen Wegrollen – bei 6.640 kg zulässigem Gesamtgewicht zwingend erforderlich. Ergänzend liegen zwei Radkeile in verzinkten Taschen bei.

Breitreifen 400/60-15.5 serienmäßig

Deutlich geringerer Bodendruck. Das Gewicht verteilt sich auf eine größere Aufstandsfläche.

Weniger Bodenverdichtung. Verdichtete Böden führen zu schlechterer Durchwurzelung, gestörtem Wasserhaushalt und Ertragsverlusten – die Folgen wirken über Jahre.

Schonung der Grasnarbe. Auf Grünland und feuchten Böden entscheidend.

Besseres Vorankommen. Größere Aufstandsfläche bedeutet weniger Einsinken und weniger Schlupf.

Homologierte 12-V-Beleuchtung

Die Beleuchtungsanlage ist homologiert und damit straßenverkehrstauglich: hintere Glühlampen (robust und überall nachkaufbar), LED-Frontleuchten (wartungsfrei), Umrissreflektoren und Anschlusskabel mit 7-PIN-12-V-Stecker.

Als Zusatzausrüstung ist vollständige LED-Beleuchtung erhältlich.

Ladefläche 1.085 mm über dem Boden, Ladungshöhe 1.835 mm

Die Ladungshöhe von 1.835 mm definiert die erforderliche Ladetechnik: Ein Frontlader oder Teleskoplader muss über 1,84 m hinaus ausheben können. Vor dem Kauf ist die Aushubhöhe der vorhandenen Ladetechnik zu prüfen.

Optional: Volumen-Aufsatzwände mit Schwerkraftklappe

Als Zusatzausrüstung sind feuerverzinkte Volumen-Aufsatzwände mit hinterer Schwerkraftklappe in 500 mm Höhe erhältlich – das bringt die Wandhöhe auf 1.250 mm.

Die hintere Schwerkraftklappe öffnet beim Kippen selbsttätig – die Aufsatzwände machen aus dem Streuer einen vollwertigen Transportanhänger.

Wichtige Einschränkung: Die Aufsatzwände können nicht gemeinsam mit dem Streuaggregat montiert werden. Für den Transportbetrieb ist zusätzlich die optionale Heckwand mit 500 mm Höhe erforderlich.

Damit wird die Maschine zum Dreizweckgerät: Miststreuer, Kalkstreuer und Transportanhänger.

Weitere Zusatzausrüstung

Hydraulische Deichselstütze – ersetzt die Kurbelbedienung; bei dieser Gerätegröße ein spürbarer Komfortgewinn.

Hydraulische Rückwand (vor dem Streuaggregat) – dosiert die Materialzufuhr vom Traktorsitz aus. Bei einem vertikalen Streuwerk besonders wertvoll, weil sich damit die Streumenge feiner regeln lässt.

Hydraulische Schnellkupplung mit Druckablassventil – erleichtert das Kuppeln unter Restdruck.

Gelenkwelle bzw. Weitwinkel-Gelenkwellenicht serienmäßig enthalten und passend zum Zugfahrzeug zu wählen.

Kupplungszug Ø 40 – für Zugfahrzeuge mit entsprechender Kupplungsgröße.

Warndreieck – die Kennzeichnungstafel für bauartbedingt langsam fahrende Fahrzeuge.

Zwei Gewichtsangaben – was zu beachten ist

Das Datenblatt nennt zwei unterschiedliche zulässige Gesamtgewichte: 6.640 kg nach polnischen Vorschriften und 4.850 kg nach Verordnung 2015/208 (bezogen auf die Achslast).

Für den Betrieb in Deutschland und Österreich ist zu klären, welcher Wert maßgeblich ist. Die Beladung sollte im Zweifel am niedrigeren Wert ausgerichtet werden. Vor der Zulassung ist dies mit der zuständigen Stelle zu klären – die vorhandene EU-Typgenehmigung erleichtert das Verfahren erheblich.

Was zu beachten ist

Gelenkwelle ist nicht im Lieferumfang. Nur eine Gelenkwelle in passender Länge und mit vollständigem Schutz verwenden; die Schutzeinrichtungen sind über die Halteketten gegen Mitdrehen zu sichern.

Zulässige Achslast und Anhängelast prüfen. Siehe Hinweis zu den zwei Gewichtsangaben.

Aushubhöhe der Ladetechnik prüfen. Die Ladungshöhe beträgt 1.835 mm.

Streubreite am Feldrand begrenzen. Bei vertikalem Streuwerk ist der Deflektor praktisch unverzichtbar – Abstandsauflagen zu Gewässern sind rechtlich verbindlich.

Bei Kalkausbringung Fördereinstellung und Fahrgeschwindigkeit anpassen; die Herstellervorgaben sind zu beachten.

Bremskraftregler an den Beladungszustand anpassen – bei jeder Fahrt neu.

Nur bei stehender Maschine eingreifen. Vor Wartung und Störungsbeseitigung Zapfwelle abschalten, Traktormotor abstellen, Zündschlüssel abziehen und Stillstand des Streuaggregats abwarten – die vertikalen Trommeln haben erhebliche Schwungmasse und laufen entsprechend lange nach.

Abstand halten – besonders bei diesem Streuwerk. Vertikale Trommeln mit Streutellern werfen Material weit und mit hoher Energie aus. Der Gefahrenbereich ist deutlich größer als bei horizontalen Walzen. Personen, Tiere und Fahrzeuge konsequent fernhalten.

Handbremse und Radkeile nutzen, wenn der Streuer abgekuppelt abgestellt wird.

Persönliche Schutzausrüstung: Handschuhe und Sicherheitsschuhe; bei trockenem, staubendem Material und besonders bei Kalk zusätzlich Atem- und Augenschutz – Kalkstaub ist stark alkalisch und reizt Atemwege, Augen und Haut.

Nach dem Einsatz reinigen. Auch bei Verzinkung: Rückstände entfernen, insbesondere aus Streuaggregat und Förderkette. Nach Kalkausbringung besonders gründlich – Kalkanhaftungen verhärten und blockieren bewegliche Teile.

Fachrechtliche Vorgaben beachten. Für die Ausbringung von Wirtschaftsdünger gelten Sperrfristen, Aufbringungsverbote (gefrorener, wassergesättigter oder schneebedeckter Boden), Abstandsauflagen zu Gewässern und Dokumentationspflichten.

Als Arbeitsmittel unterliegen Anhängegeräte den Anforderungen an Schutzeinrichtungen und wiederkehrende Prüfung; maßgeblich sind Betriebssicherheitsverordnung, Maschinenrichtlinie und die einschlägigen DGUV-Vorschriften.

Typische Einsatzgebiete

Ackerbau- und Gemischtbetriebe mit großen Schlägen, Betriebe mit eigener Kalkung, Rinder- und Milchviehhaltung, Pferdehaltung mit strohreichem Mist, Schweinehaltung, Geflügelhaltung, Kompost- und Substratausbringung, Lohnunternehmen und Maschinenringe, überbetriebliche Zusammenarbeit, Biogasanlagen (Gärrestausbringung), Grünland- und Weidepflege, Betriebe mit wechselnden Zugfahrzeugen, kombinierte Nutzung als Transportanhänger.

Häufige Fragen

Was ist das Streuaggregat A4VS?
Vier geneigte vertikale Schneckentrommeln mit Streutellern und Kalkauflage. Die Trommeln nehmen das Material vom Förderboden auf, zerkleinern es und übergeben es an die Streuteller, die es aktiv seitlich verteilen.

Was ist der Unterschied zu horizontalen Streuwalzen?
Vor allem die Streubreite: Horizontale Walzen werfen das Material im Wesentlichen nach hinten aus, vertikale Trommeln mit Tellern schleudern es aktiv seitlich. Die Arbeitsbreite vervielfacht sich – weniger Überfahrten, weniger Zeit, weniger Diesel, weniger Verdichtung durch Fahrspuren. Zusätzlich ist die Querverteilung gleichmäßiger und die Zerkleinerung intensiver.

Kann ich damit auch Kalk ausbringen?
Ja, das Aggregat verfügt über eine Kalkauflage. Damit deckt eine Maschine zwei Verfahren ab – Miststreuer und Kalkstreuer. Zu beachten: Kalk ist schwerer und feiner als Mist; Fördereinstellung und Fahrgeschwindigkeit sind entsprechend anzupassen.

Warum lohnt sich die eigene Kalkung?
Weil der pH-Wert die Grundlage der Bodenfruchtbarkeit ist – stimmt er nicht, bleiben alle anderen Maßnahmen wirkungslos. Wer selbst streuen kann, spart die Lohnkosten oder wird selbst zum Dienstleister.

Brauche ich den Deflektor?
Bei einem Streuwerk mit großer Arbeitsbreite praktisch ja. Am Feldrand wird die große Streubreite zum Problem: Material landet auf Nachbarflächen, Wegen oder in Gewässern. Der Deflektor begrenzt die Streubreite auf einer Seite. Abstandsauflagen zu Gewässern sind rechtlich verbindlich.

Wie viel Nutzlast hat der Streuer?
Rund 4.500 kg, bei einem Eigengewicht von etwa 2.140 kg.

Warum ist diese Ausführung schwerer als die mit horizontalen Walzen?
Weil vier vertikale Trommeln mit Tellern und Kalkauflage konstruktiv aufwendiger sind als zwei horizontale Walzen – rund 300 kg Mehrgewicht. Das geht geringfügig zulasten der Nutzlast, wird aber durch den Leistungsvorteil bei Streubreite und Verteilqualität mehr als aufgewogen.

Was bedeutet die EU-Typgenehmigung?
Die Maschine hat ein behördliches Genehmigungsverfahren nach europäischem Recht durchlaufen (Nummer N-1 310 11). Das vereinfacht die Zulassung und schafft Rechtssicherheit im Straßenverkehr.

Warum stehen zwei zulässige Gesamtgewichte im Datenblatt?
6.640 kg ist der Wert nach polnischen Vorschriften, 4.850 kg der Wert nach EU-Verordnung 2015/208 bezogen auf die Achslast. Welcher Wert für den Betrieb in Deutschland oder Österreich maßgeblich ist, sollte vor der Zulassung mit der zuständigen Stelle geklärt werden.

Wie wird die Ausbringmenge geregelt?
Über den 9-stufig einstellbaren Förderbandantrieb. Bei einer Maschine, die Mist und Kalk ausbringt, ist die feine Abstufung besonders wertvoll: niedrige Stufen für Kalk und Geflügelmist, mittlere für Stallmist, hohe für schnelles Entleeren.

Warum ist die konsequente Feuerverzinkung so wichtig?
Weil Mist chemisch aggressiv ist und Lack nur schützt, solange er unbeschädigt bleibt – was bei einem Miststreuer nie der Fall ist. Bei Kalkausbringung kommt eine zweite Belastung hinzu: Kalk ist stark alkalisch und in Verbindung mit Feuchtigkeit ebenfalls korrosionsfördernd.

Ist der Boden austauschbar?
Ja. Das 4 mm starke, feuerverzinkte Flachblech ist als Verschleißteil konzipiert.

Was bringt die zweistufige Deichsel?
Sie lässt sich mit der unteren oder oberen Traktoraufnahme verbinden – der Streuer passt an unterschiedliche Traktoren. Zudem lässt sich die Deichselhöhe so anpassen, dass der Streuer waagerecht läuft. Bei einem vertikalen Streuwerk besonders wichtig, weil die Neigung Wurfweite und Streubild beeinflusst.

Welche Bremsanlage ist verbaut?
Eine zweileitige pneumatische Bremsanlage mit manuellem Bremskraftregler. Bei Abriss der Vorratsleitung bremst der Anhänger automatisch ab. Eine homologierte Zweikreis-Hydraulikbremse mit automatischer Bremskraftregelung ist als Zusatzausrüstung erhältlich.

Was zeichnet die Achse aus?
Sie stammt vom Hersteller ADR, ist als Vollbalken mit 70 mm quadratischem Querschnitt ausgeführt und trägt eine Bremse 300 × 60. Als Zukaufteil eines Spezialisten ist die Ersatzteilversorgung unabhängig vom Gerätehersteller gesichert.

Wie hoch muss mein Lader ausheben können?
Die Ladungshöhe beträgt 1.835 mm – die Aushubhöhe der vorhandenen Ladetechnik ist vor dem Kauf zu prüfen.

Ist eine Gelenkwelle im Lieferumfang?
Nein. Sie ist passend zum Zugfahrzeug zu wählen; Standard- und Weitwinkelausführung sind als Zusatzausrüstung erhältlich.

Kann ich den Streuer auch als Transportanhänger nutzen?
Ja, mit den Volumen-Aufsatzwänden und der Heckwand, die anstelle des Streuaggregats montiert wird. Die Aufsatzwände können nicht gemeinsam mit dem Streuaggregat montiert werden.

Worauf muss ich beim Sicherheitsabstand achten?
Vertikale Trommeln mit Streutellern werfen Material weit und mit hoher Energie aus – der Gefahrenbereich ist deutlich größer als bei horizontalen Walzen. Personen, Tiere und Fahrzeuge konsequent fernhalten. Zudem laufen die Trommeln nach dem Abschalten wegen ihrer Schwungmasse lange nach.

Was ist beim Umgang mit Kalk zu beachten?
Kalkstaub ist stark alkalisch und reizt Atemwege, Augen und Haut – Atem- und Augenschutz tragen. Nach der Ausbringung besonders gründlich reinigen, da Kalkanhaftungen verhärten und bewegliche Teile blockieren.