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APK 101 – Hydraulic ring bending machine

Description

APK 101 – Hydraulic ring bending machine

Lieferumfang

  • 1 × ELMAG Hydraulische Ringbiegemaschine
  • Mobiles Bedienpult mit Digitalanzeige der Einstellrolle und Not-Aus
  • Doppel-Fußpedal für Vor- und Rückschub
  • Betriebsanleitung mit CE-Konformität
  • ELMAG START-UP SERVICE

Sonderzubehör (optional, auf Anfrage):

  • Biegerollen für Rundrohre
  • Biegerollen für Formrohre
  • Weitere Profilrollensätze nach Materialangabe

Technische Daten

MerkmalWert
HerstellerELMAG
ProduktartHydraulische Ringbiegemaschine
AntriebsmotorHydro-Antriebsmotor, 11.000 W
Rollendurchmesser oben315 mm
Rollendurchmesser unten315 mm
Achsendurchmesser oben100 mm
Achsendurchmesser unten100 mm
Antriebsrollen3 Stück
Hydraulische Einstellrollen2 Stück
Vorschubgeschwindigkeit5,4 m/min
Richtwelleneinstellungmechanisch
Getriebehochwertiges Planeten-Untersetzungsgetriebe
DrehmomentbegrenzungRutschkupplung
Überlastschutzelektrisch und hydraulisch
Rahmenrobuster Stahlrahmen S355
Bedienpultmobil, mit Einstellrollentaster L/R/AUF/AB, Digitalanzeige Einstellrolle, Not-Aus
FußbedienungDoppel-Fußpedal Vor-/Rückschub
Aufstellung vertikalja
Aufstellung horizontalja
Netzanschluss400 V / 50 Hz

Produktbeschreibung

Hydraulische Ringbiegemaschine von ELMAG – Hochleistungsmaschine für Profile und Rohre

Diese Hochleistungs-Ringbiegemaschine mit Hydro-Antriebsmotor 11.000 W rundet Profile, Rohre und Stäbe zu Ringen, Bögen und Spiralen – mit drei angetriebenen Rollen und zwei hydraulisch verstellbaren Einstell-Antriebsrollen.

Warum hydraulischer Antrieb – der Kern des Konzepts

Ringbiegemaschinen mit hydraulischem Antrieb verfügen über eine hohe Antriebsleistung, liefern ein gleichmäßiges, lineares Drehmoment und bieten optimalen Schutz gegen Überlastung. Das geringe Trägheitsmoment des Hydromotors ermöglicht einen schnellen Start des Vor- oder Rückschubs und ein rasches, präzises Abbremsen.

Diese vier Eigenschaften sind beim Rundbiegen jede für sich entscheidend:

Gleichmäßiges, lineares Drehmoment. Beim Biegen ändert sich der Widerstand ständig – je nach Materialquerschnitt, Zustelltiefe und Position im Profil. Ein Hydromotor liefert über den gesamten Drehzahlbereich konstantes Drehmoment. Ein Elektromotor bricht bei Belastung ein.

Schutz gegen Überlastung. Die Hydraulik begrenzt sich selbst: Steigt der Druck über den zulässigen Wert, öffnet das Überdruckventil. Kein Getriebeschaden, kein durchgebrannter Motor.

Schneller Start. Das geringe Trägheitsmoment bedeutet: Der Antrieb steht sofort unter Last. Kein Hochlaufen, kein Anfahrruck.

Präzises Abbremsen. Beim Rundbiegen muss man exakt anhalten können – am Ende des Profils, an einer Markierung, vor einem Anschlag. Ein Hydromotor bremst praktisch verzögerungsfrei; ein Elektromotor läuft nach.

Gerade der letzte Punkt ist bei Ringbiegemaschinen entscheidend. Wer den Endpunkt verpasst, hat das Werkstück verzogen oder aus den Rollen laufen lassen.

11.000 W – die Leistungsklasse

Elf Kilowatt sind für eine Ringbiegemaschine eine außergewöhnliche Motorisierung.

Der Nutzen zeigt sich bei schweren Querschnitten: Rundbiegen bedeutet, das Material über seine Streckgrenze hinaus zu verformen – bei jedem Durchgang, über die gesamte Länge. Die erforderlichen Kräfte steigen mit dem Widerstandsmoment des Profils überproportional an.

Was das praktisch bedeutet:

Große Querschnitte in wenigen Durchgängen. Wo eine schwächere Maschine sechs Durchgänge braucht, genügen drei.

Kein Einbrechen bei ungünstigem Material. Hochfeste Stähle und dickwandige Profile verlangen deutlich mehr Kraft als Baustahl.

Dauerbelastbarkeit. Ein Antrieb, der nicht an der Grenze arbeitet, läuft kühler und länger.

Drei Antriebsrollen Ø 315 mm

Alle drei Rollen sind angetrieben – das ist keine Selbstverständlichkeit und der wichtigste Unterschied zu einfacheren Maschinen.

Warum drei angetriebene Rollen entscheidend sind:

Kein Schlupf. Bei nur einer oder zwei angetriebenen Rollen kann das Werkstück durchrutschen – besonders bei glatten, geölten oder verzinkten Oberflächen. Es entstehen Rutschmarken, und der Vorschub wird ungleichmäßig.

Gleichmäßiger Vorschub. Drei Antriebspunkte transportieren das Profil kontrolliert – die Krümmung wird über die Länge konstant.

Höhere Kraftübertragung. Die Antriebskraft verteilt sich auf drei Kontaktstellen statt einer.

Der Rollendurchmesser von 315 mm ist ebenfalls ein Leistungsmerkmal: Große Rollen erzeugen eine größere Kontaktfläche zum Werkstück. Das bedeutet bessere Kraftübertragung, geringere Flächenpressung – und damit weniger Abdrücke und Verformungen am Profil.

Achsendurchmesser 100 mm – die Steifigkeit

Hundert Millimeter Achsdurchmesser sind massiv dimensioniert.

Der Zusammenhang: Beim Biegen drückt das Werkstück die Rollen auseinander. Eine zu schwache Achse biegt sich durch – die Rollen stehen dann nicht mehr parallel, und das Werkstück wird konisch statt gleichmäßig gebogen.

Bei Profilen ist das noch kritischer: Eine durchgebogene Achse verwindet das Profil, statt es sauber zu runden. Das Ergebnis ist ein Ring, der nicht in einer Ebene liegt.

Massive Achsen sind damit die Grundvoraussetzung für maßhaltige Ringe.

Zwei hydraulisch verstellbare Einstell-Antriebsrollen

Die beiden Einstellrollen bestimmen den Biegeradius – über ihre Zustellung relativ zur mittleren Rolle.

Hydraulisch verstellbar bringt drei Vorteile:

Verstellung unter Last. Man kann während des Durchlaufs zustellen – die Grundlage für Übergangsradien und Spiralen, bei denen sich die Krümmung kontinuierlich ändert.

Konstante Kraft. Die Hydraulik hält die Zustellung, auch wenn das Material dagegendrückt. Bei mechanischer Verstellung müsste eine Spindel diese Kraft aufnehmen.

Feinfühligkeit. Kleinste Korrekturen sind möglich – entscheidend beim Anfahren eines Sollradius.

Beide Rollen unabhängig verstellbar bedeutet zudem: Anfang und Ende des Profils lassen sich unterschiedlich behandeln. Man kann die Anlaufseite vorbiegen und dadurch die geraden Enden minimieren, die beim Rundbiegen konstruktionsbedingt entstehen.

Digitalanzeige der Einstellrolle – der Präzisionsgewinn

Am mobilen Bedienpult sitzt eine Digitalanzeige für die Einstellrolle.

Das ist der Unterschied zwischen Handwerk und reproduzierbarer Fertigung:

Der Einstellwert ist ablesbar – nicht geschätzt, nicht am Handrad abgezählt.

Reproduzierbare Radien. Wer notiert, dass Wert X bei Profil Y den gewünschten Radius ergibt, kann diese Einstellung jederzeit exakt wiederherstellen.

Serienfertigung wird möglich. Zwanzig identische Ringe brauchen zwanzigmal dieselbe Einstellung.

Dokumentierbarkeit. Bei Fertigungsaufträgen mit Nachweispflicht ein realer Vorteil.

Übergabe an andere Bediener. Statt Erfahrungswissen genügt eine Zahl.

Mobiles Bedienpult mit Not-Aus

Das mobile Bedienpult lässt sich am Arbeitsplatz positionieren – dorthin, wo der Bediener steht.

Bei einer Ringbiegemaschine ist das besonders wichtig, weil sich der Standort des Bedieners mit dem Werkstück ändert: Ein 6-Meter-Profil wird an anderer Stelle geführt als ein kurzer Bogen.

Das Pult trägt:

Einstellrollentaster L/R/AUF/AB – Zustellung beider Rollen einzeln, in beide Richtungen.

Digitalanzeige Einstellrolle – siehe oben.

Not-Aus – und der zählt: An einer Maschine, die 11 kW auf ein Stahlprofil überträgt, muss der Not-Aus in Reichweite sein.

Doppel-Fußpedal für Vor- und Rückschub

Das Doppel-Fußpedal steuert die Laufrichtung.

Warum das entscheidend ist: Der Bediener hat beide Hände am Werkstück. Er führt das Profil, stützt es ab, kontrolliert die Krümmung. Eine Handbedienung wäre schlicht nicht möglich.

Und der Rückschub ist keine Komfortfunktion, sondern Arbeitsprinzip: Rundbiegen erfolgt in mehreren Durchgängen – vor, zurück, zustellen, vor, zurück. Das Werkstück bleibt dabei in der Maschine.

Mechanische Richtwelleneinstellung

Die Richtwelle korrigiert die seitliche Lage des Profils während des Biegens.

Ihre Funktion: Asymmetrische Profile – Winkel, U-Profile, T-Profile – neigen dazu, seitlich auszuweichen oder sich zu verdrehen, weil ihr Schwerpunkt nicht in der Biegeebene liegt.

Die Richtwelle stützt dagegen. Das Ergebnis: Der Ring liegt in einer Ebene und ist nicht verwunden.

Ohne Richtwelleneinstellung wäre das Biegen von Profilen praktisch auf symmetrische Querschnitte beschränkt.

Hochwertiges Planeten-Untersetzungsgetriebe

Das Planetengetriebe überträgt die Motorleistung auf die Rollen.

Warum diese Bauart die richtige ist:

Sehr hohe Drehmomentdichte. Planetengetriebe übertragen bei kompakter Baugröße außergewöhnlich hohe Drehmomente – weil sich die Last auf mehrere Planetenräder verteilt statt auf ein einzelnes Zahnpaar.

Koaxialer Aufbau. An- und Abtrieb liegen auf einer Achse – das erlaubt die kompakte Integration direkt an der Rollenachse.

Hoher Wirkungsgrad. Weniger Verlustleistung, weniger Wärme.

Gleichmäßiger Lauf. Mehrere gleichzeitig im Eingriff stehende Zahnpaare ergeben einen ruhigen, gleichförmigen Antrieb – wichtig für ein sauberes Biegeergebnis.

Rutschkupplung als Drehmomentbegrenzung

Zusätzlich zur hydraulischen Selbstbegrenzung ist eine mechanische Rutschkupplung verbaut.

Ihre Funktion: Sie begrenzt das übertragbare Drehmoment. Blockiert das Werkstück – etwa durch Verkanten oder einen zu engen Radius –, rutscht die Kupplung, statt Getriebe oder Rollenachse zu zerstören.

Warum beides – Hydraulik und Rutschkupplung? Weil sie unterschiedlich schnell reagieren. Die Hydraulik regelt den Druck, die Kupplung fängt schlagartige Blockaden ab, bei denen der Druckaufbau schneller wäre als die Ventilreaktion.

Elektrische und hydraulische Überlastsicherungen

Zusätzlich sind elektrische und hydraulische Überlastsicherungen verbaut – ein dreifach gestaffeltes Schutzkonzept:

Hydraulisch – Druckbegrenzungsventil, greift bei Überschreiten des Systemdrucks.

Mechanisch – Rutschkupplung, greift bei schlagartiger Blockade.

Elektrisch – Motorschutz, greift bei thermischer oder Stromüberlastung.

Bei einer Maschine dieser Investitionsgröße ist diese Redundanz der wesentliche Werterhaltungsfaktor.

Robuster Stahlrahmen aus S355

Der Rahmen besteht aus S355 – einem hochfesten Legierungsstahl mit 355 N/mm² Streckgrenze, rund 50 Prozent mehr als üblicher Baustahl S235.

Warum das bei einer Biegemaschine funktionsentscheidend ist:

Beim Biegen versucht das Werkstück, den Rahmen aufzuweiten. Die Reaktionskräfte gehen vollständig in die Konstruktion.

Gibt der Rahmen nach, ändert sich der Rollenabstand – und damit der Biegeradius, ungewollt und unkontrolliert. Das Ergebnis wäre ein Ring mit ungleichmäßiger Krümmung.

Ein steifer Rahmen hält die Geometrie unter Last. Erst dadurch wird der eingestellte Wert am Digitaldisplay zu einem verlässlichen Wert.

Zudem: S355 ist dauerfester. Wechselnde Belastungen – bei jedem Durchgang – ermüden das Material weniger.

Vertikal und horizontal aufstellbar – die Flexibilität

Die Maschine lässt sich sowohl vertikal als auch horizontal aufstellen. Das ist ein erheblicher Praxisvorteil.

Vertikale Aufstellung – die klassische Anordnung. Vorteil: geringe Stellfläche, gute Zugänglichkeit, der Ring wächst nach oben und unten.

Horizontale Aufstellung – die Rollen liegen waagerecht. Vorteil: Das Werkstück liegt auf und wird von der Schwerkraft gestützt.

Wann das entscheidend ist:

Große Ringe. Ein Ring mit mehreren Metern Durchmesser wiegt erheblich – vertikal müsste er abgestützt oder gehalten werden, horizontal trägt sich die Ebene selbst.

Lange Profile. Sie lassen sich auf Rollenböcken zuführen, statt frei zu hängen.

Schwere Querschnitte. Bei 11 kW Antriebsleistung sind Profile im Spiel, deren Eigengewicht relevant ist.

Ein Gerät, zwei Arbeitsweisen – das erweitert das Teilespektrum erheblich, ohne zweite Maschine.

5,4 m/min Vorschubgeschwindigkeit

Der rasche Vor-/Rückschub von 5,4 m/min ist ein Produktivitätsmerkmal.

Der Zusammenhang: Rundbiegen erfolgt in mehreren Durchgängen – bei schweren Querschnitten fünf, acht oder mehr. Jeder Durchgang läuft über die volle Werkstücklänge, in beide Richtungen.

Bei einem 6-Meter-Profil und acht Durchgängen legt das Material fast 100 Meter zurück. Die Vorschubgeschwindigkeit bestimmt damit unmittelbar die Taktzeit.

Zugleich ist der Wert nicht zu hoch gewählt: Das Umformen braucht Zeit, und der Bediener muss den Vorgang kontrollieren können.

Biegerollen als Sonderzubehör – der wichtigste Kaufhinweis

Ringbiegemaschinen arbeiten mit profilspezifischen Biegerollen. Für Rundrohre, Formrohre, Winkel, Flach- und Vollmaterial sind jeweils eigene Rollensätze erforderlich.

Wichtig: Der Hersteller weist ausdrücklich darauf hin, dass Biegerollen jeweils für eine Dimension aus dem angegebenen Millimeterbereich gelten. Bei der Bestellung sind die Abmessungen des zu verarbeitenden Materials anzugeben.

Vor dem Kauf zu klären:

  • Welche Profilarten sollen gebogen werden?
  • Welche konkreten Abmessungen?
  • Welche Rollensätze sind im Grundlieferumfang enthalten?

Die Rollensätze sind ein erheblicher Kostenfaktor und bestimmen, was die Maschine tatsächlich kann.

ELMAG START-UP SERVICE

Dieser Artikel beinhaltet den ELMAG START-UP SERVICE – die Inbetriebnahme durch den Hersteller.

Bei einer Maschine dieser Komplexität ist das ein realer Wert: Aufstellung, Ausrichtung, Anschluss, Funktionsprüfung und Einweisung des Bedienpersonals durch Fachleute, die die Maschine kennen.

Gerade bei Ringbiegemaschinen ist die Einweisung wesentlich – die Zusammenhänge zwischen Zustellung, Durchgangszahl, Materialrückfederung und Endradius sind nicht selbsterklärend.

Was zu beachten ist

Passende Biegerollen bestellen. Abmessungen des zu verarbeitenden Materials bei der Bestellung angeben.

Aufstellungsart festlegen. Vertikal oder horizontal – je nach Teilespektrum und Platzverhältnissen.

Elektrischer Anschluss durch eine Elektrofachkraft; auf die richtige Drehrichtung achten.

Tragfähiger Untergrund. Die Maschine wiegt deutlich über eine Tonne; die Bodentragfähigkeit ist zu prüfen.

Ausreichend Platz vorsehen. Der eigentliche Raumbedarf ergibt sich aus der Werkstücklänge – vor und hinter der Maschine muss das Profil Platz haben.

In mehreren Durchgängen arbeiten. Schrittweise zustellen statt in einem Zug – das schont Material, Rollen und Antrieb und ergibt die gleichmäßigere Krümmung.

Rückfederung einkalkulieren. Jedes Material federt nach dem Biegen zurück. Der eingestellte Radius muss entsprechend enger sein als der Sollradius – die Digitalanzeige macht diese Erfahrungswerte reproduzierbar.

Persönliche Schutzausrüstung: Sicherheitsschuhe, Schutzbrille, eng anliegende Kleidung. Keine Handschuhe beim Führen des Werkstücks – sie können eingezogen werden. Keine Ketten, Armbänder oder Uhren; lange Haare zusammenbinden.

Nie in den Einzugsbereich greifen. Der Bereich zwischen Rollen und Werkstück ist die Hauptgefahrenstelle. Das Profil nur an sicherer Stelle führen.

Bewegungsraum des Werkstücks freihalten. Beim Rundbiegen schwenkt das Profilende weit aus – der gesamte Schwenkbereich muss frei von Personen und Hindernissen sein. Das ist die am häufigsten unterschätzte Gefahr an Ringbiegemaschinen.

Not-Aus in Reichweite positionieren. Das mobile Bedienpult vor Arbeitsbeginn passend aufstellen.

Lange Werkstücke abstützen. Rollenböcke oder Auflagen verwenden.

Nur bei stehender Maschine eingreifen. Vor Rollenwechsel, Einstellarbeiten und Störungsbeseitigung Maschine abschalten, Hydraulik drucklos machen und Stillstand abwarten.

Biegemaschinen unterliegen als kraftbetriebene Arbeitsmittel den Anforderungen an Schutzeinrichtungen und wiederkehrende Prüfung; maßgeblich sind Betriebssicherheitsverordnung, Maschinenrichtlinie und die einschlägigen DGUV-Vorschriften.

Herstellerqualität

ELMAG gewährt 2 Jahre Vollgarantie, erweiterbar auf 3 Jahre bei Registrierung, und sichert die Ersatzteilversorgung über 15 Jahre.

Typische Einsatzgebiete

Stahl- und Metallbau, Anlagen- und Apparatebau, Behälter- und Kesselbau, Rohrleitungsbau, Treppen- und Geländerbau, Wendeltreppen und Spiralen, Fassaden- und Fensterbau, Schiffs- und Fahrzeugbau, Landmaschinen- und Sonderfahrzeugbau, Schlosserei und Lohnfertigung, Bühnen- und Messebau, Kunstschmiede und Metallgestaltung, Instandhaltung und Reparatur.

Häufige Fragen

Warum hydraulischer Antrieb statt Elektromotor?
Vier Gründe: hohe Antriebsleistung, gleichmäßiges lineares Drehmoment über den gesamten Bereich, optimaler Überlastschutz durch die Selbstbegrenzung der Hydraulik und – dank des geringen Trägheitsmoments – schneller Start sowie rasches, präzises Abbremsen. Gerade das exakte Anhalten ist beim Rundbiegen entscheidend.

Wie stark ist der Antrieb?
11.000 W Hydro-Antriebsmotor. Das erlaubt große Querschnitte in wenigen Durchgängen und kein Einbrechen bei hochfesten oder dickwandigen Profilen.

Warum drei angetriebene Rollen?
Weil das Werkstück sonst durchrutschen kann – besonders bei glatten, geölten oder verzinkten Oberflächen. Drei Antriebspunkte verhindern Schlupf, transportieren gleichmäßig und verteilen die Kraft auf drei Kontaktstellen.

Was bringt der große Rollendurchmesser von 315 mm?
Eine größere Kontaktfläche zum Werkstück – bessere Kraftübertragung und geringere Flächenpressung, also weniger Abdrücke und Verformungen am Profil.

Warum sind die Achsen mit 100 mm so massiv?
Weil das Werkstück die Rollen beim Biegen auseinanderdrückt. Eine zu schwache Achse biegt sich durch, die Rollen stehen nicht mehr parallel – das Werkstück wird konisch oder verwunden gebogen und der Ring liegt nicht in einer Ebene.

Was machen die hydraulischen Einstellrollen?
Sie bestimmen den Biegeradius über ihre Zustellung. Hydraulisch verstellbar bedeutet: Verstellung unter Last – die Grundlage für Übergangsradien und Spiralen –, konstante Kraft und feinfühlige Korrekturen. Beide Rollen lassen sich unabhängig einstellen.

Wozu die Digitalanzeige der Einstellrolle?
Sie macht Radien reproduzierbar. Der Einstellwert ist ablesbar statt geschätzt – notierte Werte lassen sich exakt wiederherstellen. Das ermöglicht Serienfertigung, Dokumentation und die einfache Übergabe an andere Bediener.

Wozu das Doppel-Fußpedal?
Der Bediener hat beide Hände am Werkstück – eine Handbedienung wäre nicht möglich. Der Rückschub ist dabei Arbeitsprinzip: Rundbiegen erfolgt in mehreren Durchgängen vor und zurück, wobei das Werkstück in der Maschine bleibt.

Was macht die Richtwelle?
Sie korrigiert die seitliche Lage des Profils. Asymmetrische Querschnitte wie Winkel, U- und T-Profile weichen seitlich aus oder verdrehen sich, weil ihr Schwerpunkt nicht in der Biegeebene liegt. Die Richtwelle stützt dagegen, sodass der Ring in einer Ebene liegt.

Warum ein Planetengetriebe?
Wegen der hohen Drehmomentdichte: Die Last verteilt sich auf mehrere Planetenräder statt auf ein einzelnes Zahnpaar. Dazu kommen koaxialer Aufbau, hoher Wirkungsgrad und gleichmäßiger Lauf.

Warum sowohl Hydraulik als auch Rutschkupplung als Überlastschutz?
Weil sie unterschiedlich schnell reagieren. Die Hydraulik regelt den Druck, die Rutschkupplung fängt schlagartige Blockaden ab, bei denen der Druckaufbau schneller wäre als die Ventilreaktion. Ergänzt wird beides durch den elektrischen Motorschutz – ein dreifach gestaffeltes Konzept.

Was bedeutet S355 beim Rahmen?
Ein hochfester Legierungsstahl mit rund 50 Prozent höherer Streckgrenze als Baustahl S235. Beim Biegen versucht das Werkstück, den Rahmen aufzuweiten – gibt er nach, ändert sich der Rollenabstand und damit ungewollt der Biegeradius.

Kann ich die Maschine horizontal aufstellen?
Ja, beide Aufstellungsarten sind möglich. Horizontal liegt das Werkstück auf und wird von der Schwerkraft gestützt – ein erheblicher Vorteil bei großen Ringen, langen Profilen und schweren Querschnitten. Vertikal spart Stellfläche.

Wie schnell arbeitet die Maschine?
5,4 m/min Vor- und Rückschub. Bei einem 6-Meter-Profil und acht Durchgängen legt das Material fast 100 Meter zurück – die Vorschubgeschwindigkeit bestimmt damit unmittelbar die Taktzeit.

Sind Biegerollen im Lieferumfang?
Biegerollen sind profilspezifisch und werden nach Materialabmessung gefertigt. Der Hersteller weist ausdrücklich darauf hin, dass eine Rolle jeweils für eine Dimension gilt – bei der Bestellung sind die Abmessungen des zu verarbeitenden Materials anzugeben. Der genaue Grundlieferumfang ist beim Händler zu klären.

Was ist der START-UP SERVICE?
Die Inbetriebnahme durch den Hersteller: Aufstellung, Ausrichtung, Anschluss, Funktionsprüfung und Einweisung des Bedienpersonals. Bei Ringbiegemaschinen besonders wertvoll, weil die Zusammenhänge zwischen Zustellung, Durchgangszahl, Rückfederung und Endradius nicht selbsterklärend sind.

Muss ich die Rückfederung berücksichtigen?
Ja. Jedes Material federt nach dem Biegen zurück – der eingestellte Radius muss entsprechend enger sein als der Sollradius. Die Digitalanzeige macht diese Erfahrungswerte reproduzierbar.

Was ist die größte Gefahrenstelle?
Zwei: der Einzugsbereich zwischen Rollen und Werkstück – und, häufiger unterschätzt, der Schwenkbereich des Profilendes. Beim Rundbiegen schwenkt das Ende weit aus; der gesamte Bereich muss frei von Personen und Hindernissen sein.

Properties
Gerätetyp : Blechbearbeitungsmaschine