Cynkomet Miststreuer 3.980 kg, feuerverzinkt, 2 horizontale Streuwalzen
Cynkomet Miststreuer 3.980 kg, feuerverzinkt, 2 horizontale Streuwalzen
Lieferumfang
- 1 × Cynkomet Miststreuer, einachsig
- Streuaggregat A2HS mit 2 horizontalen Schnecken-Streuwalzen, feuerverzinkt
- Feuerverzinkte Schutzabdeckung des Streuaggregats
- Feuerverzinkter vorderer Schutz
- Feuerverzinkte, zweistufige Deichsel mit austauschbarem Auge, homologiert nach Verordnung 2015/208
- Geschraubtes Zugglied, Durchmesser 50 mm
- Mechanische Stütze mit Kurbel
- Handbremse mit Kurbel
- Zweileitige pneumatische Bremsanlage mit manuellem Bremskraftregler
- ADR-Achse, Vollbalken 70 mm, Bremse 300 × 60
- Räder 11.5/80-15.3
- Gussräder aus Sphäroguss
- 12-V-Beleuchtung, homologiert – hintere Lampen mit Glühbirnen, vordere LED-Beleuchtung, Umrissreflektoren
- Anschlusskabel mit 7-PIN-12-V-Stecker
- 2 Radkeile in verzinkten Halterungen
Zusätzliche Ausrüstung (optional):
- Feuerverzinkte Volumen-Aufsatzwände 500 mm mit hinterer Schwerkraftklappe (nicht gemeinsam mit dem Streuaggregat montierbar)
- Feuerverzinkte Heckwand 500 mm (anstelle des Streuaggregats)
- Feuerverzinktes A4V-Streuaggregat – 4 vertikale Schneckentrommeln mit Tellern und Kalkbehälter
- Deflektor (für das vertikale Streuaggregat)
- Hydraulische Rückwand (vor dem Streuaggregat)
- Hydraulische Deichselstütze
- Vollständige LED-Beleuchtung
- Hydraulische Schnellkupplung mit Druckablassventil
- Homologierte Zweikreis-Hydraulik-Bremsanlage mit automatischer Bremskraftregelung
- Räder 400/60-15,5
- Gelenkwelle bzw. Weitwinkel-Gelenkwelle
- Warndreieck (Kennzeichnungstafel für langsam fahrende Fahrzeuge)
- Kupplungszug Ø 40
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Hersteller | Cynkomet |
| Produktart | Miststreuer, einachsig, gezogen |
| Administrative Nutzlast | ca. 3.980 kg* |
| Technische Nutzlast | ca. 3.980 kg* |
| Zulässiges Gesamtgewicht (Vorschriften PL) | 5.700 kg |
| Zul. Gesamtgewicht nach VO 2015/208 (nur Achslast) | 3.900 kg |
| Eigengewicht | ca. 1.720 kg* |
| Anzahl der Achsen | 1 |
| Streuaggregat | A2HS – 2 horizontale Schnecken-Streuwalzen |
| Antrieb Streuaggregat | mechanisch über Zapfwelle |
| Antrieb Förderer | mechanisch über Zapfwelle, 9-stufig einstellbar |
| Länge | 5.810 mm |
| Breite | 2.120 mm |
| Höhe | 2.720 mm |
| Länge Laderaum innen (Oberseite) | 3.770 mm |
| Höhe der Ladekastenwände | 500 mm |
| Höhe der Ladefläche über dem Boden | 1.070 mm |
| Ladungshöhe | 1.570 mm |
| Dicke Bodenblech / Wand | 4 mm / 2 mm |
| Boden | austauschbar, Flachblech, feuerverzinkt |
| Unterrahmen | feuerverzinkt, Hauptlängsträger 160 mm Walzstahlprofile |
| Oberrahmen | feuerverzinkt, Hauptlängsträger 160 mm kaltgebogene Profile |
| Deichsel | feuerverzinkt, zweistufig, austauschbares Auge, homologiert nach VO 2015/208 |
| Zugglied | geschraubt, Ø 50 mm |
| Förderkette | feuerverzinkt, Gliedstärke 11 mm |
| Förderlatten | austauschbar, feuerverzinkt, Profil 50 × 25 × 3 |
| Achse | ADR, Vollbalken 70 mm, Bremse 300 × 60 |
| Aufhängung | starr |
| Bremsanlage | zweileitig pneumatisch, manueller Bremskraftregler |
| Handbremse | mit Kurbel |
| Stütze | mechanisch, mit Kurbel |
| Räder | 11.5/80-15.3 |
| Radkörper | Sphäroguss |
| Beleuchtung | 12 V homologiert, hinten Glühbirnen, vorn LED, Umrissreflektoren |
| Elektroanschluss | 7-PIN, 12 V |
| Kippbare Wände | nein |
* Eigengewicht und Nutzlast können je nach Ausstattung abweichen.
Produktbeschreibung
Miststreuer von Cynkomet – knapp vier Tonnen Nutzlast in konsequenter Feuerverzinkung
Dieser einachsige Miststreuer bringt rund 3.980 kg Nutzlast auf die Fläche. Das Streuaggregat A2HS mit zwei horizontalen Schnecken-Streuwalzen verteilt Stallmist, Kompost und organische Dünger gleichmäßig – angetrieben mechanisch über die Zapfwelle.
Das Besondere an dieser Maschine ist nicht ein einzelnes Merkmal, sondern die konsequente Feuerverzinkung praktisch aller Bauteile.
Konsequente Feuerverzinkung – das Kernkonzept
Der Hersteller verzinkt nicht nur den Boden, sondern praktisch die gesamte Maschine:
- Ladekastenwände
- Austauschbarer Boden
- Streuaggregat A2HS
- Schutzabdeckung des Aggregats
- Vorderer Schutz
- Zweistufige Deichsel
- Unterrahmen und Oberrahmen
- Förderkette
- Förderlatten
- Halterungen der Radkeile
Warum das bei einem Miststreuer entscheidend ist
Mist ist das chemisch aggressivste Material der Landwirtschaft. Ammoniak, Harnsäure, Salze und organische Säuren greifen unbehandelten Stahl in kurzer Zeit an – und ein Miststreuer steht das ganze Jahr im Freien.
Der Unterschied zu lackierten Geräten ist erheblich: Lack schützt nur, solange er unbeschädigt ist. Beim Miststreuer ist er das nie – Förderlatten schleifen über den Boden, Steine und Fremdkörper hinterlassen Kratzer, das Beladen mit dem Frontlader ist nicht zimperlich. An jeder verletzten Stelle beginnt die Unterrostung.
Feuerverzinkung wirkt anders: Zink geht eine metallurgische Verbindung mit dem Stahl ein und schützt zusätzlich kathodisch – auch an Kratzern und Schnittkanten. Das umgebende Zink opfert sich für die freiliegende Stelle.
Das praktische Ergebnis: kein Nachstreichen, keine Rostbehandlung, Werterhalt über Jahrzehnte – und ein deutlich höherer Wiederverkaufswert.
Bodenblech 4 mm, austauschbar
Der Boden ist das am stärksten beanspruchte Bauteil eines Miststreuers: Die Förderkette mit den Latten schleift permanent darüber, dazu kommen Steine und Fremdkörper aus dem Ladegut.
Vier Millimeter Blechstärke sind ein solider Wert – doppelt so viel wie die Wandstärke von 2 mm, und das aus gutem Grund.
Entscheidend ist aber die Konstruktion: Der Boden ist austauschbar. Ist er nach vielen Jahren verschlissen, wird er ersetzt – nicht die ganze Maschine. Bei einem Gerät, dessen übriger Aufbau feuerverzinkt und damit praktisch unbegrenzt haltbar ist, ist das die konsequente Lösung.
Streuaggregat A2HS – zwei horizontale Schnecken-Streuwalzen
Das Aggregat besteht aus zwei horizontal übereinander angeordneten Schneckenwalzen.
Die Arbeitsweise: Das Material wird vom Förderboden nach hinten transportiert und trifft auf die rotierenden Walzen. Diese zerreißen und zerkleinern das Material und werfen es breit gefächert nach hinten aus.
Die Vorteile dieser Bauart:
Gute Zerkleinerung. Verkrustete Mistplatten und verdichtetes Material werden aufgelöst – Voraussetzung für gleichmäßige Verteilung.
Robustheit. Horizontale Walzen sind mechanisch einfach und unempfindlich gegen Fremdkörper.
Bewährt bei Stallmist. Für die klassische Anwendung – Rinder-, Pferde- und Schweinemist mit Strohanteil – ist das die etablierte Bauart.
Feuerverzinkt ist das Aggregat ohnehin: Es hat den intensivsten Materialkontakt der gesamten Maschine.
Alternative: A4V-Aggregat mit vier vertikalen Schneckentrommeln
Als Zusatzausrüstung ist ein A4V-Streuaggregat mit vier vertikalen Schneckentrommeln, Tellern und Kalkbehälter erhältlich.
Der Unterschied ist erheblich:
Größere Streubreite. Vertikale Trommeln mit Streutellern werfen deutlich weiter – bei großen Flächen weniger Überfahrten.
Gleichmäßigere Querverteilung. Die Teller verteilen das Material aktiv, statt es nur auszuwerfen.
Kalkbehälter. Ermöglicht das Ausbringen von Kalk – ein zweiter Einsatzbereich für dieselbe Maschine.
Ergänzend ist ein Deflektor für das vertikale Aggregat erhältlich, mit dem sich die Streubreite begrenzen lässt – wichtig an Feldrändern, Gewässern und Nachbargrundstücken.
9-stufig einstellbarer Förderbandantrieb – die eigentliche Dosierung
Der mechanische Antrieb des Förderbands von der Zapfwelle ist 9-stufig einstellbar. Das ist das zentrale Bedienelement der Maschine.
Der Zusammenhang: Die Fördergeschwindigkeit bestimmt, wie viel Material pro Zeiteinheit ins Streuaggregat gelangt – und damit die Ausbringmenge pro Hektar.
Neun Stufen sind eine feine Abstufung. Praktisch bedeutet das:
- Niedrige Stufen für hochkonzentrierte Materialien wie Geflügelmist oder für geringe Aufwandmengen
- Mittlere Stufen für klassischen Stallmist
- Hohe Stufen für schnelles Entleeren oder hohe Aufwandmengen
Der mechanische Antrieb hat gegenüber hydraulischen Lösungen einen Vorteil: Er ist exakt reproduzierbar. Stufe 4 fördert immer gleich schnell – unabhängig von Öltemperatur, Motordrehzahl und Hydraulikdruck. Das macht die Einstellung übertragbar und die Ausbringung dokumentierbar.
Förderkette mit 11 mm Gliedstärke
Die feuerverzinkte Förderkette hat eine Gliedstärke von 11 mm – ein kräftiger Wert.
Die Kette muss knapp vier Tonnen Material gegen den Bodenreibwiderstand nach hinten schieben. Bei verdichtetem oder gefrorenem Mist wirken erhebliche Zugkräfte.
Zusätzlich: Die Kette läuft im Mist. Feuerverzinkung ist hier keine Kosmetik, sondern Funktionsvoraussetzung – eine korrodierte Kette wird schwergängig und reißt.
Austauschbare Förderlatten aus 50 × 25 × 3-Profil
Die Förderlatten sind austauschbar und feuerverzinkt – aus Profilmaterial 50 × 25 × 3 mm.
Sie sind neben dem Boden das Hauptverschleißteil: Sie schleifen bei jeder Entleerung über den Bodenblech. Die Austauschbarkeit ist deshalb kein Detail, sondern Voraussetzung für lange Nutzung.
Rahmenkonstruktion: 160-mm-Profile in zwei Ebenen
Der Aufbau ist zweistufig ausgeführt:
Unterrahmen: Hauptlängsträger aus 160 mm Walzstahlprofilen, feuerverzinkt. Walzprofile haben durchgehend gleichmäßige Materialstruktur und hohe Festigkeit – die richtige Wahl für den tragenden Teil.
Oberrahmen: Hauptlängsträger aus 160 mm kaltgebogenen Profilen, feuerverzinkt. Kaltgebogene Profile bieten bei geringerem Gewicht gute Steifigkeit – passend für den aufbautragenden Teil.
Warum die Trennung sinnvoll ist: Unter- und Oberrahmen haben unterschiedliche Aufgaben. Der Unterrahmen nimmt Achslast und Zugkräfte auf, der Oberrahmen trägt den Ladekasten. Beide werkstoffgerecht auszulegen ergibt ein steiferes Gesamtsystem bei geringerem Gewicht.
Zweistufige, homologierte Deichsel
Die feuerverzinkte, zweistufige Deichsel lässt sich mit der unteren oder oberen Traktoraufnahme verbinden.
Das ist ein erheblicher Praxisvorteil: Der Streuer passt an unterschiedliche Traktoren – ob mit hoher Anhängekupplung, Zugmaul unten oder Untenanhängung.
Bei wechselnden Zugfahrzeugen im Betrieb oder bei überbetrieblicher Nutzung ist das entscheidend. Zudem lässt sich die Deichselhöhe an das Fahrzeug anpassen, sodass der Streuer waagerecht läuft – wichtig für gleichmäßige Ausbringung.
Das austauschbare Auge macht die Deichsel zusätzlich flexibel: Bei Verschleiß oder anderer Kupplungsart wird nur das Auge getauscht.
Homologiert gemäß Verordnung 2015/208 – die Deichsel erfüllt die EU-Anforderungen für land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge und ist damit für den Straßenverkehr zugelassen.
Zweileitige pneumatische Bremsanlage
Die zweileitige Druckluftbremsanlage mit manuellem Bremskraftregler ist die im landwirtschaftlichen Bereich verbreitete Ausführung.
Zweileitig bedeutet: getrennte Vorrats- und Bremsleitung. Der Vorteil ist sicherheitsrelevant – bei Abriss der Vorratsleitung bremst der Anhänger automatisch ab.
Der manuelle Bremskraftregler erlaubt die Anpassung an den Beladungszustand: Ein leerer Streuer braucht deutlich weniger Bremskraft als ein voller. Ohne Anpassung würden die Räder blockieren.
Als Zusatzausrüstung ist eine homologierte Zweikreis-Hydraulik-Bremsanlage mit automatischer Bremskraftregelung erhältlich – für Traktoren mit hydraulischer Anhängerbremse und mit selbsttätiger Lastanpassung.
ADR-Achse mit 300 × 60-Bremse
Die Achse stammt vom renommierten Hersteller ADR – ausgeführt als Vollbalken mit 70 mm Querschnitt und Bremse 300 × 60.
Drei Punkte dazu:
Zukaufteil eines Spezialisten. ADR ist einer der etablierten europäischen Achsenhersteller. Die Ersatzteilversorgung ist dadurch unabhängig vom Gerätehersteller gesichert.
Vollbalken 70 mm. Massive Ausführung statt Rohrachse – höhere Biegesteifigkeit und Unempfindlichkeit gegen Verformung.
Bremse 300 × 60. Trommeldurchmesser 300 mm, Backenbreite 60 mm – für 5.700 kg zulässiges Gesamtgewicht angemessen dimensioniert.
Handbremse mit Kurbel
Die Handbremse mit Kurbel sichert den abgekuppelten Streuer gegen Wegrollen.
Bei einem Gerät mit 5.700 kg zulässigem Gesamtgewicht ist das nicht optional, sondern zwingend – ein voll beladener Streuer auf abschüssigem Hof ist eine ernste Gefahr. Ergänzend liegen zwei Radkeile in verzinkten Halterungen bei.
Gussräder aus Sphäroguss
Die Radkörper bestehen aus Sphäroguss (Gusseisen mit Kugelgraphit) – nicht aus Stahlblech.
Der Unterschied: Sphäroguss verbindet die Gießbarkeit von Gusseisen mit Zähigkeit und Bruchfestigkeit nahe der von Stahl. Bei Blechrädern können Schweißnähte und Umformungen zu Schwachstellen werden; Gussräder sind einteilig und homogen.
Für ein Gerät, das über Feldwege, Stoppeln und unebenes Gelände bewegt wird, ist das die robustere Lösung.
Räder 11.5/80-15.3
Die serienmäßige Bereifung ist eine klassische Landwirtschaftsgröße für Anhänger dieser Klasse.
Als Zusatzausrüstung sind Räder 400/60-15,5 erhältlich – deutlich breiter und damit mit geringerem Bodendruck. Die Empfehlung: Wer auf feuchten Böden, im Frühjahr oder auf empfindlichem Grünland arbeitet, sollte die breitere Bereifung wählen. Sie schont die Narbe und reduziert die Verdichtung.
Homologierte 12-V-Beleuchtung
Die Beleuchtungsanlage ist homologiert und damit straßenverkehrstauglich ausgeführt:
- Hintere Lampen mit Glühbirnen – im Feldeinsatz robust und überall nachkaufbar
- Vordere LED-Beleuchtung – wartungsfrei und gut sichtbar
- Umrissreflektoren – für die Erkennbarkeit bei Dunkelheit
- Anschlusskabel mit 7-PIN-12-V-Stecker – die Standardschnittstelle
Als Zusatzausrüstung ist vollständige LED-Beleuchtung erhältlich – wartungsfrei, stoßunempfindlich und mit deutlich längerer Lebensdauer.
Ladefläche 1.070 mm über dem Boden, Ladungshöhe 1.570 mm
Die Ladeflächenhöhe von 1.070 mm und die Ladungshöhe von 1.570 mm definieren die erforderliche Ladetechnik: Ein Frontlader oder Teleskoplader muss über 1,57 m hinaus ausheben können, um sauber zu befüllen.
Die Wandhöhe von 500 mm ergibt zusammen mit der Ladefläche ein Volumen, das sich mit den optionalen Aufsatzwänden verdoppeln lässt – siehe unten.
Laderaum innen 3.770 mm
Knapp 3,8 Meter Innenlänge bei 2.120 mm Außenbreite ergeben eine großzügige Ladefläche – ausgelegt für die vier Tonnen Nutzlast.
Optional: Volumen-Aufsatzwände mit Schwerkraftklappe
Als Zusatzausrüstung sind feuerverzinkte Volumen-Aufsatzwände mit hinterer Schwerkraftklappe in 500 mm Höhe erhältlich.
Das verdoppelt die Wandhöhe auf 1.000 mm und damit das Ladevolumen erheblich – sinnvoll bei leichten, voluminösen Materialien wie trockenem Geflügelmist, Kompost, Rindenmulch oder Substrat, bei denen das Volumen und nicht das Gewicht die Grenze setzt.
Die hintere Schwerkraftklappe öffnet beim Kippen selbsttätig – die Aufsatzwände machen aus dem Streuer damit einen vollwertigen Transportanhänger.
Wichtige Einschränkung: Die Aufsatzwände können nicht gemeinsam mit dem Streuaggregat montiert werden. Für den Transportbetrieb ist zusätzlich die optionale Heckwand mit 500 mm Höhe erforderlich, die anstelle des Streuaggregats montiert wird.
Damit wird die Maschine zum Zweizweckgerät: im Frühjahr und Herbst Miststreuer, dazwischen Transportanhänger.
Weitere Zusatzausrüstung
Hydraulische Deichselstütze – ersetzt die Kurbelbedienung. Beim An- und Abkuppeln eines schweren Streuers ein spürbarer Komfortgewinn.
Hydraulische Rückwand (vor dem Streuaggregat) – dosiert die Materialzufuhr zum Aggregat vom Traktorsitz aus und verhindert unkontrolliertes Nachrutschen.
Hydraulische Schnellkupplung mit Druckablassventil – erleichtert das Kuppeln unter Restdruck, ein bekanntes Ärgernis bei Hydraulikanschlüssen.
Gelenkwelle bzw. Weitwinkel-Gelenkwelle – nicht serienmäßig enthalten und passend zum Zugfahrzeug zu wählen. Die Weitwinkelausführung ist bei engen Wendemanövern erforderlich, wo eine Standardgelenkwelle an ihre Beugewinkelgrenze käme.
Kupplungszug Ø 40 – für Zugfahrzeuge mit entsprechender Kupplungsgröße; serienmäßig ist ein geschraubtes Zugglied Ø 50 mm verbaut.
Warndreieck – die Kennzeichnungstafel für bauartbedingt langsam fahrende Fahrzeuge, je nach nationaler Vorschrift erforderlich.
Zwei Gewichtsangaben – was zu beachten ist
Das Datenblatt nennt zwei unterschiedliche zulässige Gesamtgewichte:
5.700 kg nach polnischen Vorschriften – der nationale Wert des Herstellerlandes.
3.900 kg nach Verordnung 2015/208 (nur Achslast) – der EU-Wert, der sich auf die zulässige Achslast bezieht.
Für den Betrieb in Deutschland und Österreich ist zu klären, welcher Wert maßgeblich ist. Die Beladung sollte im Zweifel am niedrigeren Wert ausgerichtet werden. Vor der Zulassung ist dies mit der zuständigen Stelle zu klären.
Was zu beachten ist
Gelenkwelle ist nicht im Lieferumfang. Nur eine Gelenkwelle in passender Länge und mit vollständigem Schutz verwenden; die Schutzeinrichtungen sind über die Halteketten gegen Mitdrehen zu sichern.
Zulässige Achslast und Anhängelast prüfen. Siehe Hinweis zu den zwei Gewichtsangaben.
Bremskraftregler an den Beladungszustand anpassen – bei jeder Fahrt neu. Ein leerer Streuer mit voller Bremskraft blockiert.
Nur bei stehender Maschine eingreifen. Vor Wartung und Störungsbeseitigung Zapfwelle abschalten, Traktormotor abstellen, Zündschlüssel abziehen und Stillstand des Streuaggregats abwarten – die Walzen laufen nach.
Abstand halten. Beim Streuen wird Material mit erheblicher Wucht ausgeworfen – Personen, Tiere und Fahrzeuge fernhalten.
Handbremse und Radkeile nutzen, wenn der Streuer abgekuppelt abgestellt wird.
Persönliche Schutzausrüstung: Handschuhe und Sicherheitsschuhe; bei trockenem, staubendem Material zusätzlich Atemschutz.
Nach dem Einsatz reinigen. Auch bei Verzinkung: Mistrückstände entfernen, insbesondere aus Streuaggregat und Förderkette. Getrockneter Mist blockiert bewegliche Teile.
Fachrechtliche Vorgaben beachten. Für die Ausbringung von Wirtschaftsdünger gelten Sperrfristen, Aufbringungsverbote (gefrorener, wassergesättigter oder schneebedeckter Boden), Abstandsauflagen zu Gewässern und Dokumentationspflichten. Maßgeblich sind die jeweils geltenden nationalen und regionalen Düngevorschriften.
Als Arbeitsmittel unterliegen Anhängegeräte den Anforderungen an Schutzeinrichtungen und wiederkehrende Prüfung; maßgeblich sind Betriebssicherheitsverordnung, Maschinenrichtlinie und die einschlägigen DGUV-Vorschriften.
Typische Einsatzgebiete
Ackerbau- und Gemischtbetriebe, Rinder- und Milchviehhaltung, Pferdehaltung und größere Reitbetriebe, Schweinehaltung, Geflügelhaltung, Kompost- und Substratausbringung, Kalkausbringung (mit A4V-Aggregat), Lohnunternehmen und Maschinenringe, überbetriebliche Zusammenarbeit, Biogasanlagen (Gärrestausbringung), Grünland- und Weidepflege, Betriebe mit wechselnden Zugfahrzeugen, kombinierte Nutzung als Transportanhänger.
Häufige Fragen
Wie viel Nutzlast hat der Streuer?
Rund 3.980 kg, bei einem Eigengewicht von etwa 1.720 kg. Beide Werte können je nach Ausstattung abweichen.
Warum stehen zwei zulässige Gesamtgewichte im Datenblatt?
5.700 kg ist der Wert nach polnischen Vorschriften, 3.900 kg der Wert nach EU-Verordnung 2015/208 bezogen auf die Achslast. Welcher Wert für den Betrieb in Deutschland oder Österreich maßgeblich ist, sollte vor der Zulassung mit der zuständigen Stelle geklärt werden.
Was ist das Streuaggregat A2HS?
Zwei horizontal übereinander angeordnete Schnecken-Streuwalzen. Sie zerreißen und zerkleinern das Material und werfen es breit gefächert nach hinten aus – die bewährte Bauart für klassischen Stallmist mit Strohanteil.
Was ist der Unterschied zum optionalen A4V-Aggregat?
Vier vertikale Schneckentrommeln mit Streutellern und Kalkbehälter. Sie erzielen eine größere Streubreite und gleichmäßigere Querverteilung – und ermöglichen zusätzlich das Ausbringen von Kalk. Ein Deflektor zur Begrenzung der Streubreite ist ebenfalls erhältlich.
Wie wird die Ausbringmenge geregelt?
Über den 9-stufig einstellbaren Förderbandantrieb. Die Fördergeschwindigkeit bestimmt, wie viel Material pro Zeiteinheit ins Streuaggregat gelangt. Der mechanische Antrieb ist exakt reproduzierbar – Stufe 4 fördert immer gleich schnell, unabhängig von Öltemperatur und Hydraulikdruck.
Warum ist die konsequente Feuerverzinkung so wichtig?
Weil Mist chemisch aggressiv ist und Lack nur schützt, solange er unbeschädigt bleibt – was bei einem Miststreuer nie der Fall ist. Zink geht eine metallurgische Verbindung mit dem Stahl ein und schützt kathodisch, auch an Kratzern und Schnittkanten.
Ist der Boden austauschbar?
Ja. Das 4 mm starke, feuerverzinkte Flachblech ist als Verschleißteil konzipiert – ist es nach Jahren verschlissen, wird es ersetzt, nicht die ganze Maschine.
Was bringt die zweistufige Deichsel?
Sie lässt sich mit der unteren oder oberen Traktoraufnahme verbinden – der Streuer passt damit an unterschiedliche Traktoren. Zudem lässt sich die Deichselhöhe so anpassen, dass der Streuer waagerecht läuft, was für gleichmäßige Ausbringung wichtig ist. Das Auge ist austauschbar, die Deichsel homologiert nach Verordnung 2015/208.
Welche Bremsanlage ist verbaut?
Eine zweileitige pneumatische Bremsanlage mit manuellem Bremskraftregler. Zweileitig bedeutet: Bei Abriss der Vorratsleitung bremst der Anhänger automatisch ab. Eine homologierte Zweikreis-Hydraulikbremse mit automatischer Bremskraftregelung ist als Zusatzausrüstung erhältlich.
Muss ich den Bremskraftregler einstellen?
Ja, bei jeder Fahrt entsprechend dem Beladungszustand. Ein leerer Streuer braucht deutlich weniger Bremskraft als ein voller – ohne Anpassung würden die Räder blockieren.
Was zeichnet die Achse aus?
Sie stammt vom Hersteller ADR, ist als Vollbalken mit 70 mm Querschnitt ausgeführt und trägt eine Bremse 300 × 60. Als Zukaufteil eines Spezialisten ist die Ersatzteilversorgung unabhängig vom Gerätehersteller gesichert.
Warum Gussräder aus Sphäroguss?
Sphäroguss verbindet Gießbarkeit mit Zähigkeit und Bruchfestigkeit nahe der von Stahl. Gussräder sind einteilig und homogen – bei Blechrädern können Schweißnähte und Umformungen zu Schwachstellen werden.
Welche Bereifung sollte ich wählen?
Serienmäßig sind Räder 11.5/80-15.3 verbaut. Wer auf feuchten Böden, im Frühjahr oder auf empfindlichem Grünland arbeitet, sollte die optionalen 400/60-15,5 wählen – deutlich breiter, geringerer Bodendruck, weniger Verdichtung.
Ist eine Gelenkwelle im Lieferumfang?
Nein. Sie ist passend zum Zugfahrzeug zu wählen; Standard- und Weitwinkelausführung sind als Zusatzausrüstung erhältlich. Die Weitwinkelversion ist bei engen Wendemanövern erforderlich.
Kann ich den Streuer auch als Transportanhänger nutzen?
Ja, mit zwei Zusatzausrüstungen: den Volumen-Aufsatzwänden mit hinterer Schwerkraftklappe und der Heckwand, die anstelle des Streuaggregats montiert wird. Wichtig: Die Aufsatzwände können nicht gemeinsam mit dem Streuaggregat montiert werden.
Wozu die Aufsatzwände?
Sie verdoppeln die Wandhöhe auf 1.000 mm und damit das Ladevolumen erheblich – sinnvoll bei leichten, voluminösen Materialien wie Kompost, Rindenmulch oder trockenem Geflügelmist, bei denen das Volumen und nicht das Gewicht die Grenze setzt.
Wie hoch muss mein Lader ausheben können?
Die Ladungshöhe beträgt 1.570 mm – ein Frontlader oder Teleskoplader muss darüber hinaus ausheben können, um sauber zu befüllen.
Wie reinige ich den Streuer?
Nach dem Einsatz Mistrückstände entfernen, insbesondere aus Streuaggregat und Förderkette – getrockneter Mist blockiert bewegliche Teile. Die Verzinkung erleichtert die Reinigung, ersetzt sie aber nicht.
Wann darf ich Mist ausbringen?
Für Wirtschaftsdünger gelten Sperrfristen sowie Verbote bei gefrorenem, wassergesättigtem oder schneebedecktem Boden, Abstandsauflagen zu Gewässern und Dokumentationspflichten. Maßgeblich sind die jeweils geltenden Düngevorschriften.