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Cynkomet Miststreuer 10 t, Tandemachse, 2 × 4.000 Nm Getriebe

Description

Cynkomet Miststreuer 10 t, Tandemachse, 2 × 4.000 Nm Getriebe

Lieferumfang

  • 1 × Cynkomet Miststreuer mit Tandemaufhängung
  • Streuaggregat A2V mit 2 ausgewuchteten geneigten vertikalen Trommeln, angeschraubten Messern und Kalkauflage, feuerverzinkt
  • Austauschbare Messer für das Streuaggregat
  • Geteilte Deflektoren, feuerverzinkt
  • Feuerverzinktes vorderes Gitter nach PN-EN 690:2014-02 mit Klappmechanismus für Transportzwecke
  • Feuerverzinkte hydraulische Rückwand
  • Feuerverzinkte, zweistufige Deichsel mit austauschbarem 50-mm-Auge, zugelassen nach ECE-R 55
  • Geschraubte Deichsel, Durchmesser 50 mm
  • Feuerverzinkte hydraulische Deichselstütze
  • Gelenkwelle
  • Antriebswellen mit Reib- und Freilaufkupplungen
  • Handbremse mit Kurbel
  • Zweileitige pneumatische Bremsanlage mit automatischem lastabhängigem Bremskraftregler (ALB)
  • ADR-Achsen, Vollbalken 90 mm quadratischer Querschnitt, Bremse 400 × 80
  • Tandemaufhängung auf parabolischen Federn
  • Räder 550/60-22.5
  • Gussräder aus Sphäroguss
  • Außentreppe mit rutschfesten Stufen
  • Austauschbare feuerverzinkte Gleitkufen für die Bodenfördererlatten
  • Kettenabstandhalter
  • Hydraulikanlage aus galvanisch verzinkten Stahlrohren und flexiblen Schläuchen
  • Hydraulischer Anschluss ISO 7241-1 DN 12.5
  • 12-V-Beleuchtung, homologiert – Glühlampenbeleuchtung mit LED-Umrissbeleuchtung
  • Anschlusskabel mit 7-PIN-12-V-Stecker
  • 2 Radkeile in verzinkten Taschen
  • EU-Homologation

Zusätzliche Ausrüstung (optional):

  • Feuerverzinkte Volumen-Aufsatzwände mit hinterer Hydraulikklappe, Höhe 800 mm (nicht gemeinsam mit dem Streuaggregat montierbar)
  • Digital Control – Steuerung von Fördererantrieb, Rückwand, Volumenklappe, hydraulischer Deichselstütze und hydraulischen Deflektoren
  • Hydraulisches Förderband mit elektrischer Steuerung in der Schlepperkabine
  • Kupplungszug K80 (erhöht die zulässige Belastung der Deichselöse auf 4.000 kg)
  • Homologierte Zweikreis-Hydraulik-Bremsanlage mit automatischer Bremskraftregelung
  • Vollständige LED-Beleuchtung
  • Hydraulische Schnellkupplung mit Druckablassventil
  • Räder 600/50-22.5
  • Weitwinkel-Gelenkwelle
  • Warndreieck

Technische Daten

MerkmalWert
HerstellerCynkomet
ProduktartMiststreuer, gezogen, Tandemachse
Typ / Variante / Version laut EU-HomologationN-2 920 51
Administrative Nutzlastca. 10.080 kg*
Technische Nutzlastca. 10.080 kg*
Zulässiges Gesamtgewicht (Vorschriften PL)16.000 kg
Zul. Gesamtgewicht nach VO 2015/208 (nur Achslast)13.000 kg
Eigengewichtca. 5.920 kg*
Anzahl der Achsen2 – Tandem
AufhängungTandemaufhängung auf parabolischen Federn
StreuaggregatA2V – 2 ausgewuchtete geneigte vertikale Trommeln mit angeschraubten Messern und Kalkauflage
Antrieb Streuaggregatmechanisch über Zapfwelle
Antrieb Fördererhydraulisch, stufenlos einstellbar, mit Überlastventil
Getriebe Bodenförderer2 Stück, je 4.000 Nm
Deflektorengeteilt, feuerverzinkt
Länge8.430 mm
Breite2.460 mm
Höhe3.030 mm
Länge Laderaum innen (Oberseite)4.900 mm
Höhe der Ladekastenwände1.000 mm
Höhe der Ladefläche über dem Boden1.560 mm
Ladungshöhe2.560 mm
Dicke Bodenblech / Wand3 mm / 2 mm
Bodenaustauschbar, Flachblech, feuerverzinkt
Rückwandhydraulisch, feuerverzinkt
Vorderes Gitterfeuerverzinkt, nach PN-EN 690:2014-02, klappbar für Transport
Unterrahmenfeuerverzinkt, Längsträger aus Profilen 200 × 80 × 6
Oberrahmenfeuerverzinkt, geschweißt aus Profilen 160 × 60 × 4 und 200er Walzstahlkanälen
Deichselfeuerverzinkt, zweistufig, austauschbares 50-mm-Auge, zugelassen nach ECE-R 55
Deichselstützehydraulisch, feuerverzinkt
Zuggliedgeschraubt, Ø 50 mm
Förderkettefeuerverzinkt, Glieder 14 × 50, mit Kettenabstandhalter
Förderlattenaustauschbar, feuerverzinkt, aus C65-Walzstahlkanälen
Gleitkufen der Förderlattenaustauschbar, feuerverzinkt
Antriebswellenmit Reib- und Freilaufkupplungen
AchsenADR, Vollbalken 90 mm quadratisch, Bremse 400 × 80
Bremsanlagezweileitig pneumatisch mit automatischem lastabhängigem Bremskraftregler (ALB)
Handbremsemit Kurbel
Räder550/60-22.5
RadkörperSphäroguss
Hydraulikleitungengalvanisch verzinkte Stahlrohre und flexible Schläuche
HydraulikanschlussISO 7241-1 DN 12.5
ZugangAußentreppe mit rutschfesten Stufen
Beleuchtung12 V homologiert, Glühlampen mit LED-Umrissbeleuchtung
Elektroanschluss7-PIN, 12 V
Kippbare Wändenein

* Leergewicht und Nutzlast können je nach Ausstattung abweichen.

Produktbeschreibung

Miststreuer von Cynkomet mit über zehn Tonnen Nutzlast – die Großraumausführung mit Tandemfahrwerk

Dieser Miststreuer bringt rund 10.080 kg Nutzlast auf die Fläche – bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 16.000 kg und einem Laderaum von 4,9 Metern Innenlänge.

Die Maschine trägt eine EU-Typgenehmigung unter der Bezeichnung N-2 920 51 und ist für Betriebe und Lohnunternehmen konzipiert, bei denen Durchsatz und Flächenleistung über die Wirtschaftlichkeit entscheiden.

4,9 Meter Laderaum – die Dimension

Mit 4.900 mm Innenlänge liegt der Laderaum deutlich über allen kleineren Modellen der Baureihe (dort 3.770 mm). Bei 1.000 mm Wandhöhe ergibt das ein Ladevolumen, das den Sprung in die Zehn-Tonnen-Klasse trägt.

Was das praktisch bedeutet:

Weniger Fahrten pro Hektar. Bei entfernten Flächen und großen Mengen ist die Anzahl der Fahrten der entscheidende Kostenfaktor – jede eingesparte Fuhre bedeutet Zeit, Diesel und Arbeitszeit.

Wirtschaftlichkeit im Lohnbetrieb. Wo nach Fläche oder Tonnage abgerechnet wird, zählt der Durchsatz unmittelbar.

Auch bei leichtem Material voll ausnutzbar. Ein Meter Wandhöhe auf 4,9 Meter Länge fasst auch trockenen Geflügelmist, Kompost und strohreichen Pferdemist in relevanten Mengen.

Zwei Getriebe mit je 4.000 Nm – die Kraftreserve

Der Bodenförderer wird über zwei Getriebe mit jeweils 4.000 Nm angetrieben – 8.000 Nm Gesamtdrehmoment.

Warum diese Auslegung nötig ist: Der Kratzboden muss über zehn Tonnen Material gegen den Bodenreibwiderstand nach hinten schieben. Bei verdichtetem, gefrorenem oder stark strohhaltigem Material sind die erforderlichen Kräfte enorm – und die 4,9 Meter Laderaumlänge bedeuten zusätzlich eine große Reibfläche.

Der Nutzen:

Kein Steckenbleiben. Auch schwierigstes Material wird zuverlässig gefördert.

Zwei Getriebe statt einem. Die Last verteilt sich – jedes Getriebe arbeitet mit Reserve statt an der Grenze. Das bedeutet geringeren Verschleiß und höhere Lebensdauer.

Gleichmäßiger Kettenlauf. Beidseitiger Antrieb belastet die Kette symmetrisch und verhindert Schrägzug – bei 4,9 Metern Kettenlänge besonders wichtig.

Förderkette 14 × 50 – die schwere Ausführung

Die feuerverzinkte Förderkette mit Gliedern 14 × 50 ist deutlich kräftiger als bei den kleineren Modellen (11 mm Glieddurchmesser).

Das ist die logische Konsequenz aus Gewicht und Länge: Zehn Tonnen Material über 4,9 Meter verlangen eine entsprechend dimensionierte Kette.

Kettenabstandhalter

Ein durchdachtes Detail: Ein Kettenabstand verhindert das Auseinanderlaufen der Ketten während des Betriebs.

Der Hintergrund: Ein Kratzboden hat zwei parallel laufende Ketten. Laufen sie ungleichmäßig – etwa durch unterschiedliche Längung oder einseitige Belastung –, verzieht sich der gesamte Kratzboden. Die Latten laufen schief, verkanten und verschleißen ungleichmäßig.

Bei 4,9 Metern Kettenlänge ist dieses Risiko besonders groß – längere Ketten haben mehr Spielraum für Differenzen. Der Abstandhalter hält sie in Position.

Förderlatten aus C65-Walzstahlkanälen

Die auswechselbaren, feuerverzinkten Förderlatten bestehen aus C65-Walzstahlkanälen.

C-Profile haben gegenüber Flachprofilen einen konstruktiven Vorteil: hohe Biegesteifigkeit bei geringerem Gewicht. Die Latte muss die gesamte Ladebreite überspannen und dabei mehrere Tonnen Material schieben, ohne sich durchzubiegen.

Walzstahlkanäle – also gewalzte statt kaltgeformte Profile – haben durchgehend gleichmäßige Materialstruktur und höhere Festigkeit.

Austauschbare Gleitkufen für die Bodenfördererlatten

Ein Detail, das über die Lebensdauer entscheidet: Die Gleitkufen der Bodenfördererlatten sind austauschbar und feuerverzinkt.

Der Zusammenhang: Die Latten schleifen bei jeder Entleerung über das Bodenblech. Ohne Gleitkufen verschleißt entweder die Latte oder – schlimmer – das Bodenblech.

Mit austauschbaren Gleitkufen wird der Verschleiß auf ein günstiges Kleinteil gelenkt. Ist die Kufe abgenutzt, wird sie getauscht. Latte und Bodenblech bleiben erhalten.

Streuaggregat A2V – zwei ausgewuchtete vertikale Trommeln

Das Streuwerk besteht aus zwei ausgewuchteten, geneigten vertikalen Trommeln mit angeschraubten Messern und Kalkauflage.

Ausgewuchtet – der entscheidende Zusatz

Der Hersteller weist die Trommeln ausdrücklich als ausgewuchtet aus. Das ist bei Bauteilen dieser Größe und Drehzahl kein Nebenaspekt:

Vibrationsarmer Lauf. Eine unwuchtige Trommel erzeugt Schwingungen, die sich auf Lager, Getriebe, Rahmen und Zugfahrzeug übertragen.

Deutlich längere Lagerlebensdauer. Unwucht ist die häufigste Ursache für vorzeitigen Lagerverschleiß.

Ruhigerer Lauf, weniger Geräusch.

Gleichmäßigeres Streubild. Eine ruhig laufende Trommel wirft konstanter aus.

Angeschraubte, austauschbare Messer

Die Messer sind angeschraubt und austauschbar. Das ist ein wesentlicher Unterschied zu geschweißten Ausführungen:

Verschleiß wird zum Wartungsfall statt zum Reparaturfall. Die Messer sind das Hauptverschleißteil des Streuwerks – bei abrasivem Material wie sandigem Mist oder Kompost verschleißen sie merklich. Angeschraubte Messer werden gewechselt, geschweißte müssten aufgeschweißt oder die ganze Trommel getauscht werden.

Wechsel vor Ort möglich. Kein Werkstattaufenthalt, kein Schweißgerät.

Gleichbleibende Streuqualität. Verschlissene Messer zerkleinern schlechter und werfen ungleichmäßiger.

Zwei große Trommeln statt vier kleiner

Die A2V-Bauart mit zwei Trommeln unterscheidet sich von den A4VS-Aggregaten der kleineren Modelle. Der Grund liegt in der Dimensionierung: Bei zehn Tonnen Durchsatz und 2,46 Metern Aufbaubreite arbeiten zwei große Trommeln effizienter als vier kleinere – sie verarbeiten größere Materialmengen pro Umdrehung und haben mehr Schwungmasse für gleichmäßigen Lauf.

Kalkauflage – der zweite Einsatzbereich

Das Aggregat verfügt über eine Kalkauflage. Damit lässt sich die Maschine für die Ausbringung von Kalk nutzen.

Kalkung ist Pflichtprogramm. Der pH-Wert ist die Grundlage der Bodenfruchtbarkeit. Stimmt er nicht, bleiben alle anderen Maßnahmen wirkungslos – Nährstoffe sind nicht verfügbar, die Bodenstruktur leidet, das Bodenleben arbeitet schlechter.

Kalkausbringung wird meist zugekauft. Wer selbst streuen kann, spart die Lohnkosten oder wird selbst zum Dienstleister.

Zwei Verfahren, eine Maschine. Anschaffung, Wartung, Stellplatz und Zulassung fallen nur einmal an.

Und ein besonderer Vorteil der Tandemachse: Kalk wird oft im Herbst oder zeitigen Frühjahr ausgebracht – genau dann, wenn Böden empfindlich sind. Die bessere Lastverteilung erweitert das nutzbare Zeitfenster.

Geteilte Deflektoren serienmäßig

Bei den kleineren Modellen ist der Streuwalzenschutz mit Streubreitenbegrenzung Zusatzausrüstung – hier sind geteilte Deflektoren serienmäßig verbaut und feuerverzinkt.

Ihre Funktion: Sie begrenzen die Streubreite und lenken den Materialstrom.

Warum das bei dieser Maschine unverzichtbar ist: Die große Streubreite ist auf der Fläche ein Vorteil – am Feldrand wird sie zum Problem. Material, das über die Grenze hinaus geschleudert wird, landet auf Nachbarflächen, Wegen, in Gräben oder Gewässern.

Abstandsauflagen zu Gewässern sind rechtlich verbindlich und werden kontrolliert.

Geteilt bedeutet: Die beiden Hälften lassen sich unabhängig einstellen – einseitige Streubreitenbegrenzung ist damit möglich, ohne die andere Seite einzuschränken. Genau das braucht man beim Bearbeiten eines Randbereichs.

Als Zusatzausrüstung sind die Deflektoren im Rahmen der Digital-Control-Ausstattung hydraulisch verstellbar – Bedienung vom Traktorsitz aus.

Klappbares vorderes Gitter nach PN-EN 690

Das feuerverzinkte vordere Gitter erfüllt die Sicherheitsanforderungen nach PN-EN 690:2014-02 – der europäischen Norm für Miststreuer – und verfügt über einen Klappmechanismus für Transportzwecke.

Zwei Funktionen:

Sicherheit. Das Gitter schützt vor dem Kratzboden und vor Material, das nach vorn ausweicht. Die Normkonformität ist dabei mehr als ein Aufkleber: PN-EN 690 definiert konkrete Anforderungen an Schutzeinrichtungen bei Miststreuern.

Transportstellung. Der Klappmechanismus reduziert die Transporthöhe. Bei einer Gesamthöhe von 3.030 mm ist jeder Zentimeter relevant – etwa bei Hallendurchfahrten, Unterführungen und Toren.

ALB – automatischer lastabhängiger Bremskraftregler

Das ist die wichtigste sicherheitstechnische Ausstattung dieser Maschine.

Die einfacheren Modelle haben einen manuellen Bremskraftregler: Der Fahrer muss ihn bei jeder Fahrt entsprechend dem Beladungszustand einstellen.

Das Problem in der Praxis: Man vergisst es. Ein leerer Streuer mit voller Bremskraft blockiert die Räder – die Bremswirkung wird schlechter, nicht besser, und die Reifen leiden. Ein voller Streuer mit zu geringer Bremskraft bremst nicht ausreichend.

Der ALB regelt automatisch. Er erfasst den Beladungszustand über den Federweg und passt die Bremskraft entsprechend an.

Bei einem Gerät, dessen Gewicht zwischen 5,9 und 16 Tonnen variiert – also um fast das Dreifache –, ist die automatische Regelung ein erheblicher Sicherheitsgewinn.

Immer richtige Bremskraft, ohne dass jemand daran denken muss.

Kein Blockieren bei leerer Fahrt – kürzere Bremswege und weniger Reifenverschleiß.

Volle Bremsleistung bei voller Beladung.

Stufenlose Anpassung auch bei Teilbeladung – etwa wenn während des Streuens Material abgegeben wird.

Bremsen 400 × 80 – die größte Dimension der Baureihe

Die Bremse 400 × 80 ist deutlich größer dimensioniert als bei allen kleineren Modellen:

ModellklasseBremsdimension
6-Tonnen-Klasse300 × 60
8-Tonnen-Klasse300 × 90
Diese Maschine400 × 80

Der um 100 mm größere Trommeldurchmesser ist der entscheidende Sprung: Ein größerer Durchmesser erzeugt bei gleicher Anpresskraft ein deutlich höheres Bremsmoment – die Hebelwirkung nimmt zu.

Kombiniert mit der Tandemachse ergeben sich vier Bremsen dieser Dimension – eine Bremsanlage, die den 16 Tonnen Gesamtgewicht angemessen ist.

Tandemaufhängung auf parabolischen Federn

Die Maschine trägt zwei Achsen in Tandemanordnung, gefedert über parabolische Federn.

Halbierter Bodendruck

Sechzehn Tonnen Gesamtgewicht verteilen sich auf vier statt zwei Räder. Der Bodendruck pro Rad halbiert sich damit näherungsweise.

Deutlich weniger Bodenverdichtung. Verdichtete Böden führen zu schlechterer Durchwurzelung, gestörtem Wasserhaushalt und Ertragsverlusten – die Folgen wirken über Jahre.

Befahrbarkeit bei feuchten Bedingungen. Im Frühjahr, wenn die erste Mistgabe ansteht, entscheidet der Bodendruck darüber, ob gefahren werden kann.

Schonung der Grasnarbe auf Grünland.

Parabolische Federn

Parabelfedern sind keine gewöhnlichen Blattfedern. Die Federblätter sind parabolisch ausgeschliffen – in der Mitte dick, zu den Enden hin dünner auslaufend.

Weniger Reibung zwischen den Blättern, dadurch weichere, progressivere Federung.

Besseres Ansprechverhalten auch bei kleinen Unebenheiten.

Geringeres Gewicht bei gleicher Tragkraft und längere Lebensdauer.

Warum Federung bei 16 Tonnen zählt

Schutz der Maschine. Ungefederte Stöße gehen direkt in Rahmen, Aufbau und Streuwerk – bei diesen Massen erhebliche Kräfte.

Schutz des Zugfahrzeugs. Kräfte, die nicht gefedert werden, landen in der Anhängekupplung und im Traktorrahmen.

Höhere Transportgeschwindigkeit. Bei 8,43 Metern Länge und weiten Wegen ein realer Zeitfaktor.

Gleichmäßigeres Streubild. Ein ruhig laufendes Fahrwerk hält das Streuwerk in konstanter Lage.

Und – wichtig für den ALB: Die Federung ist die technische Voraussetzung für die lastabhängige Bremskraftregelung, die den Federweg als Messgröße nutzt.

ADR-Achsen mit 90 mm Vollbalken

Die Achsen stammen vom renommierten Hersteller ADR – ausgeführt als Vollbalken mit 90 mm quadratischem Querschnitt, der stärksten Ausführung der Baureihe.

Zukaufteil eines Spezialisten. ADR ist einer der etablierten europäischen Achsenhersteller – die Ersatzteilversorgung ist unabhängig vom Gerätehersteller gesichert.

Vollbalken statt Rohrachse. Massive Ausführung bedeutet höhere Biegesteifigkeit und Unempfindlichkeit gegen Verformung. Der quadratische Querschnitt bietet gute Steifigkeit in allen Belastungsrichtungen.

Rahmenkonstruktion: schwere Profile in zwei Ebenen

Der Aufbau ist zweistufig ausgeführt – mit deutlich stärkeren Profilen als bei den kleineren Modellen:

Unterrahmen: Längsträger aus Profilen 200 × 80 × 6, feuerverzinkt. Das ist ein massives Rechteckprofil mit 6 mm Wandstärke – ausgelegt auf Achslast und Zugkräfte bei 16 Tonnen.

Oberrahmen: geschweißt aus Profilen 160 × 60 × 4 und 200er Walzstahlkanälen, feuerverzinkt. Die Kombination aus Rechteckprofilen und Walzstahlkanälen ist werkstoffgerecht: Die Kanäle nehmen die Biegelasten des Ladekastens auf, die Rechteckprofile versteifen in der Fläche.

Warum die Trennung sinnvoll ist: Unter- und Oberrahmen haben unterschiedliche Aufgaben. Beide werkstoffgerecht auszulegen ergibt ein steiferes Gesamtsystem bei geringerem Gewicht.

Antriebswellen mit Reib- und Freilaufkupplungen

Die Antriebswellen sind mit Schutzkupplungen ausgestattet – Reib- und Freilaufkupplungen decken zwei unterschiedliche Schadensszenarien ab:

Die Reibkupplung begrenzt das Drehmoment. Blockiert das Streuwerk – etwa durch einen Fremdkörper –, rutscht die Kupplung, statt Getriebe oder Zapfwelle zu zerstören.

Die Freilaufkupplung schützt beim Abschalten. Die vertikalen Trommeln haben erhebliche Schwungmasse und laufen nach; ohne Freilauf würden sie den Traktormotor über die Zapfwelle antreiben und das Getriebe rückwärts belasten.

Beide Kupplungen zusammen decken die zwei wichtigsten Schadensfälle ab – bei einem Streuwerk dieser Leistungsklasse notwendig.

Hydraulische Rückwand und hydraulische Deichselstütze serienmäßig

Beide Komponenten sind feuerverzinkt und serienmäßig hydraulisch ausgeführt.

Die hydraulische Rückwand dosiert die Materialzufuhr zum Streuaggregat und verhindert unkontrolliertes Nachrutschen. Bei 1.000 mm Wandhöhe und zehn Tonnen Material entsteht eine erhebliche Materialsäule.

Vom Traktorsitz bedienbar. Öffnungsweite und damit Materialdurchsatz lassen sich während der Fahrt anpassen.

Zweite Dosierebene. Zusammen mit dem stufenlosen Förderantrieb ergibt sich eine sehr feine Regelung – Fördergeschwindigkeit und Öffnungsweite lassen sich unabhängig einstellen.

Die hydraulische Deichselstütze ersetzt die Kurbelbedienung. Bei einer Maschine mit knapp sechs Tonnen Eigengewicht ist das kein Komfortmerkmal, sondern eine spürbare Arbeitserleichterung beim An- und Abkuppeln.

Stufenloser Hydraulikantrieb des Bodenförderers mit Überlastventil

Der hydraulische Antrieb mit stufenloser Einstellung ermöglicht die exakte Regelung der Ausbringmenge:

Stufenlose Regelung statt fester Stufen – präzise Anpassung an den Nährstoffbedarf.

Verstellung vom Traktorsitz aus während der Fahrt.

Anpassung an wechselnde Bedingungen – wird das Material dichter oder trockener, kann sofort nachgeregelt werden.

Das Überlastventil begrenzt die Kraft bei gefrorenem Mist, verkeiltem Material oder Fremdkörpern – bevor Kette, Antrieb oder Getriebe Schaden nehmen.

Optional: Digital Control – die Komplettsteuerung

Als Zusatzausrüstung ist Digital Control erhältlich – eine elektronische Steuerung für:

  • Fördererantrieb
  • Hintere Rückwand
  • Volumenklappe
  • Hydraulische Deichselstütze
  • Hydraulische Deflektoren

Der Nutzen: Alle Funktionen vom Traktorsitz aus bedienbar, über eine zentrale Steuerung statt über einzelne Hydraulikhebel.

Besonders wertvoll bei den hydraulischen Deflektoren: Die Streubreitenbegrenzung lässt sich während der Fahrt zuschalten – etwa beim Erreichen des Feldrandes. Ohne elektronische Steuerung müsste man anhalten und manuell verstellen.

Zudem entlastet Digital Control die Steuergeräte des Traktors – die Funktionen werden über die zentrale Steuerung verteilt, nicht über einzelne Anschlüsse.

Ergänzend ist ein hydraulisches Förderband mit elektrischer Steuerung in der Schlepperkabine erhältlich.

Optional: Kupplungszug K80 – höhere Deichsellast

Als Zusatzausrüstung ist ein Kupplungszug K80 erhältlich. Der entscheidende Punkt steht im Kleingedruckten: Die zulässige Belastung der Deichselöse steigt auf 4.000 kg.

Das ist ein erheblicher Unterschied. Warum das zählt:

Bei Kugelkopfkupplungen ist die Verbindung spielfrei. Das reduziert Schlagbelastungen und erlaubt höhere Stützlasten.

Höhere Deichsellast bedeutet bessere Gewichtsverteilung. Ein Teil des Gewichts kann auf den Traktor abgestützt werden statt auf die Achsen – das verbessert Traktion und Fahrverhalten.

Weniger Verschleiß an Kupplung und Deichselöse durch die spielfreie Verbindung.

Geringere Geräuschentwicklungkein Klappern bei Lastwechseln.

Vor der Bestellung prüfen: Ob das Zugfahrzeug über eine K80-Kugelkupplung verfügt und welche Stützlast diese aufnehmen darf.

Konsequente Feuerverzinkung

Der Hersteller verzinkt praktisch die gesamte Maschine: Wände, austauschbarer Boden, Streuaggregat, Deflektoren, vorderes Gitter, hydraulische Rückwand, Deichsel, hydraulische Deichselstütze, Unter- und Oberrahmen, Förderkette, Förderlatten, Gleitkufen und die Taschen der Radkeile.

Warum das bei einem Miststreuer entscheidend ist

Mist ist das chemisch aggressivste Material der Landwirtschaft. Ammoniak, Harnsäure, Salze und organische Säuren greifen unbehandelten Stahl in kurzer Zeit an – und ein Miststreuer steht das ganze Jahr im Freien.

Bei Kalkausbringung kommt eine zweite Belastung hinzu: Kalk ist stark alkalisch und in Verbindung mit Feuchtigkeit ebenfalls korrosionsfördernd.

Lack schützt nur, solange er unbeschädigt ist – beim Miststreuer ist er das nie. Feuerverzinkung geht dagegen eine metallurgische Verbindung mit dem Stahl ein und schützt zusätzlich kathodisch, auch an Kratzern und Schnittkanten.

Das praktische Ergebnis: kein Nachstreichen, keine Rostbehandlung, Werterhalt über Jahrzehnteund ein deutlich höherer Wiederverkaufswert.

Austauschbarer Boden

Der feuerverzinkte Boden aus Flachblech ist austauschbar.

Der Boden ist neben Förderkette und Latten das Hauptverschleißteil. Die Auswechselbarkeit bedeutet: Ist er nach vielen Jahren verschlissen, wird er ersetzt – nicht die ganze Maschine.

In Kombination mit den austauschbaren Gleitkufen ergibt sich ein durchdachtes Verschleißkonzept: Der Abrieb wird gezielt auf günstige Verschleißteile gelenkt.

Räder 550/60-22.5 – Nutzfahrzeugdimension

Die Bereifung ist die größte der Baureihe: 550 mm Breite bei 22,5 Zoll Felgendurchmesser.

Der 22,5-Zoll-Felgendurchmesser ist eine Nutzfahrzeugdimension – Lkw-Standard. Das bringt zwei Vorteile:

Besseres Überrollverhalten. Große Räder laufen leichter über Unebenheiten und sinken weniger ein.

Höhere Transportgeschwindigkeiten möglich – Nutzfahrzeugreifen sind auf höhere Geschwindigkeiten ausgelegt als klassische Landwirtschaftsreifen.

550 mm Breite ergeben eine große Aufstandsfläche – in Kombination mit der Tandemachse eine sehr gute Lastverteilung trotz 16 Tonnen.

Als Zusatzausrüstung sind Räder 600/50-22.5 erhältlich – 50 mm breiter für maximale Bodenschonung.

Gussräder aus Sphäroguss

Die Radkörper bestehen aus Sphäroguss (Gusseisen mit Kugelgraphit) – nicht aus Stahlblech.

Sphäroguss verbindet Gießbarkeit mit Zähigkeit und Bruchfestigkeit nahe der von Stahl. Gussräder sind einteilig und homogen; bei Blechrädern können Schweißnähte und Umformungen zu Schwachstellen werden.

Bei 16 Tonnen Gesamtgewicht ist das die robustere Lösung.

EU-Homologation

Die Maschine verfügt über eine EU-Homologation mit der Typbezeichnung N-2 920 51.

Der praktische Nutzen: vereinfachte Zulassung ohne Einzelbegutachtung, Rechtssicherheit im Straßenverkehr bei Beleuchtung, Bremsanlage, Deichsel und Kennzeichnung, sowie eine klare Grundlage bei Kontrollen und im Schadensfall.

Bei einem Gerät dieser Größe, das regelmäßig auf öffentlichen Straßen bewegt wird, ist das ein erheblicher Wert.

Zwei Gewichtsangaben – was zu beachten ist

Das Datenblatt nennt zwei unterschiedliche zulässige Gesamtgewichte:

16.000 kg nach polnischen Vorschriften – der nationale Wert des Herstellerlandes.

13.000 kg nach Verordnung 2015/208 (nur Achslast) – der EU-Wert, der sich auf die zulässige Achslast bezieht.

Für den Betrieb in Deutschland und Österreich ist zu klären, welcher Wert maßgeblich ist. Die Beladung sollte im Zweifel am niedrigeren Wert ausgerichtet werden. Vor der Zulassung ist dies mit der zuständigen Stelle zu klären – die vorhandene EU-Homologation erleichtert das Verfahren erheblich.

Außentreppe mit rutschfesten Stufen

Die Außentreppe mit rutschfesten Stufen ermöglicht den einfachen Zugang zur Ladebox.

Bei einer Ladeflächenhöhe von 1.560 mm und 1.000 mm Wandhöhe liegt die Bordwandoberkante bei rund 2,56 m. Ohne Treppe klettert man über Rad, Kotflügel oder Bordwand – auf feuchtem, mit Mist behaftetem Metall eine reale Absturzgefahr.

Rutschfeste Stufen sind dabei entscheidend: Mist, Feuchtigkeit und Schmutz machen glatte Flächen unbegehbar.

Ladungshöhe 2.560 mm – die Ladetechnik

Die Ladungshöhe von 2.560 mm definiert die erforderliche Ladetechnik eindeutig: Ein Teleskoplader oder Radlader ist erforderlich. Ein durchschnittlicher Frontlader erreicht diese Höhe nicht.

Vor dem Kauf ist die Aushubhöhe der vorhandenen Ladetechnik zu prüfen.

Optional: Volumen-Aufsatzwände mit hydraulischer Heckklappe

Als Zusatzausrüstung sind feuerverzinkte Volumen-Aufsatzwände mit hinterer Hydraulikklappe in 800 mm Höhe erhältlich – das bringt die Wandhöhe auf 1.800 mm.

Die hydraulische Heckklappe ist dabei die höherwertige Lösung gegenüber der Schwerkraftklappe der kleineren Modelle: Sie lässt sich kontrolliert vom Traktorsitz öffnen und schließen – wichtig beim Entladen auf begrenztem Raum.

Der Nutzen der Aufsatzwände zeigt sich bei leichten, voluminösen Materialien: trockener Geflügelmist, Kompost, Rindenmulch und Substrat wiegen wenig, brauchen aber viel Platz.

Wichtige Einschränkung: Die Aufsatzwände können nicht gemeinsam mit dem Streuaggregat montiert werden.

Zu beachten: Bei 1.800 mm Wandhöhe und 1.560 mm Ladeflächenhöhe liegt die Oberkante bei über 3,35 m – die Aushubhöhe der Ladetechnik ist entsprechend zu prüfen.

Was zu beachten ist

Zugfahrzeug prüfen. Bei 16.000 kg zulässigem Gesamtgewicht sind Traktorleistung, zulässige Anhängelast, Stützlast der Kupplung und Bremsanlage sorgfältig auszulegen.

Zulässiges Gesamtgewicht klären. Siehe Hinweis zu den zwei Gewichtsangaben.

Aushubhöhe der Ladetechnik prüfen. Ladungshöhe 2.560 mm – ein Teleskoplader oder Radlader ist erforderlich.

Transporthöhe beachten. Bei 3.030 mm Gesamthöhe ist der Klappmechanismus des vorderen Gitters zu nutzen; Hallendurchfahrten und Unterführungen sind vorab zu prüfen.

Deichselhöhe korrekt einstellen. Bei Tandemachse besonders wichtig: für gleichmäßige Achslastverteilung und korrekte ALB-Funktion.

ALB-Regler nicht verstellen. Der automatische Bremskraftregler ist werkseitig eingestellt. Eingriffe gehören in Fachhände.

Deflektoren am Feldrand nutzen. Abstandsauflagen zu Gewässern sind rechtlich verbindlich.

Bei Kalkausbringung Fördereinstellung und Fahrgeschwindigkeit anpassen; die Herstellervorgaben sind zu beachten.

Nur bei stehender Maschine eingreifen. Vor Wartung und Störungsbeseitigung Zapfwelle abschalten, Traktormotor abstellen, Zündschlüssel abziehen und Stillstand des Streuaggregats abwarten – die vertikalen Trommeln haben erhebliche Schwungmasse und laufen entsprechend lange nach.

Hydraulikanlage drucklos machen, bevor Leitungen gelöst werden.

Außentreppe nutzen. Nicht über Rad, Kotflügel oder Bordwand in den Laderaum steigen. Bei einer Bordwandoberkante von rund 2,56 m ist die Absturzhöhe erheblich.

Abstand halten. Vertikale Trommeln werfen Material weit und mit hoher Energie aus.

Verschleißteile regelmäßig prüfen: Messer des Streuwerks, Gleitkufen der Bodenfördererlatten, Förderlatten und Bodenbleche. Rechtzeitiger Tausch verhindert Folgeschäden.

Federung und Achsen regelmäßig prüfen. Bei Tandemaufhängung sind zusätzlich Federbolzen, Ausgleichswippen und Lagerungen in die Wartung einzubeziehen.

Handbremse und Radkeile nutzen, wenn der Streuer abgekuppelt abgestellt wird.

Persönliche Schutzausrüstung: Handschuhe und Sicherheitsschuhe; bei trockenem, staubendem Material und besonders bei Kalk zusätzlich Atem- und Augenschutz – Kalkstaub ist stark alkalisch und reizt Atemwege, Augen und Haut.

Nach dem Einsatz reinigen. Auch bei Verzinkung: Rückstände entfernen, insbesondere aus Streuaggregat und Förderkette. Nach Kalkausbringung besonders gründlich.

Fachrechtliche Vorgaben beachten. Für die Ausbringung von Wirtschaftsdünger gelten Sperrfristen, Aufbringungsverbote (gefrorener, wassergesättigter oder schneebedeckter Boden), Abstandsauflagen zu Gewässern und Dokumentationspflichten.

Als Arbeitsmittel unterliegen Anhängegeräte den Anforderungen an Schutzeinrichtungen und wiederkehrende Prüfung; maßgeblich sind Betriebssicherheitsverordnung, Maschinenrichtlinie und die einschlägigen DGUV-Vorschriften.

Typische Einsatzgebiete

Lohnunternehmen und Maschinenringe, überbetriebliche Zusammenarbeit, Großbetriebe im Ackerbau, Betriebe mit großen Schlägen und entfernten Flächen, Rinder- und Milchviehhaltung in Großbeständen, Schweine- und Geflügelmastbetriebe, Biogasanlagen (Gärrestausbringung), Kompost- und Substratbetriebe, Betriebe mit eigener Kalkung, Betriebe mit empfindlichen Böden, bodenschonende Bewirtschaftung, Dauereinsatz mit hohem Durchsatz.

Häufige Fragen

Wie viel Nutzlast hat der Streuer?
Rund 10.080 kg bei einem Eigengewicht von etwa 5.920 kg. Der Laderaum misst 4.900 mm Innenlänge bei 1.000 mm Wandhöhe.

Warum stehen zwei zulässige Gesamtgewichte im Datenblatt?
16.000 kg ist der Wert nach polnischen Vorschriften, 13.000 kg der Wert nach EU-Verordnung 2015/208 bezogen auf die Achslast. Welcher Wert für den Betrieb in Deutschland oder Österreich maßgeblich ist, sollte vor der Zulassung mit der zuständigen Stelle geklärt werden.

Warum zwei Getriebe mit je 4.000 Nm?
Weil der Kratzboden über zehn Tonnen Material gegen den Bodenreibwiderstand schieben muss – bei 4,9 Metern Laderaumlänge zusätzlich über eine große Reibfläche. Acht Kilonewtonmeter Gesamtdrehmoment verhindern Steckenbleiben. Zwei Getriebe verteilen die Last und ergeben einen gleichmäßigen, symmetrischen Kettenlauf.

Was ist das Streuaggregat A2V?
Zwei ausgewuchtete, geneigte vertikale Trommeln mit angeschraubten Messern und Kalkauflage. Bei zehn Tonnen Durchsatz arbeiten zwei große Trommeln effizienter als vier kleinere – sie verarbeiten größere Materialmengen pro Umdrehung und haben mehr Schwungmasse für gleichmäßigen Lauf.

Was bedeutet „ausgewuchtete Trommeln"?
Die Trommeln sind gewuchtet und laufen dadurch vibrationsarm. Das bedeutet deutlich längere Lagerlebensdauer, ruhigeren Lauf, weniger Geräusch und ein gleichmäßigeres Streubild.

Was ist an den Messern besonders?
Sie sind angeschraubt und austauschbar. Verschleiß wird damit zum Wartungsfall statt zum Reparaturfall: Schrauben lösen, Messer tauschen, festziehen – vor Ort, ohne Werkstatt und Schweißgerät.

Wozu die geteilten Deflektoren?
Sie begrenzen die Streubreite und lenken den Materialstrom. Am Feldrand wird die große Streubreite zum Problem: Material landet auf Nachbarflächen, Wegen oder in Gewässern. Geteilt bedeutet: Beide Hälften lassen sich unabhängig einstellen – einseitige Begrenzung ist möglich.

Was ist ein ALB-Bremskraftregler?
Ein automatischer lastabhängiger Bremskraftregler. Er erfasst den Beladungszustand über den Federweg und passt die Bremskraft selbsttätig an. Bei einem Gerät, dessen Gewicht zwischen 5,9 und 16 Tonnen variiert, ein erheblicher Sicherheitsgewinn.

Wie stark sind die Bremsen?
400 × 80 – die größte Dimension der Baureihe. Der um 100 mm größere Trommeldurchmesser gegenüber den kleineren Modellen erzeugt bei gleicher Anpresskraft ein deutlich höheres Bremsmoment. Kombiniert mit der Tandemachse ergeben sich vier Bremsen dieser Dimension.

Was bringt die Tandemachse?
Sechzehn Tonnen verteilen sich auf vier statt zwei Räder – der Bodendruck halbiert sich näherungsweise. Das bedeutet deutlich weniger Bodenverdichtung, Befahrbarkeit auch bei feuchten Bedingungen und Schonung der Grasnarbe. Zudem ist die Federung technische Voraussetzung für die ALB-Regelung.

Was sind parabolische Federn?
Federblätter, die parabolisch ausgeschliffen sind – in der Mitte dick, zu den Enden dünner. Gegenüber herkömmlichen Blattfedern bedeutet das weniger Reibung, weichere und progressivere Federung, besseres Ansprechverhalten und längere Lebensdauer.

Was macht das klappbare vordere Gitter?
Es erfüllt die Sicherheitsanforderungen nach PN-EN 690:2014-02 – der europäischen Norm für Miststreuer – und schützt vor dem Kratzboden. Der Klappmechanismus reduziert die Transporthöhe; bei 3.030 mm Gesamthöhe ist jeder Zentimeter relevant.

Wozu Reib- und Freilaufkupplung?
Zwei unterschiedliche Schutzfunktionen: Die Reibkupplung begrenzt das Drehmoment bei Blockade des Streuwerks. Die Freilaufkupplung schützt beim Abschalten – ohne sie würden die nachlaufenden Trommeln den Traktormotor antreiben und das Getriebe rückwärts belasten.

Was ist Digital Control?
Eine optionale elektronische Steuerung für Fördererantrieb, Rückwand, Volumenklappe, hydraulische Deichselstütze und hydraulische Deflektoren – alle Funktionen vom Traktorsitz aus über eine zentrale Steuerung. Besonders wertvoll bei den Deflektoren: Die Streubreitenbegrenzung lässt sich während der Fahrt zuschalten, ohne anzuhalten.

Was bringt der Kupplungszug K80?
Die zulässige Belastung der Deichselöse steigt auf 4.000 kg. Die spielfreie Kugelkopfverbindung reduziert Schlagbelastungen, erlaubt höhere Stützlasten, verringert den Verschleiß und die Geräuschentwicklung. Höhere Deichsellast bedeutet zudem bessere Gewichtsverteilung und Traktion.

Wozu die Kettenabstandhalter?
Sie verhindern das Auseinanderlaufen der beiden Kratzbodenketten. Bei 4,9 Metern Kettenlänge ist dieses Risiko besonders groß – laufen die Ketten ungleichmäßig, verzieht sich der gesamte Kratzboden.

Was bringen die austauschbaren Gleitkufen?
Sie lenken den Verschleiß auf ein günstiges Kleinteil. Ohne sie würde entweder die Bodenfördererlatte oder das Bodenblech verschleißen.

Welche Bereifung ist verbaut?
Räder 550/60-22.5 – die größte der Baureihe. Der 22,5-Zoll-Felgendurchmesser ist eine Nutzfahrzeugdimension: besseres Überrollverhalten und höhere Transportgeschwindigkeiten. Optional sind 600/50-22.5 für maximale Bodenschonung erhältlich.

Wie hoch muss mein Lader ausheben können?
Die Ladungshöhe beträgt 2.560 mm – ein Teleskoplader oder Radlader ist erforderlich. Ein durchschnittlicher Frontlader erreicht diese Höhe nicht.

Wozu die Außentreppe?
Für den sicheren Zugang zur Ladebox. Bei 1.560 mm Ladeflächenhöhe und 1.000 mm Wandhöhe liegt die Bordwandoberkante bei rund 2,56 m – ohne Treppe eine reale Absturzgefahr.

Kann ich damit auch Kalk ausbringen?
Ja, das Aggregat verfügt über eine Kalkauflage. Ein besonderer Vorteil der Tandemachse: Kalk wird oft im Herbst oder zeitigen Frühjahr ausgebracht – genau dann, wenn Böden empfindlich sind.

Kann ich das Ladevolumen vergrößern?
Ja, mit den optionalen Volumen-Aufsatzwänden in 800 mm Höhe – das bringt die Wandhöhe auf 1.800 mm. Die hintere Hydraulikklappe lässt sich kontrolliert vom Traktorsitz öffnen. Wichtig: Die Aufsatzwände können nicht gemeinsam mit dem Streuaggregat montiert werden.

Was bringt die EU-Homologation?
Vereinfachte Zulassung ohne Einzelbegutachtung, Rechtssicherheit im Straßenverkehr und eine klare Grundlage bei Kontrollen. Bei einem Gerät dieser Größe, das regelmäßig auf öffentlichen Straßen bewegt wird, ein erheblicher Wert.